Archiv für Juli 2009

Urlaub

Montag, 27. Juli 2009

Zwei Sommerwochen lang bin ich nun von dannen. Schwimme nicht im Facebook-Strom, sondern im Meer, knabbere nicht neue Mails weg, sondern Nüsse&Co. Mache Pause. Ich wünsche allen Daheimgebliebenen schönes Wetter, wir hören Mitte August wieder von einander.

Beschützte Arten

Freitag, 24. Juli 2009

Biologisch und fair gemacht ist er ja sowieso, der Nachwuchs. Und wenn die Rabauken dann da sind, sind sie natürlich beschützte Arten. Und bei den Kleinsten ist der Stoff-Wechsel, den ich ja fordere, doppelt angesagt. Das Baby-T-Shirt-Label “Menschenskind” aus Düsseldorf verbindet ökologische Machart mit einer Portion Humor. Klein angefangen haben wir eben alle mal….. (more…)

Look Look

Mittwoch, 22. Juli 2009

Post von der Hamburger Kampnagel-Fabrik, wo im August das alljährliche Sommerfestival stattfindet - diesmal mit einer Modenschau. Zu sehen sind Kollektionen von Katharine E. Hamnett, So Pure, Kuyichi, Julia Starp (Haute Couture, habe ich in Berlin gesehen), Edun, Ivana Basilotta, Van Markoviec und anderen an zwei Abenden im August (21.8. und 22.8), jeweils um 20.30 Uhr. Persönlich freue ich mich auf die Vorträge der Konsumkritiker Saskia Sassen und Richard Sennett aus London. Hier hat es heute wie aus Eimern geschüttet. ich empfehle die mit Bienenwachs oder Naturkautschuk beschichteten Regenmäntel von Raffauf Rainwear!

Erfolg binnen einer Woche

Dienstag, 21. Juli 2009

Am 7. Juli ist das britische Unterwäsche-Label gestartet, eine Woche und etliche dreckige Unterhosen später, ist Bayer eingeknickt. Bis 2010 will der Agro-Konzern den Verkauf des hochgiftigen Pestizids Endosulfan einstellen. Ohne den langen Atem des Pestizid-Aktions-Netzwerkes und ihrer beharrlichen Lobbyarbeit wäre das zwar nicht möglich gewesen, aber die Aktion des Fairtrade-Labels “Pant stop Poverty” war das Tüpfelchen auf dem I. Spektakulär und originell war ihre Idee, pestizidgetränkte “Bad Pants” zu sammeln und nach Ludwigshafen zu schicken. Die Briten feiern und ich sage: God save your spleen. Ihr seid gute Schneider des politischen Protests. Mehr hier: Campaign success - pants discount.

Achtung: Satire!

Dienstag, 21. Juli 2009

http://www.modeopfer110.de/fileadmin/Modeopfer110/Bilder/Icons/modepolizei_newsboard.jpg

Mädchen der Welt, schaut auf diesen neuen Modeblog. Endlich rücken wir alle näher zusammen und setzen uns für die wahren Modeopfer dieser Welt ein. Endlich rührt das Schicksal von denjenigen, die knochenhart schuften müssen, damit wir schick sind, zwei Modedesignerinnen. Aufopferungsvoll gründeten Berit Müller und Anja Steffen mit MODEOPFER 110 einen Blog, wo alle indischen Baumwollfarmer und Näherinnen aus Bangladesch anrufen können und auf ihre Hungerlöhne aufmerksam machen können. Was für ein Geniestreich! Wegweisend für die ganze Gattung Modeblog! (more…)

Schuhbidu

Sonntag, 19. Juli 2009

Nächste Woche breche ich nach Spanien auf und damit ich dort leichtfüßig auftreten kann, habe ich noch in ein Paar flache Ballerinas in Karo-Optik investiert. Bereits auf der Berliner Modewoche hatte ich ein Auge auf Treter des kalifornischen Kultbrands “Simple” geworfen, die so spielerisch daher kommen. Die Sohlen sind aus recycelten Autoreifen oder Fahrradschläuchen, das weiche Innenfutter ist aus Teppichverschnitten und als Obermaterial dienen Biobaumwolle, Hanf oder Seide. Geklebt wird nur punktuell - und dies mit einem Kleber auf Wasserbasis. Fazit: Kleiner ökologischer Fußabdruck. (more…)

