Archiv für August 2009

Zeigt her eure Füße!

Sonntag, 30. August 2009

Habt ihr schon eure Favoriten für den Herbst gekürt und gekauft? Schuhe mit kleinem ökologischen Fußabdruck? Ich schon. Sogar hoch hinaus kann ich mit den Tretern von El Naturalista. Ein bisschen Sorgen mache ich mir um den angenähten Strumpf, den ich umgekrempelt trage. Hoffentlich hält der Strick durch und sieht nicht so schnell schäbig aus. Das spanische Label El Naturalista gibt es in vielen Läden, selbst großen Kaufhäusern. Deshalb führen es viele kleine Ökomode-Läden nicht - sie bieten halt das Besondere. Dennoch, liebe Eco-Davids, ab und zu trage ich auch gerne einen grünen Goliath. Was tragt ihr?

Stoff-Wechsel

Donnerstag, 27. August 2009

Modemäßig hat mich die Berliner Fashionweek ja schon verzückt.  Meinen Hamburger Kollegen Fred Grimm offenbar auch. In der aktuellen Ausgabe von  “Schrot&Korn” berichtet er über das ergrünte Berlin - erzählerisch wie immer auf höchstem Niveau.

Die Designer, die dort ausstellten und die, die neu einsteigen wollen, hungern aber nach Stoffen, die ökologisch einwandfrei sind. Zu sehen sind sie nächste Woche auf der Munich Fabric Start in München. In einer einmaligen Leistungsschau beweisen dort Stoffhersteller unter dem Titel “Organic Selection”, was sie schon können. Über 400 Stoffmuster - alle ökozertifiziert, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau - werden in Halle 3 geballt zu sehen sein.  Gespannt bin ich, ob mit “mausgrau” nun endlich Schluss ist. Erdtöne haben wir genug. Und ob außer Biobaumwolle, auch Wolle und Seide zu sehen sein wird. (more…)

Bedient werden

Montag, 24. August 2009

Habe ich mich schon in einem früheren Eintrag gefragt  - wo kaufen wir in Zukunft unsere grüne Mode ein?  Ich denke, der klassische Laden hat noch seine Fans. Warum? Weil Modekunden wie andere Kunden heute niemanden mehr blind irgendetwas abkaufen, sie wollen bedient, beraten und damit respektiert werden. Ich leiste mir deshalb den Luxus und suche noch Läden auf - neu gibt es in Berlin “Everyday is like sunday”, die grüne Mode verkaufen, aber in Sachen Bio echte Allrounder sind.  (more…)

Abgedreht

Donnerstag, 20. August 2009

http://fashioninganethicalindustry.org/static/images/machine_back.gif

Grafik, übernehmen Sie! Im Web findet man manchmal Animationen, die ohne viele Worte auskommen. Die Engländer von Labour behind the Label kommen zwar ein bisschen nostalgisch daher, aber schnell auf den Punkt: Fairness. Adressat sind Modeschüler. Das deutsche Pendant von der Modefirma Living Crafts setzt klar auf Bio und zeigt liebevoll gestaltet, was der Unterschied zwischen bio und konventionell ist - und arbeitet akribisch jede Stufe der textilen Kette ab. Adressat sind die Kunden. Umweltkino und Mode - geht doch.

Die Kiste kann´s

Mittwoch, 19. August 2009

http://korrekte-klamotten.de/wp-content/uploads/2009/08/visite-front-600x344.jpg

Wie sieht er aus, der Laden der Zukunft? Drinnen Ökomode und außen eine begrünte Fassade? Oder zieht die Ökomode einfach mit in einen Bio-Supermarkt und macht auf Shop in Shop und Kombipack? Oder gibt es demnächst ein Kaufhaus Marke Eco-Colette, wo ich alles Grüne bekomme? Kastanienshampoo, Guaven-Dicksaft, Recycling-Schuhe und im Keller noch einen Sack Holzpellets?

Alles fein, aber alles stationär, fix und fixiert. Wie wäre es mit modernem Nomadentum und einer mobilen Lösung, die mal hier, mal da auftaucht? Ein Pop-Up-Store im ausrangierten Container? Ich denke, die Kiste kann´s. In Basel gibt es jetzt einen ganzen Stapel solcher Kisten, aufgetürmt wie ein Hochhaus. Ein Kisten-Kaufhaus. In Boxes und Spaces ziehen junge Designer ein - ziemlich pur, ohne viel Deko-Schnickschnack. (more…)

Medien-Widerhall

Sonntag, 16. August 2009

Kaum hat die Öko-Wäschefirma Pants to Poverty die erste politische Kampagne gestartet, hat sie es schon auf Spiegel Online geschafft. Genau genommen, handelt es sich bei “Schmutzige Tricks mit schmutzigen Slips” um einen ellenlangen Verriss. Natürlich inspiriert mich das zu der Frage, warum erfolgreiches (!) politisches Engagement einer Textilfirma so schief angesehen wird. Sind die Briten mit ihren guten Slips und ihrer nicht alltäglichen und obendrein witzigen Kampagne nicht viel mehr DAS MODELL für die Ökomode-Branche generell? Demonstrativ zeigen, wofür man steht, halte ich für ein Muss. (more…)