Archiv für März 2009

Erdbeertreppchen

Montag, 30. März 2009

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Das Thema grüne Mode macht Karriere und anders als ich braucht es kein Treppchen mehr, um groß herauszukommen. Ich bekam jedenfalls im Studio des ZDF am gestrigen Sonntag ein kleines Podest unter die Füße, damit ich weniger zwergenhaft wirke. Die Aufnahmeleiterin nannte es sehr charmant “das Erdbeertreppchen”. Da Erdbeeren eher unscheinbar am Boden wachsen, brauchen sie wohl ein wenig Unterstützung - daher der Name.

Ein solches Erdbeertreppchen teile ich übrigens mit Tom Cruise, der angeblich auch immer eines unter die Füße bekommt. Ich bin aber anständiger angezogen als er. Gerne hätte ich das Treppchen mit nach Hause genommen, aber das ZDF wollte es für weitere zu kurz geratene Studiogäste behalten….

Was mich aber mehr bewegt als diese Anekdote ist der Streit um den Beitrag über Trikotagen-Hersteller Trigema, der im Laufe dieser halbstündigen Sendung ausgestrahlt wurde und der bereits kurz nach der Sendung innerhalb des ZDF als “unausgewogen” galt und wohl nun den Justitiar der Sendeanstalt beschäftigen wird, wenn Trigema-Chef Wolfgang Grupp wirklich so ein Wüterich ist, wie alle vermuten. (more…)

Wowi, wir kommen

Donnerstag, 26. März 2009

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Vor kurzem habe ich in Berlin Frederickes Laden “Belleville” in der Rosa-Luxemburg-Straße in Berlin besucht, wo demnächst eine besondere Art des Laden-Sharings betrieben wird. Pssst, ganz geheim. Glore-Chef Bernd Hausmann expandiert und zieht mit seinem riesigen grünen Kleiderschrank im Gepäck nach Berlin und mit zu Belleville - zunächst für zwei Monate. Start ist im Sommer.

Persönlich hege ich ja die Hoffnung, dass die Hauptstadt jetzt ein bisschen aufholt. Ich meine, auch Mailand hat ewig gebraucht, bis sie gerade vor kurzem die erste Ökomodenschau hatten, sprich: sie waren LETZTER!, aber auch Berlin war bisher in Sachen Läden mit grüner Mode eigentlich so leer wie die Wüste Gobi. Und das trotz florierender grüner Modeszene. (more…)

Nie mehr peinlich

Dienstag, 24. März 2009

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Schon mal für eure Ökojeans belächelt worden? Als Müslimaus verspottet? Wir sind rehabilitiert, denn inzwischen weiß auch die Fernsehnation: Herkömmliche Jeansproduktion ist lebensgefährlich. Um Jeans den typischen gefragten Used-Look zu geben, wird sie mit Hochdruck-Sandstrahlern malträtiert und aufgehellt.Doch der Quarzsand dringt in die Lungen der Arbeiter und verursacht dort die tödliche Silikose - eine Krankheit, die früher nur Bergarbeiter ereilt hat und heute viele junge Kurden, die sich in Istanbul in der Jeansproduktion verdingt haben, ohne um die dramatischen Folgen des Sandes zu wissen. Doch unsere ökokorrekten Beinkleider werden auch auf alt getrimmt - nur in verträglicherer Form. Und damit liegen wir voll im Trend. (more…)

Konsum und wir

Sonntag, 22. März 2009

Melde mich zurück vom Klettern mit den Kindern. Habe also nicht gebloggt, bin aber wenig reumütig, denn die Pause war sehr schön und ich bin nicht vom Baum gestürzt!

Zwischenzeitlich ist eine Einladung von der Kampagne für Saubere Kleidung eingetrudelt, sich vom 17. bis 19. April auf einem Workshop mit dem Thema Kleidung und Konsum zu beschäftigen. So ganz real und nicht virtuell im Blog. Den Flyer findet ihr unten angehängt. Vielleicht hat der eine oder andere Lust auf ein bisschen Green Action in Bad Saarow bei Berlin.

Und wer beim Konsum bleiben möchte, sieht oben eines der ersten bio und fairen Shirts von Markus, der ein Modelabel gegründet hat und nun auf euch und euren Einkauf per Mausklick wartet. Er bloggt übrigens auch.

fairclothesworkschop

Yes, we cut!

