Archiv für Mai 2010

Gewonnen….

Sonntag, 30. Mai 2010

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hat zwar das schwarze, knallenge Kleid von Lena, aber bei mir dieses Wochenende diese Slipper aus einer alten Jeans. Wie das gemacht wird, lest ihr im Guardian von Do-it-yourself-Queen Nancy Minsky.

Gelangweilt hat mich trotz des reißerischen Titels (”Ich hasse Karl Lagerfeld”) das 150.000ste Interview mit Miguel Adrover, aber ihr seid erwachsen, entscheidet selbst. Interessanter ist die Lektüre des Tagesspiegels, der verkündet, dass C&A jetzt auf Platz eins der Top-Einkäufer von Biobaumwolle gerutscht ist und 2010 nahezu 23 Millionen Teile aus der Öko-Faser fertigt - das sind zehn Prozent ihres gesamten Angebots. Bei dem Gerangel um die ersten Plätze auf der Rangliste, bekommt man den Eindruck, dass die Unternehmen konkurrieren, wer am grünsten ist. Das halte ich für einen Fortschritt und nicht nur für Camouflage. (more…)

WundaBa

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die beiden Berliner Marktplätze für das Besondere, DaWanda und TheKey.to, haben sich zusammen getan und vergeben einen Preis für die innovativsten grünen Outfits. Bewerben können sich professionelle Designer, gezeigt werden die drei Gewinner auf der TheKey.to. 1000 Euro Preisgeld gibt es obendrein. Auf dem Blog von DaWanda erfahrt ihr alles ganz genau.

Ich sitze in der Jury und freue mich auf eure Modelle. Das Zeug, was just auf der Leinwand bei  “Sex and the City 2″ gezeigt wird, schicken wir gleich in die Wüste. Früher hatte Carrie Bradshaw ja noch mal einen Vintage-Fummel an, damit ist nun wohl endgültig vorbei.

Ich mag Besuch

Dienstag, 25. Mai 2010

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Wer einmal Gesichter und Stimmen hinter einer vorbildlichen Kleiderkooperative aus Nicaragua kennen lernen möchte, kann das im Juni. Alles Wissenswerte hier und hier.

Aufgehender Stern

Montag, 24. Mai 2010

Die aus Finnland stammende Designerin Minna Hepburn wird in Großbrittanien bereits als Nachwuchsstar gefeiert. Im August 2008 wurde ihre mädchenhafte Kollektion erstmals auf der Londoner Modewoche vorgestellt, inzwischen verkauft sie bereits im Kaufhaus Harrods. Ihr Antik-Look gefällt den Modekritikern, dazu passt die Geschichte, dass Minna auf Flohmärkten Knöpfe, Broschen und Spitze sammelt, um ihre Kleider mit verspielten Details besonders zu machen.

Im Sommer setzt sie unter anderem auf Bio-Seide, im Winter auf Bio-Wolle plus Recycling-Materialien. Das Gros ist obendrein aus fairem Handel. Mir sieht es ein Hauch zuviel nach Sonntagsstaat aus, zumindest das, was die Designerin oben im Bild höchstpersönlich trägt. Und die Gartenparties für die weiße Spitze unten sind gerade rar hierzulande. Vielleicht ist das Mode für zarter besaitete Zeitgenossen als mich. Minna macht auch Kindersachen im gleichen Stil.

“Wir wollen nicht so schnell wachsen”, sagte sie jüngst, als sie nach ihren Zielen gefragt wurde. Klein denken und in überschaubaren Dimensionen bleiben - das höre ich jetzt sympathisch oft. Die Kollektionen werden in England handgefertigt.

Ehrliche Etiketten

Donnerstag, 20. Mai 2010

Auf Vorträgen habe ich öfters den Wunsch gehört, auf der Kleidung möge doch wenigstens das Herkunftsland stehen. Bislang verschweigen uns die Kleideretiketten bis auf die simple Faserkennzeichnung alles, was uns genauer Auskunft geben könnte, wie und wo produziert wurde.

Die Kennzeichnung “Made in” soll nach dem Willen des EU-Parlamentes für Kleidungsstücke künftig verbindlich vorgeschrieben sein. Zu einer entsprechenden Verordnung haben die EU-Abgeordneten jetzt in erster Lesung Stellung genommen. Damit soll deutlich werden, ob Textilien in einem EU-Mitgliedsland oder in einem Drittland wie China oder Pakistan hergestellt wurden. Bisher waren die Angaben zum Herstellungsland freiwillig. (more…)

Jeans mal anders II

Sonntag, 16. Mai 2010

Die Frisur und der Blick des Models sehen ja ein bisschen streng aus, aber der verspielte Kragen wiegt das auf. Jedenfalls ist die Jeansjacke aus Biobaumwolle genau das Richtige für Zeiten, in denen der Sommer noch nicht angekommen ist. Und dann noch Pariser Chic, man glaubt es kaum. Hätte ich nicht schon eine schwarze Jacke mit gerafften Ärmeln gekauft, wäre diese Schöne jetzt mein erste Wahl.

