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	<title>Kommentare zu: Leidenschaftlich grün</title>
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		<title>Von: WL</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=222#comment-704</link>
		<dc:creator><![CDATA[WL]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 10:49:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Habe bei dem von Sascha zitierten Satz auch geschluckt. Ökobilanzmäßig ist Recycling immer besser als die noch so bio-mäßige Neu-Produktion der selben Faser. Und Baumwolle zu recyceln finde ich super, denn viele Menschen bevorzugen Baumwolle gegenüber synthetischen Fasern, bei denen das Recycling schon häufiger ist. Ob da ein schönes Material rauskommt weiß ich allerdings nicht. howies hat das früher schonmal gemacht, aber ich hatte sowas noch nie in der Hand.

Auch die Ökobilanz von recyceltem Polyester schlägt - trotz des Transports der alten Flaschen - Bio-Baumwolle um längen. Transport ist in Öko-Bilanzen von Klamotten sowiso nachrangig.
www.ifm.eng.cam.ac.uk/sustainability/projects/mass/UK_textiles.pdf

Bei aller Kritik an Braungarts (Cradle to Cradle) anti-nachhaltigkeits- und anti-konsumreduzierungs Polemik, sein Öko-Effektivitäts-Ansatz besticht. Eine synthetische Faser (am besten noch aus einem nachwachsenden Rohstoff) im technischen Kreislauf geführt dürfte wohl hinsichtlich Minimierung des Umwelt- und Flächenverbrauchs unschlagbar sein.

Trotzdem wären stylische Sachen aus komplett regionaler Produktion natürlich auch super. Vielleicht wirds ja doch noch was mit Brennessel, Hanf und Leinen...

Und was die Baumwoll-ArbeiterInnen angeht: auch Bio-Baumwolle verbraucht viel Wasser und zudem besteht beim Baumwoll-Anbau eine Flächennutzungskonkurrenz:
https://www.wupperinst.org/globalisierung/pdf_global/baumwolle.pdf
Nicht selten wird Baumwolle in Regionen mit Netto-Nahrungsmitteldefizit und Wasserknappheit angebaut. Wenn die Menschen dort Lebensmittel statt Bio-Baumwolle anbauen würden, wäre das für die Ernährungssouveränität ein Fortschritt. Und bessere Arbeitsplätze fördert man auch beim Kauf von Recycling-Klamotten.

