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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; Tipps</title>
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		<title>Buchtipp: Frauen und Kleider</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2015 09:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Sara Westerhaus]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich: Winter ist Lesezeit. Das wunderschön gestaltete Buch Frauen und Kleider &#8211; Was wir tragen, was wir sind ist eine Liebeserklärung an die Mode. Fernab von der Glorifizierung der Fast Fashion zeigen die Autorinnen Leanne Shapton, Sheila Heti und Heidi Julavits, warum Frauen anziehen, was sie anziehen.  Leanne Shapton sagt über die Motivation, dieses Anti-Fashion-Buch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/frauen-und-kleider.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7126" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/frauen-und-kleider-227x300.jpg" alt="frauen und kleider" width="227" height="300" /></a></p>
<p>Endlich: Winter ist Lesezeit. Das wunderschön gestaltete Buch <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/frauen_und_kleider/9783100022424" target="_blank">Frauen und Kleider &#8211; Was wir tragen, was wir sind </a>ist eine Liebeserklärung an die Mode. Fernab von der Glorifizierung der <a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=6789">Fast Fashion</a> zeigen die Autorinnen Leanne Shapton, Sheila Heti und Heidi Julavits, warum Frauen anziehen, was sie anziehen.  Leanne Shapton sagt über die <a href="https://www.sueddeutsche.de/stil/buch-ueber-frauenmode-nicht-fuer-maedels-1.2692557" target="_blank">Motivation</a>, dieses Anti-Fashion-Buch zu schreiben:</p>
<blockquote><p>In Magazinen geht es meist darum, dass vermeintliche Makel korrigiert oder kaschiert werden müssen. Wir sollen unsere Hintern hassen oder unsere Oberarme. Das ist bescheuert. Unsere Vision von Mode ist stolz, lustig, selbstkritisch und politisch.</p></blockquote>
<p>Dazu haben sie einen Fragebogen entwickelt und ihn über 500 Frauen aus aller Welt vorgelegt. Dabei geht es um Fragen wie &#8222;Wenn du alle Kleidungsstücke bis auf eines weggeben müsstest, welches würdest du behalten?&#8220;, &#8222;Gibt es Teile, die du mehrfach besitzt?&#8220; oder &#8222;Wie und wann kaufst du dir neue Kleider?&#8220; &#8211; spannende Fragen, die zur Reflexion über das eigene Konsumverhalten anregen. Bewegende Interviews mit Textilarbeiterinnen in Kambodscha machen deutlich, welchen Einfluss unsere Art, mit Kleidung umzugehen, auf das Leben der Frauen in den Produktionsländern hat. Das alles kommt jedoch ohne erhobenen Zeigefinger daher &#8211; was es aber noch eindringlicher macht. So werden die Frauen gefragt, was sie selbst tragen.</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, was auf meinem Shirt steht, weil ich nicht lesen kann.</p>
<p>Wir müssen uns der Hitze in der Fabrik anpassen. Diesen Pullover kann ich nur tragen, weil ich heute frei habe.</p></blockquote>
<p>Die Autorin Sheila Heti spricht mit der Menschenrechtsjournalistin <a href="http://mac-mcclelland.com/about/" target="_blank">Mac McClelland</a>, die unter anderem über die Arbeitsbedingungen bei Abercrombie recherchierte. Sie erzählt:</p>
<blockquote><p>Sie machen &#8222;Echtzeit-Updating&#8220;, die Software sagt ihnen: Wir haben so und soviele Bestellungen zu erledigen, und bestellen die Arbeiter Tag für Tag ein.</p></blockquote>
<p>Die Kapitel, die sich mit fairen Produktionsbedinungen befassen, machen zwar nur einen kleinen Teil des Buches aus und blenden auch die ökologischen Aspekte aus. Dennoch ist &#8222;Frauen und Kleider&#8220; lesenswert, weil es zeigt, wie Frauen mit Mode ihr Selbstbewusstsein ausdrücken und wie sie lernten, sich in ihrem Körper wohlzufühlen (wohl einer der Gründe, warum es zu den <a href="https://editionf.com/Buchempfehlungen-zu-Weihnachten" target="_blank">Buchempfehlungen von Edition F</a> gehört). &#8222;Frauen und Kleider&#8220; ist eine soziologische Studie, über die die Süddeutsche Zeitung schreibt:</p>
<blockquote><p>Das Klügste und Überraschendste, was es derzeit über Mode zu lesen gibt.</p></blockquote>
<p>Daraus folgt: Lieblingskuschelklamotten angezogen, ab aufs Sofa und loslesen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fair laufen: Grüne Sportkleidung von Kossmann</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2015 17:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Sara Westerhaus]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Label]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Kossmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Oekotex]]></category>
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		<description><![CDATA[Eco Fashion ist im Mainstream angekommen: Labels wie Armedangels oder Peopletree hängen längst in konventionellen Läden. Was aber fehlt, ist funktionale Sportmode. Von Labels, die Yogamode vertreiben, mal abgesehen, gibt es leider noch immer keine echte grüne Sportmode. Der Laufmodenhersteller Andre Kossmann versucht, das zu ändern. Im Interview verrät er, was seine (übrigens vegane) Kleidung von anderen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/05/4.jpg.pagespeed.ce_.gZ90sSD0ev.jpg"><img class="alignnone wp-image-6857" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/05/4.jpg.pagespeed.ce_.gZ90sSD0ev.jpg" alt="4.jpg.pagespeed.ce.gZ90sSD0ev" width="450" height="222" /></a></p>
<p>Eco Fashion ist im Mainstream angekommen: Labels wie Armedangels oder Peopletree hängen längst in konventionellen Läden. Was aber fehlt, ist funktionale Sportmode. Von Labels, die Yogamode vertreiben, mal abgesehen, gibt es leider noch immer keine echte grüne Sportmode. Der Laufmodenhersteller <a href="http://andrekossmann.com" target="_blank">Andre Kossmann</a> versucht, das zu ändern. Im Interview verrät er, was seine (übrigens vegane) Kleidung von anderen unterscheidet und warum es für die kleinen Hersteller eine Herausforderung ist, nachhaltig zu produzieren.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie dazu, Laufbekleidung herzustellen? Laufen Sie auch selbst?</strong></p>
<p><strong>Kossmann:</strong> Ich bin in der glücklichen Lage, Hobby und Beruf verbinden zu können. Ich habe früher Laufen als Leistungssport betrieben, bin alles von 5000 Meter bis Marathon gelaufen und auch relativ schnell. Schließlich steht meine Marathonbestzeit auch im Kragen jeder meiner Produkte. Nach dem Studium habe ich zusammen mit einem Freund einen Laufladen in Stuttgart gegründet, später dann den Vertrieb für eine kalifornische Lauftextilmarke übernommen, dann als Mitgründer bei RONO gelandet und danach als Geschäftsführer zur Laufschuhmarke Saucony gewechselt. Vor fünf Jahren hatte ich keine Lust mehr auf „Billig produzieren &#8211; teuer verkaufen“ und dachte, das muss auch anders gehen. So bin ich zur eigenen Firma gekommen und entwickle und produziere heute Lauftextilien in Deutschland, immer auf der Suche nach noch besseren Stoffen und einer top Verarbeitung.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere an Ihren Stoffen und Materialien?</strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Alle Stoffe, Materialien und Zutaten &#8211; wie z.B. die Reißverschlüsse &#8211; kommen aus Deutschland, Italien und Österreich. Das garantiert erstklassige Qualität und bietet kurze Lieferwege, etwa im Vergleich zu einer Produktion in Asien. Alle Artikel werden in Deutschland, im Großraum Chemnitz, hergestellt.</p>
<p>Außerdem können die Stoffe natürlich auch was: Die Winterstoffe funktionieren wie ein Löschblatt und halten so den Körper trocken; die Sommerstoffe hingegen sind weich und fließend und bieten einen hohen Lichtschutzfaktor.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie darauf, die Sachen fair zu produzieren, was ist Ihr Anreiz?</strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Billigproduktionen in Asien habe ich genug gesehen. Ich wollte es eben anders und besser machen.</p>
<p><strong>Wie ökologisch sind die Materialien, die Sie verwenden? Sind diese mit Siegeln ausgezeichnet? </strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Viele Siegel gelten für natürliche Stoffe wie z.B. Baumwolle. Unsere Funktionsstoffe sind aber alle aus Kunstfasern. Da gelten Zertifikate wie ÖKOTEX 100 (Textiles Vertrauen). Alle Stoffe und Materialien sind danach zertifiziert. Ein anderes Problem ist, das Zertifizierungen oft sehr teuer sind. Davon leben die Testinstitute. Ein kleines Unternehmen wie wir kann das nicht bezahlen. Alternativ gehen wir dafür mit Produktinfos sehr offen um. Wir verraten, wo wir nähen und welche Hersteller wir verwenden. Zum Besuch in der Produktion haben wir auch schon etliche Menschen mitgenommen, um zu zeigen, wie eine Textilproduktion in Deutschland aussieht.</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/05/1.jpg.pagespeed.ce_.jkKZuCSBH1.jpg"><img class="alignnone wp-image-6856" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/05/1.jpg.pagespeed.ce_.jkKZuCSBH1.jpg" alt="1.jpg.pagespeed.ce.jkKZuCSBH1" width="450" height="222" /></a></p>