Freitag, 13. März 2009

Wie eine Idee weitergesponnen wurde, die in einem Nähkurs entstand, lässt sich seit einigen Tagen am Zeitungskiosk bewundern. Dort liegt CUT, ein neues Magazin für selbstgemachte Mode.

Dahinter stecken fünf Münchnerinnen, die ein Magazin machen wollen für Leute, die gerne selbst Hand anlegen. Motto: Leute machen Kleider. Auf Bonnie&Kleid wäre ich selbst gerne gekommen. Das perfekte Outfit für große Szenen suche ich schon lange. Wertung: Fünf von sechs Scheren. (more…)

Top oder Flop?

Mittwoch, 11. März 2009

Die Kleidersammler von Humana haben einen schönen Spot gemacht, in der gebrauchte Kleidung zum Leben erwacht und wahrhaft hilfreich ist.

Und die Kritik an der Haltung des Spots gleich obendrauf ….natürlich bekommt hier selbst die ausrangierte Hose aus dem reichen Nationen noch Subjektstatus und hilft wie ein Mensch, das hat etwas enorm Missionarisches und zementiert das Bild auf Afrika als Kontinent von Hilfsbedürftigen, die nie auf eigenen Beinen stehen werden. Aber ich kann den Gedanken mit ausgedienter Kleidung noch helfen zu wollen, gut nachvollziehen. Vielleicht müssen wir nur eher lokale Lösungen bevorzugen. Denn bei uns in Hamburg boomen - wie vermutlich überall derzeit - lokale Kleiderkammern, die etwa gezielt für Kinder aus ärmeren Haushalten sammeln oder für Obdachlose. Und im “Sperrgebiet” bei uns auf  St. Pauli suchen sie gerade kleine und kleinste Kleidergrößen für drogenabhängige Mädchen. Die haben nämlich kaum was auf den Knochen…..

Was gibt es bei Euch?
via: Sebastian Backhaus

Zurück auf Einfach

Dienstag, 10. März 2009

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Wenn meine Tochter etwas genäht haben will, geht sie einen Stock tiefer zu ihrer Großmutter. Sie ist stolze Besitzerin einer Nähmaschine, eines Nadel-Frosches, den man wie ein Armband um sein Handgelenk legen kann, einer Knopfkiste und einer Stoffreste-Sammlung, die einen Schrank füllt. Und sie liegt damit voll im Trend. Denn eine neue Studie der Nottingham Trent University erklärt, dass eine Rückkehr zu Überliefertem wie Knöpfe annähen und Kleidung ändern der beste Weg ist, um Kleidung langlebiger und damit ökologischer zu machen. (more…)

Lord auf Laufsteg

Freitag, 06. März 2009

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Der einzige Platz, wo Politik und Mode sich gewöhnlich trafen, war als T-Shirt-Slogan. Ich habe noch eine illustre Sammlung von Protest-Shirts im Schrank. Die Botschaften reichen von “Atomkraft nein danke!” über “Kein Patent auf Leben” bis zu  “So nicht, Frau Merkel!”. Doch jetzt will die Politik eine aktivere Rolle in unserem Kleiderschrank spielen - zumindest in Großbritannien. (more…)

Umstrickter Panzer

Mittwoch, 04. März 2009

Wer sich für Textilkunst und Stricken interessiert, sei hierdurch animiert. Das Buch und der Blog zu solchen Aktionen: Yarn Bombing.

Stillstand ist nicht

Mittwoch, 04. März 2009

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“Zurück ins Labor” und “mehr Experimente” forderte Tony Tonnaer auf der Biofach in Nürnberg von der grünen Modebranche. Ethical Fashion hat den Chef von Kuyichi groß gemacht. Aber er war schon immer gut für eine Provokation. Und während viele kleine Label bei Biobaumwolle verharren, experimentiert Kuyichi mit Leinen und Lenpur, Soja, Hanf und Bambus - vieles davon allerdings doch gemischt mit Biobaumwolle.

Tonnaer ist wie sein Label selbstbewusst und wenig stromlinienförmig und so erinnert er ein bisschen an Peter Pan, den ewigen Jungen. Man kann sich kaum vorstellen, dass er Lust hätte, seinen schöpferischen Ehrgeiz an etwas anderes zu verschenken als an Jeans, Shirts und Schals. Und natürlich gibt es demnächst Turnschuhe und nicht etwa etwas, was einem strengeren Dresscode huldigen würde.

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