Lässig ohne Tierleid

Donnerstag, 16. Juli 2009

Katie Pfleghar aus dem Video war schon “Sexiest Vegetarian” 2008. Offenbar ist es ganz schön schwer, prominente Prominente als Botschafter der guten Sache zu gewinnen. Backstage warten? Aber egal. Die Idee von PETA mit dem Streetstyle Contest ist wirklich gut. Zeigt euch auf der PETA-Website, gewinnt vegane Handtaschen von Matt&Nat und werdet die schönste Vegetarierin des Monats. Neun Mitmacher für Juli habe ich schon bewundert. Ich trage ja vegane Schuhe, aber nur mit Schuhen…. Bleibe ich halt ein Groupie, das von außen zuguckt.

Lokal total

Mittwoch, 15. Juli 2009

“Geld her”, rief ich gestern abend wie eine Bankräuberin. “Kauft grüne Mode!” Ich sage euch, wo ihr sie findet und zwar hier in Hamburg. Ganz nah, just around the corner.  Und das ist offenbar ein Geheimrezept, um Interesse zu wecken. So gesehen brauchen wir für jede Stadt einen gedruckten Einkaufsführer, so wie Fred Grimm und ich das vergangenes Jahr schon für Hamburg gemacht haben - zusammen mit dem Straßenmagazin Hinz&Kunzt (vergriffen!!). Von Flensburg bis Passau. Offenbar besteht eine Sehnsucht, sich um die Ecke zu tummeln - beim Konsum und übrigens auch in der Politik. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum den Leuten die Europawahl so total egal war. Bukarest? Lieber Bielefeld. Sprechen Sie Farsi? Ich spreche Platt! (more…)

Ehrliche Etiketten

Montag, 13. Juli 2009

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Meine scharfsinnige Freundin Alexandra sagt, diese “ehrlichen Etiketten” seien offenbar ein Lieblingsthema von mir - sprich, ein Spleen. Stimmt. Ich wünsche mir eine klare Kennzeichnung von Produkten. Und müsste auf konventioneller Kleidung stehen, was wirklich drin steckt, würden die Kunden scharenweise zur grünen Mode überlaufen und der Markt explosionsartig wachsen. Neulich habe mir deshalb solche ehrlichen Etiketten selbst gebastelt. Neben den bekannten Pflegesymbolen zeigen sie auch die weithin unbekannte Wahrheit: nämlich mit wie viel Gift und wie wenig Gerechtigkeit Kleidung hergestellt wird. (more…)

Drei, zwei, los

Sonntag, 12. Juli 2009

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Nun ist er da, der Moment. Berlin hat mit dem frisch eröffneten “Red Shop”, den dritten Laden für grüne Mode und liegt damit derzeit auf Rang eins des Städte-Rankings. Am Sonnabend war große Eröffnung in der Forsterstraße 46 in Kreuzberg. Gezeigt werden die Kollektionen von Cecilia Palmer (”Pamoyo”) und Lynn Macpherson/Salty Philip- beide in ansehnlicher Bandbreite.

Cecilia, von der ich selbst ein rotes Kleid besitze, zeichnete auch verantwortlich für “Fashion Reloaded”, den Do-it-yourself-Workshop auf “TheKey.to”, der grünen Modemesse Anfang Juli in Berlin. Das spricht für die Vorstellungskraft der Frauen und die Verwandlungskraft der Kleidung. Geöffnet ist von Dienstags bis Samstags von 13 bis 19 Uhr. Ich frage mich, ob es auch Hosen gibt? Hat ja nicht jeder Gazellenbeine für Kleider. Am nächsten Freitag bin ich in Berlin, dann weiß ich mehr.

P.S. “Wertvoll” ist Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr, Samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, “Glore/Bellville” ist Montag bis Samstag von 12 bis 20 Uhr offen.