<p><strong>Warum, glauben Sie, gibt es im Bereich der Sportkleidung so wenig nachhaltige Kleidung?</strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Es gibt sicher zwei Gründe: Für die Industrieseite gilt, das man mit einer Produktion in Deutschland oder Westeuropa nicht viel Geld verdienen kann, weil Näharbeit und Stoffe hier sehr teuer sind. Unsere Produkte sind nur deshalb „nur“ 10-20 Prozent teurer als andere Markenhersteller, die in Asien nähen lassen, weil wir mit wenig „Overhead“ und weniger Marge arbeiten.</p>
<p>Für die Käufer, also die Endverbraucherseite gilt: Bei Umfragen sagen regelmässig 60 Prozent der Menschen, das sie nachhaltige Produkte kaufen würden. Tatsächlich tun dies aber maximal 5-6 Prozent. Auch wir bekommen häufig zu hören: „Deine Produkte sind toll, aber mir zu teuer“. Damit wird der Markt für uns „Exoten“ doch sehr klein und dies erklärt, warum es so wenig Anbieter gibt.</p>
<p><strong>Haben Sie einen weitergehenden nachhaltigen Ansatz? Benutzen Sie Ökostrom oder verwenden Sie recycelte Verpackungen?</strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Wir verfolgen dies nicht explizit, aber wir setzen unseren Menschenverstand ein. Unser Büro arbeitet mit Ökostrom, wir versenden Lieferschein und Rechnungen mit der Ware, um zusätzliche Fracht und Papier zu sparen. Wenn wir Recyclinggarne bekommen können, setzen wir sie ein. Und selbstverständlichen reparieren wir Textilien für unsere Händler und Endkunden, bevor sie einfach umgetauscht und weggeworfen werfen. Bei Asienproduktionen ist dies unrentabel, denn ein Jacke Made in China ist zum Beispiel viel billiger als die Reparatur eines Reißverschlusses in Deutschland.</p>
<p><strong>Ihr Design ist weit weg vom Klischee &#8222;Rosa und pink für Frauen, Neon und schwarz für Männer&#8220;. Ist das Zufall oder gewollt?</strong></p>
<p><strong>Kossmann: </strong>Danke! Neon mag ich nicht und Pink hatte ich schon. Im Ernst, die Farbauswahl, die zweimal im Jahr ansteht, ist der schwierigste Teil der Kollektionsentwicklung. Bis die Farben feststehen, brauche ich immer  Wochen. Da fließt dann ein, welche Farben wir schon hatten, welche Farben die Mitbewerber haben, welche Farben es im Outdoor/Bikebereich gab und gibt &#8211; aber auch welche Farben gerade in der Mode oder im Fitnessbereich zu sehen sind.</p>
<p>Die grundsätzliche Ausrichtung unserer Farbgestaltung lautet: Frauenfarben etwas femininer, Männer dagegen klar und sportlich. Und am Ende müssen mir die Farben natürlich selbst auch gut gefallen. Was ich selbst nie anziehen würde, nehme ich auch nicht in die Kollektion auf. Das gilt für Farben wie für Produkte gleichermaßen.</p>
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		<title>The Berlin Fashion Week Eco Guide</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 11:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fredericke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<description><![CDATA[Und wieder läuft der Countdown und wie wir es schon lange ahnten, sei jedem Besucher der Berliner Fashion Week empfohlen diesmal festes Schuhwerk einzupacken. Denn die grünen Brands präsentieren sich schön über die Stadt verstreut, sodass man es sportlich und mit dem touristischen Ehrgeiz nehmen sollte, so viel wie möglich von Berlin mitzunehmen. Um uns [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1782" title="Next_Stop_Berlin" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/01/Next_Stop_Berlin.jpg" alt="" width="484" height="363" /></p>
<p>Und wieder läuft der Countdown und wie wir es schon lange ahnten, sei jedem Besucher der Berliner Fashion Week empfohlen diesmal festes Schuhwerk einzupacken. Denn die grünen Brands präsentieren sich schön über die Stadt verstreut, sodass man es sportlich und mit dem touristischen Ehrgeiz nehmen sollte, so viel wie möglich von Berlin mitzunehmen. Um uns allen dabei unnötige Blasen zu ersparen, haben Frans und ich mal alle Informationen zu den grünen Ausstellern und Events zusammengetragen, die wir finden konnten. Sollte etwas fehlen, so ergänzt es bitte durch ein Kommentar.<span id="more-1773"></span></p>
<p><a href="https://www.premiumexhibitions.com/" target="_blank"><strong>PREMIUM EXHIBITIONS</strong> </a></p>
<p><a href="https://www.armedangels.de/" target="_blank">Armed Angels</a> | <a href="http://aquestionof.net/#all" target="_blank">A QUESTION OF</a> | <a href="https://www.blondesmakebettertshirts.com/" target="_blank">Blondes make better T-Shirts</a> | CALICAMPO | <a href="www.caro-e.de/" target="_blank">Caro E.</a>| <a href="https://www.haikure.it/" target="_blank">Haikure</a> | <a href="https://www.iheart.de/" target="_blank">I HEART</a> | <a href="https://www.jpark.com/" target="_blank">Julie Park</a> | <a href="https://www.lherberouge.com/" target="_blank">L`Herbe Rouge</a> | <a href="https://www.lanius-koeln.de/" target="_blank">Lanius</a> | <a href="https://www.lanius-koeln.de/" target="_blank">Les Racines du Ciel </a>| <a href="https://www.peopletree.co.uk/" target="_blank">People Tree</a> | <a href="https://www.portocolonia.com/" target="_blank">Portocolonia</a> | <a href="https://www.raffauf.de/" target="_blank">Raffauf</a> | <a href="http://it.reale-slowfashion.com/" target="_blank">Reale</a> | <a href="https://www.simonese.de/" target="_blank">Simon Ese </a>| <a href="https://www.thebaand.com/" target="_blank">The Baand</a> | <a href="https://www.misionmisericordia.com/" target="_blank">Misericordia</a> | <a href="https://www.veja.fr" target="_blank">Veja</a> | <a href="https://www.noir.dk" target="_blank">Noir</a> | <a href="https://www.shakkei.de" target="_blank">Shakkei</a> | <a href="https://www.elsiengringhuis.com" target="_blank">Elsien Gringhuis</a> | <a href="http://ritainpalma.com" target="_blank">Rita in Palma</a> | <a href="https://www.themata.ch/" target="_blank">Themata</a> | <a href="https://www.villagaia.de/">Villa Gaia</a></p>
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<p><a href="https://www.naturalworldeco.com/">Natural World Eco</a> | <a href="https://www.elnaturalista.com/">El Naturalista</a> | <a href="https://www.monkeegenes.co.uk/">Monkee Genes</a> | <a href="https://www.onegreenelephant.com">One Green Elephant </a>| <a href="http://stop-the-water-while-using-me.com/">Stop The Water While Using Me</a> | <a href="https://www.girbaud.com/eng/pages/actlive/">Francois &amp; Marithé Girbaud Actlive</a> | <a href="https://www.knowledgecottonapparel.com/">Knowledge Cotton</a> | <a href="https://www.kingsofindigo.com/">K.O.I.</a> | <a href="https://www.nudiejeans.com/">Nudie Jeans</a> | <a href="http://aquestionof.net">A Question Of</a> | <a href="https://www.anvilknitwear.com/de/Product-Catalogs/Eco">Anvil</a> | <a href="https://www.naturalworldeco.com/">Natural World</a> | <a href="https://www.kuyichi.com/">Kuiyichi</a></p>
<p><strong><a href="https://www.green-showroom.net/">GREEN SHOWROOM</a> </strong></p>
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<p><strong><a href="http://ethicalfashionshowberlin.com">ETHICAL FASHION SHOW BERLIN</a></strong></p>
<p><a href="https://www.aehrenkranz.de" target="_blank">Aehrenkranz</a> | <a href="https://www.ehrensache.biz" target="_blank">BAG TO LIFE</a> | <a href="https://www.banuq.com" target="_blank">Banuq</a> | <a href="https://www.blauer-engel.de/" target="_blank">Blauer Engel</a> | <a href="https://www.buttwrap.com" target="_blank">BUTTWRAPBERLIN</a> | <a href="https://www.de-sans.com" target="_blank">DeSans</a> | <a href="https://www.greenpeace.de/detox" target="_blank">Greenpeace DETOX Campaign</a> | <a href="https://www.luxuryistohavesimplethings.com " target="_blank">Elementum</a> | <a href="https://www.elreinventor.com" target="_blank">elReinventor</a> | <a href="https://www.ethosparis.com" target="_blank">Ethos Paris</a> | <a href="https://www.global-standard.org" target="_blank">GOTS</a> | <a href="https://www.goettindesgluecks.at" target="_blank">Göttin des Glücks</a> | <a href="https://www.harolds-bags.de" target="_blank">Harold’s</a> | <a href="https://www.helvetas.ch" target="_blank">Helvetas</a> | <a href="https://www.hempage.de" target="_blank">Hempage</a> | <a href="https://www.hypnosis-berlin.de" target="_blank">Hypnosis Berlin</a> | <a href="https://www.ideocollection.com" target="_blank">Ideo</a> | <a href="https://www.naturtextil.com" target="_blank">IVN</a> | <a href="https://www.johnwshoes.de" target="_blank">John W. Shoes</a> | <a href="https://www.kaethemaerz.de" target="_blank">Kaethe Maerz</a> | <a href="https://www.kaseee.de" target="_blank">Kaseee</a> | <a href="https://www.komodo.co.uk" target="_blank">Komodo</a> | <a href="https://www.maronski.at" target="_blank">Maronski</a> | <a href="http://milch.mur.at" target="_blank">Milch</a> | <a href="https://www.danielkroh.com">ReCLOTHINGS</a> | <a href="https://www.room-to-roam.com">Room to Roam</a> | <a href="https://www.sabine-hofius.de" target="_blank">Sabine Hofius</a> | <a href="https://www.samorito.com" target="_blank">Samorito</a> | <a href="https://www.serendipity.dk" target="_blank">Serendipity</a> | <a href="https://www.studiojux.com" target="_blank">Studio JUX</a> | <a href="https://www.switcher.com" target="_blank">Switcher</a> | <a href="https://www.fairtrade-deutschland.de" target="_blank">Transfair e.V.</a> | <a href="https://www.trigemachange.com" target="_blank">Trigema CHANGE</a> | <a href="https://www.uniwearsal.com" target="_blank">uniwearsal</a> | <a href="https://www.wildearthcotton.com" target="_blank">wildearthcotton</a><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="https://www.in-fashion-berlin.de/">IN FASHION / GREEN GLAMOUR </a></strong></p>
