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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; Gelesen</title>
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		<title>Buchtipp: Frauen und Kleider</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2015 09:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Sara Westerhaus]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[fairtrade]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kleider]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich: Winter ist Lesezeit. Das wunderschön gestaltete Buch Frauen und Kleider &#8211; Was wir tragen, was wir sind ist eine Liebeserklärung an die Mode. Fernab von der Glorifizierung der Fast Fashion zeigen die Autorinnen Leanne Shapton, Sheila Heti und Heidi Julavits, warum Frauen anziehen, was sie anziehen.  Leanne Shapton sagt über die Motivation, dieses Anti-Fashion-Buch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/frauen-und-kleider.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7126" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/frauen-und-kleider-227x300.jpg" alt="frauen und kleider" width="227" height="300" /></a></p>
<p>Endlich: Winter ist Lesezeit. Das wunderschön gestaltete Buch <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/frauen_und_kleider/9783100022424" target="_blank">Frauen und Kleider &#8211; Was wir tragen, was wir sind </a>ist eine Liebeserklärung an die Mode. Fernab von der Glorifizierung der <a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=6789">Fast Fashion</a> zeigen die Autorinnen Leanne Shapton, Sheila Heti und Heidi Julavits, warum Frauen anziehen, was sie anziehen.  Leanne Shapton sagt über die <a href="https://www.sueddeutsche.de/stil/buch-ueber-frauenmode-nicht-fuer-maedels-1.2692557" target="_blank">Motivation</a>, dieses Anti-Fashion-Buch zu schreiben:</p>
<blockquote><p>In Magazinen geht es meist darum, dass vermeintliche Makel korrigiert oder kaschiert werden müssen. Wir sollen unsere Hintern hassen oder unsere Oberarme. Das ist bescheuert. Unsere Vision von Mode ist stolz, lustig, selbstkritisch und politisch.</p></blockquote>
<p>Dazu haben sie einen Fragebogen entwickelt und ihn über 500 Frauen aus aller Welt vorgelegt. Dabei geht es um Fragen wie &#8222;Wenn du alle Kleidungsstücke bis auf eines weggeben müsstest, welches würdest du behalten?&#8220;, &#8222;Gibt es Teile, die du mehrfach besitzt?&#8220; oder &#8222;Wie und wann kaufst du dir neue Kleider?&#8220; &#8211; spannende Fragen, die zur Reflexion über das eigene Konsumverhalten anregen. Bewegende Interviews mit Textilarbeiterinnen in Kambodscha machen deutlich, welchen Einfluss unsere Art, mit Kleidung umzugehen, auf das Leben der Frauen in den Produktionsländern hat. Das alles kommt jedoch ohne erhobenen Zeigefinger daher &#8211; was es aber noch eindringlicher macht. So werden die Frauen gefragt, was sie selbst tragen.</p>
<blockquote><p>Ich weiß nicht, was auf meinem Shirt steht, weil ich nicht lesen kann.</p>
<p>Wir müssen uns der Hitze in der Fabrik anpassen. Diesen Pullover kann ich nur tragen, weil ich heute frei habe.</p></blockquote>
<p>Die Autorin Sheila Heti spricht mit der Menschenrechtsjournalistin <a href="http://mac-mcclelland.com/about/" target="_blank">Mac McClelland</a>, die unter anderem über die Arbeitsbedingungen bei Abercrombie recherchierte. Sie erzählt:</p>
<blockquote><p>Sie machen &#8222;Echtzeit-Updating&#8220;, die Software sagt ihnen: Wir haben so und soviele Bestellungen zu erledigen, und bestellen die Arbeiter Tag für Tag ein.</p></blockquote>