Vielleicht könnte man ein Projekt starten, dass ArbeiterInnen auf Baumwoll-Feldern Startkapital für eine alternative Existenzgrundlage gibt. Die sollte dann aber besser auf lokalen Märkte ausgerichtet sein, damit keine neuen Abhängigkeiten vom Weltmarkt entstehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe bei dem von Sascha zitierten Satz auch geschluckt. Ökobilanzmäßig ist Recycling immer besser als die noch so bio-mäßige Neu-Produktion der selben Faser. Und Baumwolle zu recyceln finde ich super, denn viele Menschen bevorzugen Baumwolle gegenüber synthetischen Fasern, bei denen das Recycling schon häufiger ist. Ob da ein schönes Material rauskommt weiß ich allerdings nicht. howies hat das früher schonmal gemacht, aber ich hatte sowas noch nie in der Hand.</p>
<p>Auch die Ökobilanz von recyceltem Polyester schlägt &#8211; trotz des Transports der alten Flaschen &#8211; Bio-Baumwolle um längen. Transport ist in Öko-Bilanzen von Klamotten sowiso nachrangig.<br />
<a href="http://www.ifm.eng.cam.ac.uk/sustainability/projects/mass/UK_textiles.pdf" rel="nofollow">http://www.ifm.eng.cam.ac.uk/sustainability/projects/mass/UK_textiles.pdf</a></p>
<p>Bei aller Kritik an Braungarts (Cradle to Cradle) anti-nachhaltigkeits- und anti-konsumreduzierungs Polemik, sein Öko-Effektivitäts-Ansatz besticht. Eine synthetische Faser (am besten noch aus einem nachwachsenden Rohstoff) im technischen Kreislauf geführt dürfte wohl hinsichtlich Minimierung des Umwelt- und Flächenverbrauchs unschlagbar sein.</p>
<p>Trotzdem wären stylische Sachen aus komplett regionaler Produktion natürlich auch super. Vielleicht wirds ja doch noch was mit Brennessel, Hanf und Leinen&#8230;</p>
<p>Und was die Baumwoll-ArbeiterInnen angeht: auch Bio-Baumwolle verbraucht viel Wasser und zudem besteht beim Baumwoll-Anbau eine Flächennutzungskonkurrenz:<br />
<a href="https://www.wupperinst.org/globalisierung/pdf_global/baumwolle.pdf" rel="nofollow">https://www.wupperinst.org/globalisierung/pdf_global/baumwolle.pdf</a><br />
Nicht selten wird Baumwolle in Regionen mit Netto-Nahrungsmitteldefizit und Wasserknappheit angebaut. Wenn die Menschen dort Lebensmittel statt Bio-Baumwolle anbauen würden, wäre das für die Ernährungssouveränität ein Fortschritt. Und bessere Arbeitsplätze fördert man auch beim Kauf von Recycling-Klamotten.</p>
<p>Vielleicht könnte man ein Projekt starten, dass ArbeiterInnen auf Baumwoll-Feldern Startkapital für eine alternative Existenzgrundlage gibt. Die sollte dann aber besser auf lokalen Märkte ausgerichtet sein, damit keine neuen Abhängigkeiten vom Weltmarkt entstehen.</p>
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		<title>Von: Kirsten</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=222#comment-703</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 20:36:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Sascha: Die Hälfte unserer Kleidung ist aus Baumwolle, die aufwändig mit Düngern und Pestiziden gepäppelt ist. Laut WHO sterben jährlich 20.000 Menschen an Vergiftungen durch Pestizide. Für mich hat deshalb die Umstellung auf Biobaumwolle höchste Priorität, um Land und Leute zu schonen. Biobaumwolle ist für mich eine eklatante Verbesserung und obendrein das Material, mit dem schon viel gearbeitet wird - sprich: es hängt schon was in den Läden. 
Hanf ist zu Recht im Kommen, Bambus leider zu Unrecht gelobt, weil die Pflanze allzuoft nur als Holzersatz genutzt wird und die gewünschte Zellulose mit ausgiebigem Chemieeinsatz ausgekocht wird. Fazit: Von Natur keine Spur.
Und Recycling? Ja, klar. Gerade bei Kunstfasern eine gute Idee. Am liebsten ist mir allerdings, wenn ausgediente Kleidung zu neuer Kleidung recycelt wird. Der Trend, ausgetrunkene Plastik-Flaschen rund um den Globus zu schiffen, in Taiwan einzuschmelzen und dann zu schicker neuer Recycling-Mode zu machen, die hier teuer verkauft wird, ist irgendwie auch keine Lösung. Coca Cola ist begeistert und ermuntert die Leute in den USA bereits, noch eine PET-Flasche extra zu kaufen, weil daraus ja vielleicht irgendwann nochmal ein T-Shirt wird. Müllvermeidung sieht anders aus. Meinst du nicht?
Trotzdem hast du Recht. Vielfalt ist besser als Einfalt und ein robuster Markt für grüne Mode sollte auf mehr setzen als auf Biobaumwolle. Ein Orchester hat ja auch nicht nur ein Instrument.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sascha: Die Hälfte unserer Kleidung ist aus Baumwolle, die aufwändig mit Düngern und Pestiziden gepäppelt ist. Laut WHO sterben jährlich 20.000 Menschen an Vergiftungen durch Pestizide. Für mich hat deshalb die Umstellung auf Biobaumwolle höchste Priorität, um Land und Leute zu schonen. Biobaumwolle ist für mich eine eklatante Verbesserung und obendrein das Material, mit dem schon viel gearbeitet wird &#8211; sprich: es hängt schon was in den Läden.<br />
Hanf ist zu Recht im Kommen, Bambus leider zu Unrecht gelobt, weil die Pflanze allzuoft nur als Holzersatz genutzt wird und die gewünschte Zellulose mit ausgiebigem Chemieeinsatz ausgekocht wird. Fazit: Von Natur keine Spur.<br />
Und Recycling? Ja, klar. Gerade bei Kunstfasern eine gute Idee. Am liebsten ist mir allerdings, wenn ausgediente Kleidung zu neuer Kleidung recycelt wird. Der Trend, ausgetrunkene Plastik-Flaschen rund um den Globus zu schiffen, in Taiwan einzuschmelzen und dann zu schicker neuer Recycling-Mode zu machen, die hier teuer verkauft wird, ist irgendwie auch keine Lösung. Coca Cola ist begeistert und ermuntert die Leute in den USA bereits, noch eine PET-Flasche extra zu kaufen, weil daraus ja vielleicht irgendwann nochmal ein T-Shirt wird. Müllvermeidung sieht anders aus. Meinst du nicht?<br />
Trotzdem hast du Recht. Vielfalt ist besser als Einfalt und ein robuster Markt für grüne Mode sollte auf mehr setzen als auf Biobaumwolle. Ein Orchester hat ja auch nicht nur ein Instrument.</p>
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		<title>Von: Sascha</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=222#comment-702</link>
		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 14:17:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Biobaumwolle ist [...] und das ökologische Nonplusultra und davon habe ich viel im Schrank.&quot;
Eine mächtige Übertreibung würde ich sagen. Hanf und Bambus brauchen viel weniger Wasser und eben auch keine Pestizide. Und Recycling ist noch konsequenter...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Biobaumwolle ist [&#8230;] und das ökologische Nonplusultra und davon habe ich viel im Schrank.&#8220;<br />
Eine mächtige Übertreibung würde ich sagen. Hanf und Bambus brauchen viel weniger Wasser und eben auch keine Pestizide. Und Recycling ist noch konsequenter&#8230;</p>
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