<p><a href="https://www.alchemist-fashion.com/">Alchemist</a> | <a href="http://christinakraemer.com/">Christina Kraemer</a> | <a href="https://www.juliastarp.net/">Julia Starp</a> | <a href="https://www.mandala-fashion.com/">Mandala</a> | <a href="https://www.pearlsoflaja.com/">Paerls of Laja</a> | <a href="https://www.queenandprincess.de">Queen and Princess</a> | <a href="https://www.re-bello.com/">Re-Bello</a> | <a href="https://www.thebaand.com/">The Baand</a> | <a href="https://www.xessbaba.ch/">Xess Baba</a> |</p>
<p><a href="http://brighttradeshow.com"><strong>BRIGHT </strong></a></p>
<p><a href="https://www.olowshop.com/">OLOW</a> | <a href="https://www.rmblr.com">RMBLR</a> | <a href="https://www.treches.com/">Treches</a></p>
<p><strong><a href="http://capsuleshow.com/">CAPSULE</a></strong></p>
<p><a href="https://www.estherperbandt.com/">Esther Perbandt</a> | <a href="https://www.mikenke.com/">Mikenke</a> | <a href="https://www.twothirds.com/">Two Thirds</a></p>
<p><strong><a href="https://www.the-gallery-berlin.com/">THE GALLERY</a></strong></p>
<p><a href="https://www.privatsachen.com/">Privatsachen</a> | <a href="https://www.elemente-clemente.de">Elemente Clemente</a> | <a href="https://www.secondchance.fi">Second Chance</a> | <a href="https://www.shokay.de/">Shokay</a> | <a href="https://www.trippen.com/">Trippen</a></p>
<p><strong>SHOWROOMS / SHOP EVENTS</strong></p>
<p><a href="https://www.ecoshowroom.de/2012/01/kaffeepause-zur-berlin-fashion-week/">Eco Showroom</a> <strong>| </strong><a href="https://www.slowmo.eu/">Slowmo Showroom</a> | <a href="https://www.format-favourites.de/">Wesen Showroom/ Format Favourites</a> | <a href="https://www.hypnosis-berlin.de/">Hypnosis Berlin Showroom</a> | <a href="https://www.umasan-world.com">Umasan Showroom</a> | <a href="https://www.upcycling-fashion.de" target="_blank">Upcycling Fashion Pop-Up Store &#8211; British Upcycling Special</a> | <a href="https://www.facebook.com/changing.room.berlin" target="_blank">Changingroom  &#8211; Pop Up Shop des Masterstudiengangs der Kunsthochschule Esmod</a></p>
<p><strong>PROGRAM</strong></p>
<p>Di, 17.01 <strong>| </strong>18.00 – 21.00 | <a href="https://www.mayer-berlin.com/">Mayer Peace Collection Fashion Cocktail</a> | public</p>
<p>Mi 18.01<strong> | </strong>14.00 | <a href="https://www.humanity-in-fashion-award.com/index_de.php" target="_blank">Humanity In Fashion Award by Hessnatur </a>| invitation only</p>
<p>Mi 18.01 | 21.00 | <a href="https://www.slowfashion.at" target="_blank">Slow Fashion Internationaler Modepreis</a> | <a href="https://www.showfloor-berlin.com" target="_blank">Lavera Showfloor</a></p>
<p>Mi 18.01 | 22.30 | <a href="https://www.kaskahass.de" target="_blank">Kaska Hass (Couture, Berlin)</a> | <a href="https://www.showfloor-berlin.com" target="_blank">Lavera Showfloor</a></p>
<p>Mi 18.01 | ab 20.00 | Get togethermit DJ Robot Koch| <a href="http://ethicalfashionshowberlin.com" target="_blank">Ethical Fashion Show</a> | Visitors only</p>
<p>Do 19.01 | all day | <a href="http//www.toastandjam.de/" target="_blank">Toast &amp; Jam – Vintage Fashion Fair</a> | C-Club | public</p>
<p>Do 19.01 I 11.00 &#8211; 18.00 | Kaffeepause zur Fashionweek | <a href="https://www.ecoshowroom.de/2012/01/kaffeepause-zur-berlin-fashion-week/" target="_blank">Ecoshowroom</a> | B2B</p>
<p>Do 19.01 | 15.30 | Salonshow| <a href="https://www.green-showroom.net" target="_blank">Green Showroom</a> | Invitation only</p>
<p>Do 19.01 | 18.00 &#8211; 19.00 | Podiumsdiskussion| <a href="http://ethicalfashionshowberlin.com" target="_blank">Ethical Fashion Show</a></p>
<p>Do 19.01 | ab 18.00 | <a href="https://www.innatex.de/" target="_blank">Innatex Lounge|</a> <a href="https://www.dashotel.org" target="_blank">DasHotel </a>| invitation only</p>
<p>Do 19.01 | ab 19.30 | <a href="https://www.juliastarp.de" target="_blank">Julia Starp (Pret-à-Porter, Hamburg)</a>| <a href="https://www.showfloor-berlin.com" target="_blank">Lavera Showfloor</a></p>
<p>Do 19.01 | ab 21.00 | <a href="https://www.goettindesgluecks.com" target="_blank">Göttin des Glücks (Urban Wear, Vienna)</a> | <a href="https://www.showfloor-berlin.com" target="_blank">Lavera Showfloor</a></p>
<p>Fr 20.01 | 11.00 | Create Green Breakfast mit Wolfgang Grupp (Geschäftsführer Trigema) und Mona Ohlendorf (Designerin Trigema Change), Silke Bücker (Vice, Editor-in-Chief TM) und Messeorganisatorin Magdalena Schaffrin| <a href="http://ethicalfashionshowberlin.com" target="_blank">Ethical Fashion Show</a> | Anmeldung über <a href="mailto:fruehstueck@ethicalfashionshowberlin.com">fruehstueck@ethicalfashionshowberlin.com</a></p>
<p>Fr 20.01 I 11.00 &#8211; 18.00 | Kaffeepause zur Fashionweek | <a href="https://www.ecoshowroom.de/2012/01/kaffeepause-zur-berlin-fashion-week/" target="_blank">Ecoshowroom</a> | public</p>
<p>Guide by <a href="https://www.beyondberlin.com" target="_blank">Beyond Berlin</a></p>
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		<title>Gute Faser &#8211; böse Faser?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 13:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lars Wittenbrink]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wir wissen ist der biologische Baumwollanbau erheblich umweltverträglicher als der konventionelle Anbau. Doch auch Bio-Baumwolle benötigt sehr viel Fläche und Wasser. Deshalb und auch aus Bedarf und Faszination an Fasern mit anderen Trage-Eigenschaften sind Ökomode-Designer, -Händler und -Käufer immer sehr an alternativen ökologischen Fasern interessiert. Glaubt man den Selbstbezeichnungen gibt es davon eine große [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/10/updated_fibre_benchmark_july2011_1_jpg_11326.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1570" title="updated_fibre_benchmark_july2011_1_jpg_11326" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/10/updated_fibre_benchmark_july2011_1_jpg_11326.jpg" alt="updated_fibre_benchmark_july2011" width="494" height="267" /></a></p>
<p>Wie wir wissen ist der biologische Baumwollanbau erheblich umweltverträglicher als der konventionelle Anbau. Doch auch Bio-Baumwolle benötigt sehr viel Fläche und Wasser. Deshalb und auch aus Bedarf und Faszination an Fasern mit anderen Trage-Eigenschaften sind Ökomode-Designer, -Händler und -Käufer immer sehr an alternativen ökologischen Fasern interessiert.</p>
<p>Glaubt man den Selbstbezeichnungen gibt es davon eine große Menge. Doch auch in diesem Bereich hat inzwischen die Grünwäscherei begonnen. Und nicht selten werden diese angeblichen Öko-Fasern auch von Ethical Fashion Brands verwendet &#8211; in der Regel wohl schlicht aus Unwissenheit.</p>
<p>Die Einordnung in &#8222;gute&#8220; und &#8222;böse&#8220; Fasern ist leider wirklich eine große Herausforderung und natürlich gibt es hier jede Menge Graustufen. <span id="more-1546"></span></p>
<p>Zudem liegen bislang gerade mal eine handvoll Studien vor, die die Umweltbeeinträchtigungen der Produktion verschiedener Fasern vergleichen. Im Folgenden fasse ich die Kernaussagen der mir bekannten Studien zusammen und erkläre auch, welche Einkaufspolitik wir für unseren Laden &#8222;gruene wiese&#8220; (Münster) daraus entwickelt haben.</p>
<p>Die für Laien zugänglichste und zugleich auch in der Breite der betrachteten Fasern umfassendste Studie ist der oben abgebildete Faser-Benchmark von made-by. Hier werden die wichtigsten Öko- und konventionellen Fasern in Klassen eingeteilt. Berücksichtigt wird dabei nur die Umwelteinwirkung bis zur frischen Faser. Das heißt spätere Färbungen, die Langlebigkeit und auch die Nachnutzungsphase (Recycelbarkeit, Kompostierbarkeit) bleiben unberücksichtigt. Es handelt sich somit nicht um vollständige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kobilanz">Ökobilanzen/LifeCycleAssessments</a>.<br />
