Archiv für die Kategorie ‘Gesehen’

Nicht noch Mehr

Donnerstag, 26. August 2010

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Manchmal wird es mir dem Konsum einfach zu viel und dann sehne ich mich nach einem Befreiungsschlag und einer Seite oder einem Magazin oder einer Partei, die mir sagt, auf was ich alles getrost verzichten könnte. Das ist nämlich wahrlich zukunftsweisend. Nur einen leicht eingängigen Namen für die “No More More-Idee” suche ich noch.

Zeitgemäß und gleichzeitig inspirierend fand ich deshalb die Internetseite “UNconsumption”, die zeigt, was sich aus alten Sachen noch Neues machen lässt. Das Kleid aus Kabeln gehört genauso zum Repertoire wie die Lampe aus Suppendosen oder eben die Sneakers aus den alten Jeans, die ihr oben seht. Natürlich geht es nicht nur um Mode, aber weil gerade Kleidung exzessiv gekauft wird, ist Recycling definitiv angesagt.

Mehr als ein T-Shirt

Montag, 23. November 2009

Matt’s T-Shirt Challenge from howies on Vimeo.

Vom Rebellensymbol zur Ich-Uniform: Der Bielefelder Kunstverein noch zeigt noch bis Ende Januar 2010 die Kulturgeschichte des T-Shirts. Ich nutze meine T-Shirts ja auch gelegentlich als Wandzeitung plus Aktion, um Konzernen auf die Pelle zu rücken. Das nennt sich dann  “außermodisches Anliegen”.

Mit dem Kauf eines fair gehandelten T-Shirts aus Biobaumwolle kann man vielleicht nicht die Welt retten, aber es ist sicher immer eine klare Entscheidung gegen das konventionell gemachte Pendant - das regelhaft in moderner Sklavenarbeit hergestellt und mit zweifelhaften Farben und Druckpasten malträtiert ist. Das wird bei aller Häme gegen die “naiven” Konsum-Ökos gerne vergessen. (more…)

Glotze an

Freitag, 13. November 2009

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2009/1117/img/Q_Klima_1_Banner.jpg

Quarks&Co, das Wissenschaftsmagazin des WDR, will vor Beginn der Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen zeigen, wie man die Welt in kleinen Schritten retten kann. Neben Fisch und Flugobst geht es auch um den Kauf von Ökojeans. Start der dreiteiligen Reihe ist Dienstag, der 17. November ab 21 Uhr.

Das David-Prinzip

Freitag, 09. Oktober 2009

Wie man mit kreativem Protest die Mode-Welt verändert, demonstriert die Kampagne für Saubere Kleidung. Persönlich glaube ich, dass es Zeit wird ein wenig Öl ins Feuer zu gießen und seinen Widerstand öffentlich zu zeigen. Es gärt doch in vielen. Vielen fehlen indes Do-it-yourself-Anleitungen, die Strickmuster, wie das eigene Anliegen originell zu präsentieren ist. (more…)

Verrenkungen

Donnerstag, 01. Oktober 2009

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Anstrengungslos einkaufen war gestern. Seit ich die fragwürdigen Produktionsbedingungen in der Mode ins Flutlicht getaucht habe, wird es ja selbst auf Reisen schwer sich aus diesem Würgegriff zu befreien. So jüngst in Barcelona. Nachdem ich bereits alle Bars leergetrunken und die die Kühlschränke verriegelt hatten, ich Picasso und Gaudi mehrfach Guten Tag gesagt hatte, stand ich mit eisigem Grüne-Mode-Apparatschik-Blick vor den Butiken. Gottseidank bin ich ja eine Verfechterin lokaler Produktion. (more…)

Mit neuer Masche

Sonntag, 06. September 2009

Mit doppelter neuer Masche überraschte die Munich Fabric Start, neben TexWorld und Première Vision in Paris, die größte Stoffmesse der Welt. Neue Masche, die erste: Geballt waren eine Menge ökologisch einwandfrei produzierter Stoffe zu sehen, die nicht mehr “brettig” waren, sondern auch fein und feminin. Neben Biobaumwolle gab es auch Organic Wool, Organic Silk, Organic Linen und Organic Hemp und zwar durchaus mit expressionistischen Mustern, was manches Designerinnen-Herz höher schlagen ließ. “Imposant” war das einhellige Urteil der Besucher.

Brandnew: Die messe-messerscharfe Broschüre - organicselection_web

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Abgedreht

Donnerstag, 20. August 2009

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Grafik, übernehmen Sie! Im Web findet man manchmal Animationen, die ohne viele Worte auskommen. Die Engländer von Labour behind the Label kommen zwar ein bisschen nostalgisch daher, aber schnell auf den Punkt: Fairness. Adressat sind Modeschüler. Das deutsche Pendant von der Modefirma Living Crafts setzt klar auf Bio und zeigt liebevoll gestaltet, was der Unterschied zwischen bio und konventionell ist - und arbeitet akribisch jede Stufe der textilen Kette ab. Adressat sind die Kunden. Umweltkino und Mode - geht doch.

Die Kiste kann´s

Mittwoch, 19. August 2009

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Wie sieht er aus, der Laden der Zukunft? Drinnen Ökomode und außen eine begrünte Fassade? Oder zieht die Ökomode einfach mit in einen Bio-Supermarkt und macht auf Shop in Shop und Kombipack? Oder gibt es demnächst ein Kaufhaus Marke Eco-Colette, wo ich alles Grüne bekomme? Kastanienshampoo, Guaven-Dicksaft, Recycling-Schuhe und im Keller noch einen Sack Holzpellets?

Alles fein, aber alles stationär, fix und fixiert. Wie wäre es mit modernem Nomadentum und einer mobilen Lösung, die mal hier, mal da auftaucht? Ein Pop-Up-Store im ausrangierten Container? Ich denke, die Kiste kann´s. In Basel gibt es jetzt einen ganzen Stapel solcher Kisten, aufgetürmt wie ein Hochhaus. Ein Kisten-Kaufhaus. In Boxes und Spaces ziehen junge Designer ein - ziemlich pur, ohne viel Deko-Schnickschnack. (more…)

Look Look

Mittwoch, 22. Juli 2009

Post von der Hamburger Kampnagel-Fabrik, wo im August das alljährliche Sommerfestival stattfindet - diesmal mit einer Modenschau. Zu sehen sind Kollektionen von Katharine E. Hamnett, So Pure, Kuyichi, Julia Starp (Haute Couture, habe ich in Berlin gesehen), Edun, Ivana Basilotta, Van Markoviec und anderen an zwei Abenden im August (21.8. und 22.8), jeweils um 20.30 Uhr. Persönlich freue ich mich auf die Vorträge der Konsumkritiker Saskia Sassen und Richard Sennett aus London. Hier hat es heute wie aus Eimern geschüttet. ich empfehle die mit Bienenwachs oder Naturkautschuk beschichteten Regenmäntel von Raffauf Rainwear!

Metamorphosen

Freitag, 10. Juli 2009

Bevor ich nach Berlin gefahren bin, habe ich ehrlich gesagt mit meiner Garderobe gekämpft. Unter anderem mit dem vielseitig tragbaren Kleid “So and so” von Slowmo, in dem ich mich gelegentlich verheddere. Neidisch blicke ich deshalb auf diese junge Schlangenfrau. Die portugiesische Designerin Daniela Pais zeigt mit “Elementum”, wie ein Stück sich verwandeln lässt. Motto. Übrigens: die Kleidung ist aus übriggebliebenen Stoffresten und wird von ihr selber genäht. Mehr lest ihr bei Hiphonest und den Korrekten Klamotten.