Die Jacke stammt aus der aktuellen Kollektion des französischen “Ethique”-Label Kolam, was in Deutschland nur bei “GrünWest” in Berlin-Kreuzberg zu haben ist. Fällt euch was auf? Das ist tiefes Sattblau! Keine Spur von Used-Look. Kolam versichert, dass kein Sandstrahler jemals in die Nähe ihrer Denim-Couture gekommen ist. Das gilt auch für die Jeans, die GrünWest anbietet. Preise sind moderat: Die Jeans kosten 89 Euro, die Jacke 109 Euro. Keine Problemzonen mit dieser Mode! Ist doch was, oder?

Be Rotkäppchen

Freitag, 14. Mai 2010

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Nach den Wilden Schwänen aus Weimar, hat nun auch die Hamburger Ökomode-Designerin Julia Starp ihren Wettbewerbsbeitrag für den German Fashion Film Award fertig. Meiner Feiertagsfaulheit ist es geschuldet, dass ich die technischen Hürden gescheut und den Film nicht als Video eingebunden habe. Bitte klickt auf den Link “Wettbewerbsbeitrag”. Auch dieser Clip spielt zu Teilen im Wald, so dass ich mir wie Rotkäppchen vorkam.

Anders als bei den Schwänen ist aber die Musik nicht so leichtfüßig, so dass das Ganze einen ganz anderen Touch kommt. Aber seht selbst! Wer die Kleidung auf dem Laufsteg sehen möchte, kann das Anfang Juli auf der Berliner Modewoche, wo Julias Haute Couture bei den Green Avantgarde Modenschauen zu sehen sein wird.

Rasselbande

Donnerstag, 13. Mai 2010

Knapp drei Milliarden Euro haben die Deutschen 2008 in Baby- und Kinderkleidung investiert, etliche Stardesigner wie Marc Jacobs&Co. haben eigene Kinderkollektionen. Und dann gibt es noch Suri, die Tochter von Katie Holmes oder Lourdes, die Tochter von Madonna, die schon Mode-Klone ihrer Mums sind. Mir geht jede Häme ab. Denn bei mir zuhause ist das genau so. Ich erinnere mich, dass ich auf Ökomodemesse TheKey.to in Berlin noch händeringend nach einem Mitbringsel für meine 14-Jährige gesucht habe. Deshalb hört ihr hier kein schlechtes Wort über Madonna! Ich bin wie sie. (more…)

Lesebühne

Dienstag, 11. Mai 2010

Ins Interview der Schweizer NZZ am Sonntag hat mich das Aufmacherbild gelockt. Dort ist der 43-jährige Miguel Adrover zu sehen, wie er sich von seiner Großmutter den Zopf flechten lässt. Er ist doch liebenswert kapriziös, dieser Guerillero der Mode. Und ärgert sich doch über zuviel Extravaganz.

“Kleidung, die ich nicht mit gutem Gewissen anziehen kann, ist für mich überhaupt nicht glamourös”

“Es ist einfach, extravagante Mode zu machen. Ein Kleid mit fünf Ärmeln. Aber es geht doch darum, das Richtige zu machen”.

Quelle: ( nzzas-stil-952010-6-adrover)

Jeans mal anders

Donnerstag, 06. Mai 2010

Denim-Couture ist ultraschwer aufzutreiben. Weil ich aber gerade mit Jeans flirte, stelle ich heute mal Sarah, Rachel und Lotte vor - so heißen die drei Modelle aus zertifiziertem Organic Denim des Münchner Labels “room to roam”. Designerin Akela Stoklas hat ein Händchen dafür, Kleidung mit einer trickreichen Drapierung zu etwas Besonderem zu machen.

Mit Hilfe der Tunnelzüge lässt sich bei Kleid Sarah (1) der Look vielseitig verändern, beim helleren Kleid Lotte (3, erst ab August im Handel) kann ich mit dem Bändchen spielen. Der Wickelrock (2) ist aus mit Bienenwachs beschichtetem Denim - diese ökologische Beschichtung habe ich bereits auf vielen Modellen für Herbst gesehen. Anfangs vielleicht etwas steif - sorgt aber in jedem Fall für Haltung.

Kleid Sarah, was im Münchner Laden von Akela Stoklas hängt, kostet 198 Euro - hat aber Zehn-Jahres-Garantie und ist nicht nächste Saison gleich wieder out.