Eine weitere Einschränkung hat der Benchmark: einige Fasern sind mangels Datengrundlage bislang nicht klassifiziert oder auch gar nicht aufgeführt. Mit Wolle, bzw. Bio-Wolle betrifft dies auch eine wichtige Faser für Ethical Fashion. Dennoch ist der Benchmark ein echter Meilenstein.</p>
<p>Die Einteilung der Fasern erfolgt anhand der folgenden Kriterien und Gewichtungen: Treibhausgasemissionen, Humantoxizität und Umwelttoxizität zu je 20 %, Energieinput, Wasserinput und Flächenverbrauch zur je 13,33 %.</p>
<p>Vor dem Hintergrund gängiger Klischees birgt der Benchmark einige Überraschungen. So ist selbst Polyester aus frischem Erdöl noch erheblich umweltfreundlicher als konventionelle Baumwolle. Hanf und Leinen sind bei nicht-ökologischem Faser-Anbau und nicht-zertifizierter Weiterverarbeitung nicht besser als Bio-Baumwolle. In der Bio-Variante sind Hanf und Leinen hingegen als einzige Frisch-Fasern neben diversen Recycling-Fasern Class A. Recycling-Fasern wiederum schlagen Bio-Baumwolle immer, auch dann wenn es sich um Kunstfasern wie Polyester handelt.</p>
<p>Vermeintliche Öko-Fasern wie Modal und Bambus-Viskose schneiden nicht besser als frische Erdölfasern ab. Grund dafür sind der hohe Energie- und Chemie-Einsatz bei der Fasererzeugung. Tencel/Lycocell hingegen ist wie Viskose ein Regeneratfaser, jedoch eine mit umweltfreundlicherem Herstellungsprozess und damit Class B. Tencel-Produzent Lenzing hat jüngst eine &#8222;Öko-Version&#8220; von Modal (Modal Edelweiss)  vorgestellt. Die Klassifizierung für Modal im Benchmark bezieht sich auf klassisches Modal.</p>
<p>Ausführlicher zur Methode in der Zusammenfassung von made-by <a href="https://www.made-by.org/sites/default/files/benchmark/benchmark_environmental_condensed_03082011_pdf_16507.pdf">hier</a>. Die komplette Studie bekommen alle made-by-Mitglieder zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Dass andere Gewichtungen einzelner Kriterien und auch die Berücksichtigung regionaler Unterschiede (z.b. maschinelle oder manuelle Feldbearbeitung) nochmal zu etwas anderen Ergebnissen führen können, zeigt eine umfassende Studie des Stockholm Environment Institute von 2005. Hier schlägt auch konventioneller Hanf die Bio-Baumwolle. Diverse Diagramme helfen, die Kernaussagen schnell zu erfassen. Also ruhig mal <a href="http://sei-international.org/mediamanager/documents/Publications/Future/cotton%20hemp%20polyester%20study%20sei%20and%20bioregional%20and%20wwf%20wales.pdf">reinschauen</a>.</p>
<p>Als Einstieg kann ich auch “<a href="https://www.ifm.eng.cam.ac.uk/sustainability/projects/mass/uk_textiles.pdf">Well dressed? – the present and future sustainability of clothing and textiles in the United Kingdom</a>“ empfehlen.</p>
<p>Für die &#8222;gruene wiese&#8220; wählen wir nur Produkte aus, die aus Fasern bestehen, die made-by als Class A oder Class B bewertet und damit so gut oder sogar besser als Bio-Baumwolle sind. Abweichungen sind Hanf aus nicht-bio-Anbau (Begründung siehe oben verlinkte Studie) sowie Wolle aus konktrolliert biologischer Tierhaltung (kbT), chlorfreie Zque-zertifizierte Merino-Wolle und chlorfreie Schurwolle.</p>
<p>Für Wolle spricht, dass Wollsachen seltener gewaschen werden müssen und in der Regel ein Auslüften reicht. Zque-zertifizierte und chlorfreie Wollfasern weisen eine erheblich geringere Umweltbelastung und Humantoxizität auf (die sonst z.b. bei der Chlorbehandlung entsteht), sind aber dennoch nur ein Kompromiss gegenüber dem konsequenteren kbT.</p>
<p>Auch konventionelle Wolle wird von einigen Ethical Fashion Brands verwendet, ist jedoch wegen der erheblichen Beeinträchtigung der Gesundheit von Arbeiter_innen und der Umwelt durch Filzfrei-Ausrüstung mit Chlor und anderen Ausrüstungsprozessen abzulehnen.</p>
<p><strong>Ergänzung tierethischer Aspekte von Wollfasern (danke an Kommentatorin Petra): Sowohl bei konventioneller Wolle als auch bei  nicht-zertifizierter chlorfreier Wolle ist weder eine Pestizidbehandlung der lebendigen Schafe noch eine industrielle Schafshaltung samt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mulesing">Mulesing</a> automatisch ausgeschlossen, bzw. bei ersterer sogar sehr verbreitet. kbt und Zque verbieten diese Praktiken und stehen damit auch für &#8222;tierfreundlichere&#8220; Wollfasern.<br />
</strong></p>
<p>Schwierig ist in diesem Zusammenhang, wie mit recycelter konventioneller Wolle umzugehen ist. made-by stuft sie als Class A ein. Meist handelt es sich um Schnittreste, es können aber auch Altkleider zum Einsatz kommen. Bei rein mechanischem Recycling muss wegen der kürzeren Fasern Frischwolle hinzugegeben werden. Die Verdichtung kann jedoch auch chemisch mit Polypropylen erfolgen. Hier ist ein ökologischer Vorteil dann mehr als fraglich. Vielleicht sollte made-by auch bei Wolle nach &#8222;mechanically recycled &#8220; und &#8222;chemically recycled&#8220; unterscheiden.</p>
<p>In der Sommersaison 2012 werden Ökomode-Händler verstärkt mit neuen vermeintlichen Öko-Fasern konfrontiert. Woodsilk ist ein seideähnliches Material aus Cellulose/Holz. Es ist letztlich eine Art von Rayon und damit eine Viskose. Somit ökologisch schlechter als Bio-Baumwolle, aber zweifellos eine vegane und vermutlich auch ökologisch überlegene Alternative zu Seide. Auch Soja wird vermehrt zur Faserproduktion eingesetzt. Hier wird ein Abfallprodukt der Ölgewinnung verwendet. Stammt das Soja nicht aus Bio-Anbau, ist dabei natürlich die Chance an genetisch verändertes Soja zu geraten groß. Die Faserherstellung erfolgt anders als bei Vikosen nicht auf Cellulose-, sondern auf Proteinbasis. Ob das besser ist, scheint noch unklar. Eine erste Annäherung an diese neusten Faserentwicklungen findet ihr in der Studie &#8222;<a href="https://www.wrap.org.uk/downloads/Emerging_fibres_-_summary.1b1d0868.10840.pdf">The role and business case for existing and emerging fibres in sustainable clothing</a>&#8222;.</p>
<p>Nach all diesen komplexeren wissenschaftlichen Betrachtungen gibt es noch eine ganz einfache faserbezogene Regel bei der es um die Nachnutzungsphase geht: Um die Müllberge nicht weiter zu vergrößern sollte ein Öko-Produkt (egal ob Textil oder was auch immer) entweder zu 100 % aus kompostierbaren Fasern (z.b. auch ein Bio-Baumwoll-Tencel-Mix) oder sortenrein aus einer technisch kreislauffähigen Faser (z.b. recyceltes Polyester) bestehen. Dieses Prinzip nennt sich Öko-Effektivität oder auch &#8222;Cradle to Cradle&#8220;. Richtig konsequent können wir es bislang nicht anwenden, weil auch bei Naturfasern in der Regel mit Polyester-Garn genäht wird und sich auch an 100 % Recycling-Polyester-Produkten oft Metallnieten, -Reißverschlüsse etc. befinden. Ein Bio-Baumwoll-Recycling-Polyester-Mix ist aus dieser Sicht aber schon mal tendenziell abzulehnen.</p>
<p>2012 wird das korrekte klamotten Netzwerk Selbstverpflichtungen/Standards für korrekte klamotten Labels und korrekte klamotten Händler veröffentlichen, die auch konkrete Leitlinien zur Faserwahl beinhalten. Ziel ist es, bestehende und neue Ökomode-Labels und -Händler zu einer konsequent ökologischen Faserwahl zu motivieren.</p>
<p><strong>Autor: Lars Wittenbrink (gruene wiese, Münster)</strong></p>
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		<title>Berlin Unlimited</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 20:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fredericke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Liste]]></category>
		<category><![CDATA[Label]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Während es hier in Berlin angesichts der bevorstehenden Fashion Week rege zugeht und die Emaileingänge sämtlicher in der Mode arbeitenden Menschen höchstwahrscheinlich epidemische Ausmaße erreichen, sollten wir doch mal gemeinsam checken, ob wir uns schon zu allen wichtigen Veranstaltungen, Shows und Messen akkreditiert haben, oder ob uns sogar die eine oder andere grüne Nummer entgangen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/xberg-alex_cutout.tiff"></a></p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/berlin.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1298" title="berlin unlimited" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/berlin-1024x759.jpg" alt="" width="500" height="371" /></a></p>