<p>Die Kapitel, die sich mit fairen Produktionsbedinungen befassen, machen zwar nur einen kleinen Teil des Buches aus und blenden auch die ökologischen Aspekte aus. Dennoch ist &#8222;Frauen und Kleider&#8220; lesenswert, weil es zeigt, wie Frauen mit Mode ihr Selbstbewusstsein ausdrücken und wie sie lernten, sich in ihrem Körper wohlzufühlen (wohl einer der Gründe, warum es zu den <a href="https://editionf.com/Buchempfehlungen-zu-Weihnachten" target="_blank">Buchempfehlungen von Edition F</a> gehört). &#8222;Frauen und Kleider&#8220; ist eine soziologische Studie, über die die Süddeutsche Zeitung schreibt:</p>
<blockquote><p>Das Klügste und Überraschendste, was es derzeit über Mode zu lesen gibt.</p></blockquote>
<p>Daraus folgt: Lieblingskuschelklamotten angezogen, ab aufs Sofa und loslesen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Systemneustart mit Gabriel Hounds</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 17:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lars Wittenbrink]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Sie riss die beiden Kärtchen ab und öffnete die Tüte, wobei die Heftklammern das Papier zerfetzten. Ein äußerst schweres Denimhemd. (&#8230;) Nein, eine Jacke. Der Denim dunkler als ihre Jeans, fast schon schwarz. Und er roch stark nach jenem Indigo, dem erdigen Duft des Ladens, wo sie die Jeans entdeckt hatte. Die Metallknöpfe &#8211; vernietet [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1990" title="hiut-denim-co-factory-wales-01_450px" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/03/hiut-denim-co-factory-wales-01_450px.jpg" alt="" width="450" height="295" /></p>
<p>&#8222;Sie riss die beiden Kärtchen ab und öffnete die Tüte, wobei die Heftklammern das Papier zerfetzten. Ein äußerst schweres Denimhemd. (&#8230;) Nein, eine Jacke. Der Denim dunkler als ihre Jeans, fast schon schwarz. Und er roch stark nach jenem Indigo, dem erdigen Duft des Ladens, wo sie die Jeans entdeckt hatte. Die Metallknöpfe &#8211; vernietet &#8211; waren nachtschwarz und wirkten wie gepudert. Außen war nirgendwo ein Markenzeichen zu sehen. Das Etikett befand sich innen, direkt unterhalb des Kragens, und bestand aus ungefärbtem Leder, so dick wie ein Gürtel.<span id="more-1967"></span> Darin war nicht etwa ein Name eingebrand, sondern der irgendwie verstörende Umriss eines kindsköpfigen Hundes. Das Brenneisen war anscheinend aus einem einzigen feinen Draht gedreht, dann erhitzt und ungleichmäßig in das Leder gedrückt worden, das an manchen Stellen angesengt war. Direkt unterhalb des Lederflickens war ein kleines, gefaltetes Schildchen eingenäht, eine weiße, gewebte Bordüre, und maschinell mit drei scharf umrissenen schwarzen Punkten bestickt, die zu einem Dreieck angeordnet waren&#8220; (<a href="https://www.klett-cotta.de/buch/Gegenwartsliteratur/Systemneustart/14048">W. Gibson 2011</a>)</p>
<p>Der kindsköpfige Hund ist das Logo von Gabriel Hounds, dem vielleicht zeitgemässesten Brand der 2010er Jahre. Es vereint die Robustheit von Arbeiterkleidung und schweren Denimstoffen mit zeitlos-moderner Reduziertheit auf das Wesentliche. Es passt zum Handmade- und Heritage-Trend. Es ist cool. Es ist underground. Jeder will etwas davon, doch es ist in keinem Laden zu finden. Es ist ein Geheimbrand.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1999" title="systemneustart_w-gibson" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/03/systemneustart_w-gibson1.jpg" alt="" width="200" height="301" />Gabriel Hounds ist nicht real. Es entstammt &#8222;Systemneustart&#8220;, dem jüngsten Roman von William Gibson, der wie kaum ein anderer subkulturelle Trends und Codes der Gegenwart als bereits eingetretene Zukunft zu beschreiben vermag. Der zitierte Abschnitt ist die erste Textstelle an der ein Hounds-Produkt auftaucht. Und was hat das Ganze mit grüner Mode zu tun?</p>