<p>Während es hier in Berlin angesichts der bevorstehenden Fashion Week rege zugeht und die Emaileingänge sämtlicher in der Mode arbeitenden Menschen höchstwahrscheinlich epidemische Ausmaße erreichen, sollten wir doch mal gemeinsam checken, ob wir uns schon zu allen wichtigen Veranstaltungen, Shows und Messen akkreditiert haben, oder ob uns sogar die eine oder andere grüne Nummer entgangen ist. In diesem Sinne habe ich mal versucht alle Veranstaltungen zu notieren, sowie die rund siebzig grünen Brands aufzulisten, die zur Fashion Week ausstellen werden. Bitte ergänzt diese Liste mit euren Kommentaren, falls notwendig.</p>
<p><span id="more-1276"></span></p>
<p>Die <a href="https://www.premiumexhibitions.com" target="_blank">PREMIUM EXHIBITIONS</a> findet vom 05.07. – 08.07 von 10:00 – 19:00 (Freitag bis 18:00) in der STATION in der Luckenwalder Strasse 4-6 statt. Gezeigt werden: <a href="https://www.armedangels.de/" target="_blank">Armed Angels</a> &#8211; <a href="https://www.caro-e.de/" target="_blank">Caro E.</a> &#8211; <a href="https://www.haikure.it/" target="_blank">Haikure</a> &#8211; <a href="https://www.hypnosis-berlin.de/" target="_blank">Hypnosis</a> &#8211; <a href="https://www.iheart-thelabel.com/" target="_blank">IHEART</a> &#8211; <a href="https://www.parkvogel.com/" target="_blank">Julie Pack</a> &#8211; <a href="http://it.reale-slowfashion.com/" target="_blank">Reale</a> &#8211; <a href="http://thebaand.com/" target="_blank">THE BAAND</a> &#8211; <a href="https://www.komodo.co.uk/" target="_blank">Komodo</a> &#8211; <a href="https://www.lanius-koeln.de/" target="_blank">Lanius</a> &#8211; <a href="https://www.les-racines-du-ciel.com" target="_blank">Les Racines du Ciel</a> &#8211; <a href="https://www.lherberouge.com/" target="_blank">L´Herbe Rouge</a> &#8211; <a href="https://www.misionmisericordia.com/" target="_blank">Misericordia</a> &#8211; <a href="https://www.peopletree.co.uk" target="_blank">People Tree</a> &#8211; <a href="https://www.raffauf.de/" target="_blank">Raffauf</a> &#8211; <a href="https://www.room-to-roam.com/" target="_blank">Room to Roam</a> &#8211; <a href="https://www.drakewood.de/" target="_blank">Drakewood</a></p>
<p>Da die Liste der <a href="https://www.breadandbutter.com" target="_blank">Bread &amp; Butter</a> so lang ist, kann ich leider nicht garantieren, dass mir kein Label durchgewischt ist. Aber diese sind mir zumindest aufgefallen: <a href="www.elnaturalista.com" target="_blank">El Naturalista</a> &#8211; <a href="www.kingsofindigo.com" target="_blank">K.O.I. Kings of Indigo</a> &#8211; <a href="https://www.roadjeans.com" target="_blank">Monkee Genes</a> &#8211; <a href="www.nudiejeans.com" target="_blank">Nudie Jeans</a> &#8211; <a href="https://www.knowledgecottonapparel.com" target="_blank">Knowledge Cotton</a> &#8211; <a href="https://www.ortablu.org/" target="_blank">Ortablu</a></p>
<p>Der <a href="https://www.green-showroom.net/" target="_blank">GREENshowroom</a> und die <a href="https://www.ethicalfashionshow.com" target="_blank">Ethical Fashion Show</a> finden vom 06.07 – 08.07. von 10:00 – 20:00 im Hotel Adlon direkt neben dem Zelt der Mercedes Benz Fashion Week statt. Am Donnerstag um 14:00 sollte man – sofern man eingeladen ist – nicht die Salonshow verpassen. Für Endverbraucher steht während der ganzen Zeit der GREENshop offen. Im Showroom werden gezeigt: <a href="https://www.alinaschuerfeld.com/" target="_blank">ALINASCHUERFELD</a> &#8211; <a href="https://www.asandri.com/" target="_blank">ASANDR</a>I &#8211; <a href="https://www.blackbeadjewellery.com/" target="_blank">BlackBeadJewellery</a> &#8211; <a href="http://braintreehemp.de/" target="_blank">Braintree</a> &#8211; <a href="https://www.green-age.de/de/home.html" target="_blank">Green Age</a> &#8211; <a href="https://www.hanna.is/" target="_blank">HANNA felting</a> &#8211; <a href="https://www.jeschewski.com/" target="_blank">JESCHEWSKI</a> &#8211; <a href="https://www.kaskahass.de/" target="_blank">KASKA HASS</a> &#8211; <a href="https://www.leibschneider.com/" target="_blank">LEIBSCHNEIDER</a> &#8211; <a href="https://www.materia-prima.biz/" target="_blank">MATERIA PRIMA</a> &#8211; <a href="https://www.monkey47.com/" target="_blank">MONKEY 47</a> &#8211; <a href="https://www.regulat-beauty.de/" target="_blank">Regulat Beauty</a> &#8211; <a href="https://www.oronda.de/" target="_blank">ORONDA</a> &#8211; <a href="https://www.rita-in-palma.com/" target="_blank">Rita in Palma</a> &#8211; <a href="https://www.royalblush.ch/" target="_blank">RoyalBLUSH</a> &#8211; <a href="https://www.sarabrunn.com/" target="_blank">Sara Brunn</a> &#8211; <a href="https://www.schmidttakahashi.de/" target="_blank">Schmidttakahashi</a> &#8211; <a href="https://www.shegreen.vn/" target="_blank">SheGreen</a> &#8211; <a href="https://www.shokay.de/" target="_blank">Shokay</a> &#8211; <a href="http://statfashion.com/" target="_blank">STAT</a> &#8211; <a href="https://www.studio-ecocentric.com/" target="_blank">Studio Ecocentric</a> &#8211; <a href="https://www.studiojux.com/" target="_blank">Studio JUX</a> &#8211; <a href="https://www.rooters-company.de/" target="_blank">the rooters</a> &#8211; <a href="https://www.vonwinckelmann.com/" target="_blank">VonWinckelmann</a> &#8211; <a href="https://www.wellicious.com/" target="_blank">Wellicious</a> &#8211; <a href="https://www.wiredresistance.com/" target="_blank">Wired</a> &#8211; <a href="https://www.yogkuniwearsal.com/" target="_blank">yog:k uniwearsal</a> &#8211; <a href="https://www.caboclobrasil.com/" target="_blank">Caboclo</a> &#8211; <a href="https://www.luxuryistohavesimplethings.com/" target="_blank">Elementum</a> &#8211; <a href="https://www.ethosparis.com/" target="_blank">Ethos</a> &#8211; <a href="https://www.dothebag.de/" target="_blank">dothebag</a> &#8211; <a href="https://www.jonano.com/" target="_blank">Jonäno</a> &#8211; <a href="https://www.kaethemaerz.de/" target="_blank">Kaethe Maerz</a> &#8211; <a href="https://www.oatshoes.com/" target="_blank">OAT shoes</a> &#8211; <a href="https://www.slowmo.eu/" target="_blank">Slowmo</a></p>
<p>Die Berliner <a href="https://www.in-fashion-berlin.de" target="_blank">Green Glamour</a> der Münchner In Fashion findet vom 05.07. – 08.07. im Radialsystem in der Holzmarktstrasse 33 statt. Organisiert wird sie übrigens von Linda Mohrmann, die bis vor Kurzem mit ihrer Kollegin Marina Rudolph die grüne Vertriebsagentur L´anima leitete. Am Dienstag um 15:00 gibt es zum Auftakt ein BBQ (RSVP) und Donnerstag von 9:00 – 12:00 klärt Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Innovation und Ökologie von Hessnatur über die neuesten Entwicklungen beim Naturmodeanbieter auf. Die Reihe “CREATE GREEN” von Create Berlin in dessen Rahmen der Vortrag stattfindet, ist zwar für meine Begriffe ein wenig unklar (vor allem, da Create Berlin sich ansonsten eher wenig mit grünen Themen auseinandersetzt), aber dennoch kann ja der Vortrag gut werden. Ansonsten werden auf der Green Glamour folgende Brands ausstellen: <a href="https://www.mandala-fashion.com/" target="_blank">Mandala</a> &#8211; <a href="https://www.alchemist-fashion.com/" target="_blank">Alchemist</a> &#8211; <a href="www.noah-shop.com" target="_blank">Noah Italian Vegan Shoes</a> &#8211; <a href="www.christinakraemer.com" target="_blank">Christina Kraemer</a> &#8211; <a href="www.pearlsoflaja.com" target="_blank">Pearls of Laja</a> &#8211; <a href="www.queenandprincess.de" target="_blank">Queen &amp; Princess</a> &#8211; <a href="http://thebaand.com/" target="_blank">THE BAAND</a> &#8211; <a href="www.himalayashop.de " target="_blank">Himalaya</a> &#8211; <a href="https://www.juliastarp.net/" target="_blank">Julia Starp</a> &#8211; <a href="www.xessbaba.ch" target="_blank">Xess + Baba</a></p>
<p>Im <a href="https://www.showfloor-berlin.de" target="_blank">Lavera Showfloor</a> sind diesmal leider nur vier von zwölf Brands erwiesen nachhaltig. Besonders gespannt bin ich auf Mika Modiggard. Die sollte man nicht verpassen. Am 06.07. um 20:00 zeigt <a href="https://www.asandri.com/" target="_blank">ASANDR</a>I/ am 07.07. zeigen um 18:30  <a href="https://www.mikamodiggard.com/" target="_blank">Mika Modiggard</a>, um 21:30 <a href="https://www.lana-naturalwear.de/" target="_blank">Lana Naturalwear</a> und um 23.00 <a href="https://www.juliastarp.net/" target="_blank">Julia Starp</a></p>
<p>Der <a href="https://www.ecoshowroom.de/" target="_blank">Eco Showroom</a> präsentiert vom 07.07 – 09.07 in ihrem Showroom in der Almstadtstr. 35 (davon am 7ten nur für Fachbesucher) folgende Kunden: <a href="www.mingaberlin.com" target="_blank">MINGA BERLIN</a> &#8211; <a href="www.goodforall.de" target="_blank">Goodforall</a> &#8211; <a href="www.milde-berlin.com" target="_blank">Milde</a> &#8211; <a href="https://www.ksia-berlin.de/" target="_blank">KSIA</a> &#8211; <a href="https://www.lyk-carpet.de/" target="_blank">Lyk Carpet</a> &#8211; <a href="https://www.grueneerde.com" target="_blank">Grüne Erde Organic Fashion</a></p>