<p>Vor ein paar Wochen erhielt ich eine Email mit der Frage, ob ich glaube, dass die neue Sehnsucht nach individuellen, handgemachten Produkten die Vermarktungschancen öko-fairer Kleidung erhöhe. Und ja, dass denke ich auf jeden Fall. Heritage, als ein Modetrend der zeitlos-klassischen Designs und der hochwertigen Materialien/Verarbeitung kann zudem durchaus als Chance für eine Mainstreamisierung der Slow-Fashion-Idee angesehen werden. Auch wenn natürlich nicht überall Langlebigkeit gegeben ist, wo jetzt plötzlich Heritage draufsteht.</p>
<p>Und die grüne Mode hat bereits kleine wie große Marken zu bieten, die herausragend in diese Produktwelt passen und auch entsprechend kommunizieren. <a href="https://www.knowledgecottonapparel.com/">KnowledgeCotton</a> und <a href="https://www.nudiejeans.com/">Nudie Jeans</a> seien hier genannt, genauso wie <a href="https://www.slowmo.eu/">slowmo</a> und <a href="https://www.eknfootwear.com/">ekn</a>. Diese Brands sind zwar nicht geheim, aber vermitteln eine besondere Beständigkeit und zumindest letztere sind auch nur an wenigen Orten verfügbar.</p>
<p>Allen Lesern mit Interesse an Design, Mode und Marketing sei empfohlen, dem Geheimnis von Gabriel Hounds auf die Spur zu gehen und zu schauen, was die Reise an Inspiration zur Förderung eines Systemneustarts in der Mode bereithält. Auch die anderen Teile der Triologie, dessen Abschluss der Roman bildet, haben für Designfreaks einiges zu bieten. Die Verbindung von Hounds zu Nachhaltigkeit hat übrigens schon vor mir Ulrich Gutmair in der <a href="https://www.taz.de/!72000/">taz</a> gezogen, wie ich bei Recherchen entdeckte.</p>
<p>Versteckt  &#8211; und damit fast geheim &#8211; am Ende noch ein <a href="http://hiutdenim.co.uk/">Link</a> zu einem spannenden neuen Brand, das auch so einiges mit Hounds gemein hat. Unter anderem gibt es dort ebenfalls eine <a href="http://hiutdenim.co.uk/blogs/story/5649492-the-history-tag">mysteriöse Nummer</a> auf dem eingenähten Schild. Das Foto oben zeigt eine der &#8222;Grand Masters of Denim&#8220;, wie die Näherinnen dort genannt werden. Mehr davon bald.</p>
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		<title>Zu simpel gestrickt</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 20:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht zuerst: Die grüne Mode ist offenbar so gut, dass man sie endlich richtig kritisieren kann. So gesehen ist es ein dickes Lob, dass Stiftung Warentest die Öko-Labels Nudie und Kuyichi in den brandaktuellen Jeans-Test einbezieht. Und sicher ist auch, Fortschritt braucht Kritik. Aber bei genauerem Hinsehen hat Stiftung Warentest sich nicht mit Ruhm [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Nachricht zuerst: Die grüne Mode ist offenbar so gut, dass man sie endlich richtig kritisieren kann. So gesehen ist es ein dickes Lob, dass Stiftung Warentest die Öko-Labels Nudie und Kuyichi in den <a href="https://www.stiftung-warentest.de">brandaktuellen Jeans-Test</a> einbezieht. Und sicher ist auch, Fortschritt braucht Kritik.</p>
<p>Aber bei genauerem Hinsehen hat Stiftung Warentest sich nicht mit Ruhm bekleckert. Zumindest hat die renommierte Testinstanz die rechte Mischung zwischen Begeisterung für den Verbraucherschutz (&#8222;nur harte Fakten untersucht&#8220;) und Sachverstand in diesem Fall missen lassen. Das ist bedeutsam, denn Stiftung Warentest ist ein echtes Schlachtross und die Durchschlagskraft ihrer Urteile ist nicht zu unterschätzen. Angeblich orientieren Dreiviertel der Bevölkerung ihre Kaufentscheidungen an diesen Warentests. Es ist also schlimm, wenn sie inhaltlich schwach sind und das Bio-Bashing auf tönernen Füßen steht.<span id="more-1498"></span></p>