<p>Ansonsten lohnt es sich auf jeden Fall zum three.ethical Bastards Showroom in der Stargarder Strasse 10 zu gehen, wo sich <a href="https://www.banuq.com/" target="_blank">Banuq</a>, <a href="https://www.danielkroh.com/reclothings.html" target="_blank">RECLOTHINGS</a> und <a href="https://www.elreinventor.com/" target="_blank">Elreinventor</a> präsentieren. Geöffnet ist der Showroom vom 04.07. – 08.07. von 12:00 – 22:00.</p>
<p>Am 08.07 eröffnet eines meiner Berliner Lieblingsbrands <a href="https://www.format-favourites.de/" target="_blank">Format Favourites</a> gemeinsam mit <a href="https://www.treches.com/" target="_blank">Treches</a> ihren Showroom  in der Weserstrasse 191 im tiefen Neukölln. Aber auch in den Tagen davor kann man sich ab 14:00 die neuen Kollektionen anschauen.</p>
<p>Am 06.07 wird übrigens im Atrium der Deutschen Bank (Unter den Linden/Charlottenstrasse) der <a href="https://www.textil-mode.de/deutsch/textilmode-Innovationspreis/K187.htm" target="_blank">Textil + Mode Innovationspreis</a> vergeben. Ich bin gespannt, was es davon zu berichten gibt</p>
<p>Und last but not least bleibe ich bei meiner Einladung, während der <a href="https://www.innatex.muveo.de/index.php?id=4" target="_blank">Innatex</a> Lounge am 07.07 im „Hotel“ in der Mariannenstrasse 26a bei guten Gesprächen gepflegt Einen zu heben. Bis dahin.</p>
<p><a href="https://www.beyondberlin.com" target="_blank">Fredericke Winkler</a></p>
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		<title>Kaufrausch in gruen</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 07:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Liste]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Ganz Deutschland ist von konventionellen Textilgiganten besetzt&#8230; Ganz Deutschland? Nein! Eine neue Generation des grünen Mode-Einzelhandels leistet unaufhaltsam Widerstand und hält Einzug in die deutschen Innenstädte.In den letzten fünf Jahren haben über 30 Green Concept Stores eröffnet. In kleinen und großen Städten, in angesagten Stadtteilen und schönen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/gruenelaeden22.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1206" title="deutschlands eco stores" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/gruenelaeden22.jpg" alt="" width="486" height="322" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Ganz Deutschland ist von konventionellen Textilgiganten besetzt&#8230; Ganz Deutschland? Nein! Eine neue Generation des grünen Mode-Einzelhandels leistet unaufhaltsam Widerstand und hält Einzug in die deutschen Innenstädte.<span id="more-1202"></span>In den letzten fünf Jahren haben über 30 Green Concept Stores eröffnet. In kleinen und großen Städten, in angesagten Stadtteilen und schönen Seitenstraßen. Alle Läden sind Inhaber geführt. Das sieht und spürt man: Sie sind individuell gestaltet und liebevoll eingerichtet. Damit heben sie sich deutlich vom Einheitsbrei der deutschen Innenstädte ab. Und so vielseitig wie der Stil ist auch das Angebot. Das Sortiment reicht von cooler Streetwear bis hin zu High Fashion.</p>
<p style="text-align: left;">Doch jedes Kleidungsstück hat eins gemein: Es ist fair produziert und aus ökologischen Materialen. Das Neue daran ist, dass auch ein stilsicheres Design geboten wird und die grüne Mode alle Segmente bespielt. Sie ist grün, aber nicht grau, sondern ziemlich bunt. Wer seinen Kleiderschrank also ein bißchen grüner machen will, verzichtet nicht auf Style.</p>
<p style="text-align: left;">Und damit jeder weiß, wo man die schönen Sachen findet, ist <a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/EcoFashionStores.xls"></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/EcoFashionStores1.xls"></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/EcoFashionStores2.xls"></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/EcoFashionStores3.xls"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/EcoFashionStores4.xls">HIER</a></a> die Liste aller Multibrand Green Concept Stores in Deutschland.</p>
<p style="text-align: left;">Stadt wählen, hingehen, anprobieren und begeistert sein.</p>
<p style="text-align: left;">Sollte jemand sich selbst oder einen Laden, den er kennt auf der Liste vermissen, dann schreibt bitte an Bernd Hausmann: <a href="mailto:sayhello@glore.de">sayhello@glore.de</a></p>
<p style="text-align: left;">Warum ich das an dieser Stelle schreibe? Weil ich vor einem Jahr meinen Job als Redakteurin beim Fernsehen hingeschmissen habe, um etwas sinnvolleres im Leben zu machen als TV-Kommissaren bei der Aufklärung von Mordfällen zu helfen.</p>
<p style="text-align: left;">Zur Zeit gehe ich schwanger mit dem neuen Stuttgarter glore Laden, der Mitte August in der Innenstadt eröffnet.</p>
<p style="text-align: left;">Der Widerstand und Einzug in die Innenstädte geht also weiter.</p>
<p style="text-align: left;">Text: Nicola Haug</p>
<p style="text-align: left;">&nbsp;</p>
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		<title>Hard Core Business? Soft Core Business? Core Business!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist es soweit. Nachdem Kirsten und ich schon seit einer Weile den fließenden Übergang von einer One-Woman-Show mit gelegentlichen Special Guests zu einem verbindlichen Redaktionsteam vorbereiten, soll dies mein erster Artikel für den Blog sein. Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob ich es meistern werde, nach jahrelanger journalistischer Arbeit unter der regelmäßigen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/shakkei.jpg"><img class="size-large wp-image-1192 alignnone" title="shakkei - gabriel baradee" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/06/shakkei-723x1024.jpg" alt="" width="434" height="614" /></a></p>
<p>Nun ist es soweit. Nachdem Kirsten und ich schon seit einer Weile den fließenden Übergang von einer One-Woman-Show mit gelegentlichen Special Guests zu einem verbindlichen Redaktionsteam vorbereiten, soll dies mein erster Artikel für den Blog sein. Ich freue mich sehr und bin gespannt, ob ich es meistern werde, nach jahrelanger journalistischer Arbeit unter der regelmäßigen Geißel von Anzeigenkunden, an dieser Stelle rundheraus konstruktive Kritik zu üben, anstatt durch die Blume oder schlimmstenfalls um den heißen Brei zu reden. Und zwar natürlich vollkommen ohne Copy und Paste. Denn das macht nun einmal Kirsten Brodde´s Blog aus und mir die Entscheidung leicht, diese verantwortungsvolle Aufgabe des – nennen wir es mal Chefredakteurs zu übernehmen.</p>
<p>Schöner ist es jedoch, wenn man über Neuigkeiten schreiben darf, für die es weder Kritik, noch aufputschende Pressemitteilungen bedarf, weil sie einfach überzeugend sind. Das Wiener Newcomerlabel Shakkei ist für mich in dieser Hinsicht der perfekte Einstieg.<span id="more-1191"></span></p>
<p> Nicht nur, weil mir der Designer Gabriel Baradee noch von seinen Studienzeiten an der Berliner Modeschule Esmod positiv bekannt ist, sondern auch, weil er sich an eine simple und dennoch bisher recht wenig umgesetzte Idee herantraut. Er entwirft nachhaltige Businesswear für Männer. So ganz echt mit Sakko und passender Hose, Hemd drunter und ab zur Arbeit. Baradee setzt dabei voll auf funktionale Qualität und verpasst dem Sakko sechs Taschen, der Hose ein extra I-Phone-Pocket, sowie Paspeln und Handsaum. Die Stoffe sind weitgehend GOTS zertifiziert und werden vom Designer persönlich um die Ecke seines Wiener Ateliers in eine nahe gelegene Zwischenmeisterei getragen, in der alle Teile von Shakkei produziert werden. Preislich liegen die Anzüge mit circa 650 Euro im konventionellen Mittelfeld zwischen Brands wie Hugo Boss und Etro, nur eben dazu ökologisch und regional hergestellt. Cool, aber aber mit Haken, denn Baradee kommt nur dadurch auf diesen wettbewerbsfähigen Preis, da er bisher nicht an den Handel, sondern an den Kunden direkt gegangen ist. Produktion „on demand“ und der Verkauf in Pop-Up-Shops sowie auf Onlineplattformen, wie „Not Just A Label“ machen eine solche Kalkulation möglich. Bei seinem Premiumprodukt will er allerdings nicht langfristig auf den Einzelhandel verzichten, was bedeutet, dass er sicherlich Abstriche wird machen müssen.</p>
<p>Und auch wenn das Ergebnis dank Gabriel Baradee´s erkennbaren Anspruch selbst dann noch unschlagbar sein wird, rate ich: schlagt schnell zu und greift noch einige Anzüge der ersten Stunde ab. Dann habt ihr für Vorstellungsgespräche, Hochzeiten oder als Hardcore Businessman langfristig jeden Blick in den Schrank und in das Schaufenster gespart. Wenn das mal nicht nachhaltig ist. Spannend ist auch sein Angebot für das andere Geschlecht, das gute Ansätze hat, meines Erachtens aber noch ein wenig reifen muss. Aber die Jungs haben es ohnehin nötiger mal ein wenig textilen Frischwind auf dem Markt zu finden. Wie man aus diesem ein System für effiziente Energiegewinnung entwickeln kann, ist eine Frage, die uns hier im Team bekanntlich immer stärker umtreibt. Dazu also sicherlich bald mehr.</p>
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		<title>Neue Bündnisse</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 12:57:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Veränderungsbereite Köpfe gibt es allerorten &#8211; auch in Wolfsburg in der Porschestraße. Das Modehaus Hempel &#8211; das bisher auf 2600 Quadratmetern konventionelle Mode &#8211; bietet jetzt auch grüne Label wie Nudie, Inka Koffke, Knowledge Cotton Apparel oder Portocolonia an, erkennbar am Zeichen &#8222;Style+&#8220;. Neue Bündnisse bieten sich derzeit an. Die Sommerkollektion von Inka Koffke mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/04/hempel-show-64_1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1031" title="hempel-show-64_1" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/04/hempel-show-64_1-300x199.jpg" alt="" width="350" height="232" /></a></p>
<p>Veränderungsbereite Köpfe gibt es allerorten &#8211; auch in Wolfsburg in der Porschestraße. Das Modehaus Hempel &#8211; das bisher auf 2600 Quadratmetern konventionelle Mode &#8211; bietet jetzt auch grüne Label wie Nudie, Inka Koffke, Knowledge Cotton Apparel oder Portocolonia an, erkennbar am <a href="https://www.modehaushempel.de/127.html">Zeichen &#8222;Style+&#8220;</a>. Neue Bündnisse bieten sich derzeit an. Die Sommerkollektion von Inka Koffke mit den auffälligen Prints (GOTS-zertifizierte Farben und Färberei, Bild oben) kann sich definitiv sehen lassen.</p>
<p>Mir fällt an dieser Stelle auf, dass ich jetzt mehrfach über neue Läden berichtet habe &#8211; ohne das wirklich starke Marken hinterher kommen und auch bei den Materialien fehlt mir Experimentierfreude. Einer der Gründe, warum ich neulich das <a href="http://greenlab.kunsthochschule-berlin.de/symposium-3/greendesign-2-0/programm">Greenlab &#8222;Learning from Nature&#8220;</a> in Berlin besucht habe, um zu prüfen, was sich an der Schnittstelle von Kunst und Design entwickelt. Das meiste fand ich eher schwammig wie Tofu, wahrlich innovativ war indes <a href="http://antenna.sciencemuseum.org.uk/trashfashion/home/wearwithoutwaste/material-desires/biocouture-jacket/">Suzanne Lee</a>, die ihre BioCouture aus einem Bottich wachsen lässt.<span id="more-1029"></span></p>
<p>Die Modedesignerin geht ebenfalls ein neues Bündnis ein &#8211; mit der Biologie und somit den Naturwissenschaften. In eine Badewanne mit süßem, grünen Tee füllt sie Bakterien, die sich an der Zuckerlösung laben und wachsen. Die Bakterien formieren sich zu einer Art schwimmenden Matte. Wenn die zarte Zellulosefläche groß genug ist, legt Suzanne Lee sie wie ein Kleid um eine hölzerne Anziehpuppe, so dass die Matte nach dem Trocknen die Form des Torsos annimmt. Am Ende sieht es dann aus wie eine Jacke &#8211; leider wachsen die Bakterien nicht gleich als fertiges Kleidungsstück aus dem Bottich. Die lebende Textilfabrik von Suzanne Lee ist zur Zeit im Londoner <a href="http://antenna.sciencemuseum.org.uk/">Science Museum in der Ausstellung &#8222;Trash Fashion&#8220; </a>zu sehen, in der es &#8211; der Titel ist missverständlich &#8211; um weniger Müll geht.</p>
<p><img src="https://www.lifestyle-bunny.de/wp-content/uploads/2010/07/bio-couture-21.jpg" alt="https://www.lifestyle-bunny.de/wp-content/uploads/2010/07/bio-couture-21.jpg" /></p>
<p>Amüsiert hat mich, was passiert, wenn man diese innovative Kluft im Regen trägt. Da die Bakterien dazu neigen, Wasser wie ein Schwamm aufzusaugen, läuft einem das Jackett bei Schauerwetter wieder auseinander. Wie eine Qualle wird es dann an mir herunter gleiten &#8211; wie schade. Ist vielleicht noch nicht der Stein der Weisen, aber BioCouture nährte meine Fantasie. Obendrein bewies Lee wie nützlich es ist, mal &#8222;out of the box&#8220; zu denken und sich durch andere Disziplinen inspirieren zu lassen. Gefällt mir.</p>
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		<title>Von Heiden und Katholiken</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 19:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mann muss etwas loswerden. Er sei nicht gegen Ökologie. „A la long glaube ich daran, dass alles, was mit öko zu tun hat, sich durchsetzt“, sagt Karl-Heinz Müller gleich am Anfang des Gespräches. Das gelte auch für Mode. Kein &#8222;umsichtiges&#8220; Modeunternehmen könne sich dem verschließen. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Chef der Bread&#38;Butter [&#8230;]]]></description>
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<p class="MsoNormal"><img src="https://www.sol.de/storage/pic/home/titelseite/aufmacherfotos/1498862_1_mueller_bread_butter_dpa_270.jpg" alt="https://www.sol.de/storage/pic/home/titelseite/aufmacherfotos/1498862_1_mueller_bread_butter_dpa_270.jpg" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Der Mann muss etwas loswerden. Er sei nicht gegen Ökologie. „A la long glaube ich daran, dass alles, was mit öko zu tun hat, sich durchsetzt“, sagt Karl-Heinz Müller gleich am Anfang des Gespräches. Das gelte auch für Mode. Kein &#8222;umsichtiges&#8220; Modeunternehmen könne sich dem verschließen. Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Chef der Bread&amp;Butter in der „Textilwirtschaft“ noch gesagt, die Ökobewegung hätte keine „wirkliche Substanz“. Qualität, Wertigkeit und Niveau zählten viel mehr. Als schließe sich das aus. Im <a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=962">Blog wurde darüber heftig diskutiert</a><a href="http://http//www.kirstenbrodde.de/?p=962"> </a>und Karl-Heinz Müller meldete sich persönlich bei mir und bot ein Gespräch an. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Im März 2011 treffen wir uns endlich, in einem Showroom mitten in Hamburg, umgeben von Klamotten, was sonst. Karl-Heinz Müller redet gern Klartext, aber einen stählernen Blick oder eine kantige Brille braucht er dazu nicht. Er trägt Jeans und ein blau-weißes Karohemd, was locker über der Hose hängt. Dass er einer der Leitwölfe in der Modebranche ist, das reflektiert seine Kleidung nicht sofort. Aber ich trage ja auch keine Kartoffelsäcke, was mich sofort als „Öko-Nerd“ erkennbar macht, wie Karl-Heinz Müller die Anhänger der Ökomode durchaus liebevoll nennt. Die Ökomode-Messe „Key.to“ hat er mal als „Kindergarten“ bezeichnet &#8211; aber den hat man ja gerne in der Nachbarschaft, nicht wahr?</span><span id="more-1009"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Es steht Wasser auf dem Tisch, die Stimmung ist aufgeräumt. Zumal uns offenbar beiden daran liegt, erst mal auszuloten, was uns verbindet. Davon gibt mehr in den nächsten anderthalb Stunden mehr als zu vermuten war. Denn die Bread&amp;Butter in Berlin ist der Inbegriff einer überhitzten Branche, die laut, bunt und immer auf der Suche nach dem nächsten Kick ist. Nicht gerade meine spirituelle Heimat. Aber die Messe, mit der er sein Geld verdient. Und die der Branche suggeriert, es gäbe richtig was zu feiern.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Aber Müller passt sich nicht ein, schlägt gleich einen kämpferischen Ton an. Er schimpft auf Massenware, die in Discountern für zwei, drei Euro gekauft werde. „Für das gleiche Geld lasse ich meine Hemden in einer ordentlichen Wäscherei waschen“, spitzt er zu. Und schlägt die Brücke zu Lebensmitteln: Billige Käfigeier kaufe ja auch keiner mehr, sondern die teureren Eier aus Freilandhaltung. Da hätte sich bereits deutlich etwas getan &#8211; im Bewusstsein der Kunden und der Produzenten. Aber so einfach sei es halt in der Textilindustrie nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal">Mehr <span style="font-family: Verdana;">Ethik &#8211; das sei aber auch das Gebot der Stunde in der Textilindustrie. Mehr noch als für Ökologie, interessiert sich Müller dafür, wie man zu „mehr Menschlichkeit“ in der Branche kommt, so dass jeder für seine Arbeit fair bezahlt wird. Er meint durchaus alle, die am Kleidermachen beteiligt sind: den Bauern, die Färber, die Näherin oder den Händler. Dazu brauche es eine hochpreisiges Produkt, was dann im Übrigen auch geschätzt würde und nicht mehr so schnell eingemottet. „In meiner Kindheit“, sagt Müller, „war eine neue Hose etwas Besonderes“.<span> </span>Nachhaltigkeit bedeute für ihn, „weniger Stücke zu konsumieren, dafür aber lange Freude zu haben an einem schönen Stück.“ Verbrauch ist eines der ganz großen Tabuthemen in der Mode &#8211; Müller spricht es an.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Ist das nicht widersprüchlich zu dem, was sich tatsächlich auf der Messe zeigt? Und ist die Bread&amp;Butter nicht allein mit der schieren Menge, die dort ausgestellt wird, Motor einer Entwicklung, in deren Verlauf Kleidung mehr und mehr zum Wegwerfartikel verkommt?