<p>Fassen wir kurz die Fakten zusammen. Selbstredend konzentriere ich mich als &#8222;Grüne Mode&#8220;-Bloggerin auf die mauen Bilanzen des schwedischen Jeanslabels Nudie und den niederländischen Ökopionier Kuyichi. Beide sind im grünen Modesegment extrem starke Marken und im Verkauf sicher die Riesen unter den Zwergen.</p>
<p>Beide schneiden bei Stiftung Warentest doppelt schlecht ab &#8211; sowohl was die Qualität der Hosen angeht als auch was die Ethik angeht. In puncto Haltbarkeit und Passform erhalten beide die Note &#8222;befriedigend&#8220; (schlechter ging nicht), beim Ethik-TÜV (neudeutsch: CSR) hat Kuyichi faktisch mangelhaft, weil jede Auskunft verweigert wurde und Nudie werden &#8222;Ansätze&#8220; bescheinigt, aber es fehlten Kontrollen. Ein gutes Zeugnis sieht anders aus.</p>
<p>Dass Kuyichi am Transparenz-Gebot gescheitert ist, war bereits bekannt, da die österreichischen Warentester schneller waren als die deutschen Kollegen von Stiftung Warentest und die Ergebnisse bereits in der Zeitschrift &#8222;Konsument&#8220; publiziert hatten.  Darüber habe ich ausführlich in einem früheren Blogbeitrag berichtet (&#8222;<a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=1330">Der Jeans-Check&#8220;</a>).  Die Händler, die im Korrekte-Klamotten-Netzwerk zusammen geschlossen sind, haben <a href="http://korrekte-klamotten.de/korrekte-klamotten/kritik-an-kuyichi-und-nudie-im-jeans-test-europaischer-verbraucherorganisationen/">Kuyichi sehr hartnäckig erst Informationen und auch Verbesserungen abgerungen. </a>Darüber &#8211; und wie genau der Fahrplan ist &#8211; wird Kuyichi in Berlin auf dem <a href="https://www.beyondberlin.com/summit">Fashion Summit </a>ausführlich und öffentlich Stellung nehmen (&#8222;Kuyichi stellt sich&#8220;). Hier hat die grüne Modeszene eindrucksvoll bewiesen, dass sie sehr genau beobachtet, ob die vertriebenen Marken auch wirklich ökologisch und ethisch einwandfrei arbeiten. Kuyichi hat diese Infos auch an Stiftung Warentest nachgereicht &#8211; nun gut, es war zu spät. Aber wer jetzt nach dem Negativ-Votum der Berliner Prüfer an dieser Marke zweifelt, kann den Zukunftskurs des Unternehmens bei den Korrekten Klamotten verfolgen. Ich habe keine Zweifel, dass alle grünen Conceptstores die Marke sofort aus den Regalen verbannen würden, wenn Kuyichi die Zusagen nicht einhält und entsprechende Zertifikate schuldig bleibt. Ich denke, Stiftung Warentest könnte das in der nächsten Ausgabe nachtragen &#8211; und sich meinetwegen auch gerne auf die Fahne schreiben.</p>
<p>Schwerer wiegt aber, dass Stiftung Warentest bei Nudie deutlich übers Ziel hinausgeschossen ist. Würden sie sich bei Öko- und Ethiksiegeln auskennen, wüsste die Redaktion, dass es zwar <a href="https://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/chemie/20110825_FS_Textillabel_FINAL.pdf">nur wenig gute Siegel </a>gibt, aber Nudie sie alle trägt. Dennoch schreibt die Redaktion: Nudie &#8222;ruhe sich auf Zertikaten wie GOTS aus&#8220;. Na, worauf denn sonst? Das ist <a href="https://www.global-standard.org/">das beste Zeichen</a>, was wir haben, es packt diese Firma in trockene Tücher und ist absolut ernst zu nehmen. Leider ist das nicht alles. Nudie ist obendrein auch noch Mitglied der <a href="http://fairwear.org/">&#8222;Fair Wear Foundation&#8220; </a>&#8211; das sind sicher die strengsten Kontrolleure von Arbeits- und Menschenrechten in der Modeindustrie. Beim letzten Ethik-Test (&#8222;T-Shirts&#8220;) hat Stiftung Warentest dies noch angemahnt und Hess Natur auch ausdrücklich dafür gelobt. In diesem Fall bei Nudie mäkelig nur von &#8222;Ansätzen&#8220; zu sprechen, ist merkwürdig inkonsequent.</p>