<span> </span>Ganz schlüssig sei das nicht,<span> </span>räumt Müller ein, aber in der L.O.C.K.-Area der Messe und und in seinem Laden 14oz. in Berlin zeige er die Label, die seine Ansprüche an Qualität und Langlebigkeit erfüllten. Keine beliebigen Treter, sondern hochwertig gemachte Schuhe, keine gewöhnlichen Alltagsgewänder, sondern auf Handstrickmaschinen hergestellte Pullover oder eben Jeans, deren Denim noch mit den ursprünglichen Fertigungsmethoden auf schmalen Webstühlen hergestellt würde. Man merkt, dass hier sein Herz schlägt, den Umsatz macht er mit dem Rest. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Aber dahinter steckt ein Gedanke, der mir gut gefällt. Man braucht Crème-de-la-Crème, um den ganzen Krempel hinterher zu ziehen. Eleganter formuliert: Man braucht vorbildliche Marktsegmente, die die Branche vorantreiben. Ein Mann wie Müller könnte allerdings seine Spielräume weiter ausreizen und das, was er mir sagt, auch lauter gegenüber seiner Herde vertreten. Müllers Replik zum Thema: &#8222;Gehen Sie mal voran!&#8220;: Er finanziere jetzt ein eigenes „ehrliches“ Modemagazin unter dem Arbeitstitel „Berlin“, was im Sommer erstmals erscheine. Das treffe, wenn alles gut laufe, den Nerv und den Ton der Zeit besser als der Rest der Magazine.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">In einem solchen Blatt ließen sich die guten Vorbilder, über die wir reden, durchaus hervorheben. Image sei alles in der Branche. Man müsse – so Müllers Kalkül &#8211; den Ehrgeiz der Labels anstacheln. Wenn jemand etwas ernsthaft Gutes (und Lukratives) habe, dann wollten die anderen es ihm gleich tun. Getreu dem Motto: „Was der kann, kann ich auch“. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Aber welche Marken könnten das aus dem Universum der Öko-Mode sein? Wer hat die Signalwirkung, die jemand mit Müllers Perspektive gelten ließe? Müller fällt nicht viel ein, was er für symptomatisch hält. „Viele der ausgewiesenen Ökomodemarken haben modisch noch große Defizite“, sagt er. Anders könne er sich die mikadodünnen Umsätze der grünen Mode nicht erklären. Ökologisch bewusste Verbraucher gäbe es genug.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Müller nennt nach einigem Nachdenken &#8211; und verständlicherweise &#8211; Marken, die auf der Bread&amp;Butter ausstellen. „Nudie“ – die schwedische Jeansmarke &#8211; sei herausragend und eben auch eine Marke, der die Kunden Öko und Fairness glaubten. Nur die Oberteile hinkten optisch etwas hinterher, aber das sei bei „Jeansern“ generell so. Auch „Knowledge Cotton Apparel“ mache sich gut, was Aki Tuncer und die Familie hinter dem dänischen Label mit der Eule sicher freuen wird. Letztendlich sucht Müller<span> </span>&#8211; so verstehe ich es – nach einer richtigen Erdverschiebung – nach Sachen, an denen man nicht vorbei kommt. Davon würden dann seiner Meinung nach auch die vielen kleinen Kreativen in dieser Szene profitieren, die im Sog mit hochgespült würden. Nun, einen Hangar in Tempelhof kann man mit den Marken, die Müller spontan einfallen, noch nicht füllen. Aber das sieht die Ökomode-Branche eigentlich genauso. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Karl-Heinz Müller betont, dass vor allem die großen Marken gefragt sein, ihr Scherflein beizutragen. „Große Sünder, große Verantwortung“ – nenne ich das immer. Müller sagt es nur positiver, weil er Riesen wie Adidas, G-Star&amp;Co. viel zutraut, vor allem die Power mal durchzuhalten, wenn es weniger gut läuft. Und er schreibt ihnen zu, dass sie sicherer sein, eine &#8222;modische Aussage&#8220; der Kleidung hinzu bekommen. </span></p>
<p class="MsoNormal">Mogeln die Großen sich nicht gerne durch? Verbarrikadieren sich hinter ein paar Stücken aus Biobaumwolle? <span style="font-family: Verdana;">Womöglich &#8211; sagt Müller &#8211; werde sicher nicht alles „einwandfrei“ hergestellt, wohl aber „vernünftiger“.<span> </span>Diejenigen, die immer gleich kommen, es müsse alles 150prozentig sein, sind im suspekt. Er habe es satt, immer gleich als &#8222;Loser&#8220; da zu stehen, wenn das Rundum-Sorglos-Paket in Sachen Öko und Fairness noch nicht da sei.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Müller rät den Großen der Branche, mal ein paar mehr dieser „Öko-Nerds“ einzustellen, damit die ihnen erklären, wie es geht. Womöglich wären diese Nerds – ich nenne sie Modemacher neuerer Prägung &#8211; auch schon einmal durch die Welt gereist und leibhaftig in einer echten Produktionsstätte. Müller blickt mich eher fassungslos an. Für einen Blick hinter die Kulissen, interessiere sich eigentlich keiner wirklich in der Modebranche. Nur einmal hätte er in seiner Karriere erlebt, dass ein Käufer nicht nur seine Geschichte von „Authenzität“ und „Vintage“ hören wollte, sondern auch die Maschinen sehen, auf denen gefertigt wurde und den Laden, wo das Ganze stattfindet. „There is still work to do“, steht auf einem der Plakate, die in meinem Büro hängen. Das gilt für die Modebranche offenbar auch. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Aber darf denn eigentlich jeder selbst bestimmen, was er unter Nachhaltigkeit versteht? Nein, sagt Müller. Es brauche Zertifizierungen und Kontrolle. Er hätte sogar einmal einen „Weißen Bären“ überlegt, der die bessere Mode auf der Messe auszeichne. Aber er habe davor zurückgeschreckt, „sich zum Richter aufzuschwingen“. Dahinter verberge sich eine Mammutleistung.<span> </span>Aber für die Kunden seien Zeichen wichtig. Der Endverbraucher müsse Ökologie und Fairness am Produkt „ablesen“ können. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Er grinst mich an und erklärt, Wächter wie ich sollten sowieso mal mehr mit „Heiden“ wie ihm reden und nicht immer nur mit den „Katholiken“, die eh schon bekehrt seien. Wenn wir gute Argumente hätten, dann würden die auch gehört, sagt er optimistisch. Nicht dass ich nicht wüsste, wie es sich anfühlt, als &#8222;Bordsteinschwalbe&#8220; in der Textilindustrie unterwegs sein und ungefähr so beliebt wie die Steuerfahndung. Aber bitte. Heiden zu mir. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Zum Schluss trägt er mir den schweren Seesack mit den Sportsachen herunter, die ich dabei habe. Ganz Gentleman. „Kommen Sie wieder, wenn sie was haben“, sagt Müller. Kurz und gut: Ich Evangelin fand diesen Heiden sympathisch und interessiert an der Frage, was in Zukunft eigentlich eine Selbstverständlichkeit in sein sollte in der Modebranche. Vielleicht bin ich nicht naiv, aber er wirkte nicht so, als binde er sich nur die Schürze um und mache auf Hausmann, wenn Gäste kommen. Sprich: macht auf Öko, wenn ich antanze.<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Mit unseren Widersprüchen leben wir beide. Er ist kein Gangster, ich bin kein Gänseblümchen. Sehen wir mal, wie wir gemeinsam auf den grünen Zweig kommen. </span></p>
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		<title>Fundstücke</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 16:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Upcycling höre ich jetzt immer öfters. Hört sich nach definitiv nach mehr an als Re-cycling oder gar Down-Cycling. In jedem Fall braucht man eine Nähmaschine &#8211; sollte sie 8,99 Euro kosten &#8211; lasst die Finger davon! Taugt nichts. Jessica Düber hat mit ihrer Upcycling-Manufaktur schon mal vorgelegt und verkauft über Dawanda! Wer auch was Selbermachen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="https://www.peta.de/img/mdb/gluecksstoff-200.jpg" alt="https://www.peta.de/img/mdb/gluecksstoff-200.jpg" />Upcycling höre ich jetzt immer öfters. Hört sich nach definitiv nach mehr an als Re-cycling oder gar Down-Cycling. In jedem Fall braucht man eine Nähmaschine &#8211; sollte sie 8,99 Euro kosten &#8211; lasst die Finger davon! Taugt nichts. Jessica Düber hat mit ihrer <a href="https://www.upyclingmanufaktur.de">Upcycling-Manufaktur </a>schon mal vorgelegt und verkauft über <a href="http://de.dawanda.com/shop/upcyclingmanufaktur">Dawanda!</a></p>
<p>Wer auch was Selbermachen will, findet <a href="http://faire-stoffe.hfk-bremen.de">hier eine Sammlung von Stoffanbietern</a>. Bremer Modestudenten haben sich auf die Suche gemacht. Gefällt mir.</p>
<p>Und wer doch lieber was Handgehäkeltes kaufen möchte und was Gutes tun, kann sich ja mal die <a href="http://korrekte-klamotten.de/caps-of-good-hope/caps-of-good-hope/">&#8222;Caps of good hope&#8220; </a>angucken &#8211; ich stehe ja momentan nur auf Guttenberg-Witze, aber dieser Kalauer der Macher von <a href="https://www.taughtbynature.de">&#8222;taught by nature&#8220;</a> (offizieller Online-Shop von Glücksstoff) ist nicht schlecht!</p>
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