<p>Last but not least sei etwas gesagt, was Stiftung Warentest nicht bewegt, mich aber wohl: Die Hosen von Nudie und Kuyichi sind anders als die aller anderen getesteten Hersteller aus Biobaumwolle, sprich die Bauern verzichten gänzlich auf Pestizide und vergiften weder sich noch die Umwelt. Es spricht per se für ein hohes ökologisches und ethisches Engagement dieser Firmen, auf diesen vorbildlichen Rohstoff zu setzen. Dafür sollten sie ein &#8222;Sehr gut&#8220; erhalten. Kunden, die durch das Bio-Bashing der Stiftung Warentest jetzt verunsichert sind, sollten wissen, dass sie mit Jeans aus Biobaumwolle eine gute Wahl treffen. Von dieser Qualität ist die spanische Modekette Zara, die als Testsieger gefeiert wurde, weit entfernt.</p>
<p><em>Autorin: Kirsten Brodde</em></p>
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		<title>Ein ganz normaler Laden</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 08:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[aber doch ganz anders, weil nichts gekauft, sondern getauscht wird: Für zwei Monate blüht der Klamottentausch in der Kreuzberger Eisenbahnhalle (Markthalle 9, Eisenbahnstraße 42).  Mit regelmäßigen Öffnungszeiten von Mittwoch bis Samstag (14 bis 19.30 Uhr) bietet der Laden die Gelegenheit, immer mal wiederzukommen und zu stöbern &#8211; und sich nebenbei auszutauschen. BIETE Klamotten, SUCHE Gespräche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ktl.blogger.de/static/antville/ktl/images/anleitung.jpg" alt="http://ktl.blogger.de/static/antville/ktl/images/anleitung.jpg" /></p>
<p>aber doch ganz anders, weil nichts gekauft, sondern getauscht wird: Für zwei Monate blüht der Klamottentausch in der Kreuzberger Eisenbahnhalle (Markthalle 9, Eisenbahnstraße 42).  Mit regelmäßigen Öffnungszeiten von Mittwoch bis Samstag (14 bis 19.30 Uhr) bietet der Laden die Gelegenheit, immer mal wiederzukommen und zu stöbern &#8211; und sich nebenbei auszutauschen. <strong>BIETE Klamotten, SUCHE Gespräche </strong>und Wir-Gefühl &#8211; diesen Seiteneffekt hat Tauschen neben dem klaren Statement gegen Massenkonsum nämlich auch. Hochgestochen formuliert ist es eine Wir-Wirtschaft, die dabei wächst.<span id="more-1023"></span> Ingrid Gokeler, die dabei ist, ist kein unbeschriebenes Blatt in der Tauschszene. In Berlin hat sie schon öfters Tauschparties veranstaltet, aber die feste Adresse ist ein Novum. Der Laden &#8211; ein ehemaliger Fischhandel &#8211; ist ein unkommerzielles Projekt der Gruppe &#8222;Percy&amp;Komplizen&#8220;. Wie es geht, erfahrt ihr auf dem <a href="https://www.klamottentausch.net">einschlägigen Blog </a>plus noch mehr Orte, wo demnächst getauscht wird.  Ihr wollt wissen, wonach ihr suchen müsst? <em>Muster, ein transparentes Top, das kleine Weiße, der Kaftan, etwas mit Spitze und flache Schuhe </em>&#8211; das gehört laut Süddeutscher Zeitung zur neuen Frühjahrsgarderobe. Sicher lässt sich auch was kombinieren &#8211; Koalitionen sind ja jetzt in. In der Politik und in der Mode.  <strong>P.S. Und hier die <a href="https://www.swapinthecity.de">kommerzielle Variante für 15 Euro Eintritt,</a> die keiner braucht, gesponsort von L´Oréal&amp;Co.</strong></p>
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		<title>Ihr in Österreich</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 13:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schafft man es auf den grünen Zweig? Gemeinsam. Ingrid Rauchenwald vom Online-Store United Elements in Österreich zeigt, wie es geht. Sie hat mit der Green Expo in Wien günstige Konditionen für einen gemeinsamen Auftritt von Eco Fair Fashion-Labels ausgehandelt, inklusive einer Geschichte im Magazin Green 1. Wer im Juni im futuristischen Ambiente dabei sein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://portal.wko.at/workflow/Bilder/images/38/21149/greenEXPO11.jpg" alt="http://portal.wko.at/workflow/Bilder/images/38/21149/greenEXPO11.jpg" /></p>
<p>Wie schafft man es auf den grünen Zweig? Gemeinsam. Ingrid Rauchenwald vom Online-Store <a href="https://www.unitedelements.com">United Elements </a>in Österreich zeigt, wie es geht. Sie hat mit der <a href="https://www.greenexpo.at">Green Expo in Wien</a> günstige Konditionen für einen gemeinsamen Auftritt von Eco Fair Fashion-Labels ausgehandelt, inklusive einer Geschichte im Magazin Green 1. Wer im Juni im futuristischen Ambiente dabei sein möchte, maile ihr bitte zügig: <strong>ingrid.rauchenwald@unitedelements.com. </strong></p>
<p>Wer nicht bis zum Sommer auf einen Trip nach Österreich warten will, kann sich vom 27. bis 29. Mai ja den <a href="https://www.modepalast.com">Modepalast</a> ansehen mit Schwerpunkt GREEN. Ich saß in der Jury und habe ganz subjektiv und völlig objektiv nur Punkte für grüne Labels verteilt.</p>
<p>Bei herrlichem Wetter in Hamburg genügte heute für die Alster eine Jeansjacke und <a href="https://www.otto.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Otto-OttoDe-Site/de_DE/-/EUR/OV_DisplayProductInformation-Start?BundlePage=20&amp;isHappy55=false&amp;CategoryName=sh10061951&amp;dynPageSize=20&amp;ListSize=20&amp;isMorePage=true&amp;ls=0&amp;ProductID=TiN_AAABUOcAAAEuHW5NPKdh&amp;PageableID=&amp;PageableName=&amp;ProductPage=1&amp;gsselect=">ein Schal von Misericordia!</a></p>
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		<title>Ärgerlich</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 09:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Blogger haben ein Recht auf Blech. Auch die Taz macht mal Fehler. Aber dieser strunzdumme Text über das Ende der Bio-Mode verdient eine Korrektur. Wie schrieb mein Hamburger Kollege Fred Grimm? &#8222;Da sind ja mehr Fehler drin als im letzten Diktat meiner Tochter.&#8220; Natürlich ist das ein bisschen gelogen, weil seine Tochter schreibt wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/02/innatex_28_modenschau_2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-973" title="innatex_28_modenschau_2" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2011/02/innatex_28_modenschau_2.jpg" alt="" width="292" height="438" /></a></p>
<p>Auch Blogger haben ein Recht auf Blech. Auch die Taz macht mal Fehler. Aber dieser <a href="http://blogs.taz.de/neuewelt/2011/02/01/bye_bye_biomode/">strunzdumme Text</a> über das Ende der Bio-Mode verdient eine Korrektur. Wie schrieb mein Hamburger Kollege Fred Grimm? &#8222;Da sind ja mehr Fehler drin als im letzten Diktat meiner Tochter.&#8220; Natürlich ist das ein bisschen gelogen, weil seine Tochter schreibt wie eine Eins, aber doch ein schönes Bild &#8211; und hier zitiert.</p>
<p>Guckt da eigentlich keiner mehr drauf? In Kürze: Der Autor behauptet, Öko- und Fairtrade-Mode sei von gestern und tauche nicht mehr in den Medien auf. Den einzig ernsthaften Versuch, jemals einen &#8222;nachhaltigen Weg zu gehen&#8220; habe American Apparel gemacht und die seien pleite. Ach herrje: American Apparel war weder bio noch fair, hat nur diese Legende gepflegt und dieser Taz-Blogger glaubt es immer noch. Und das Presseecho auf &#8222;Green Showroom&#8220; und &#8222;Key.to&#8220; in Berlin oder selbst die Innatex im abgelegenen Wallau, wo der ICE wirklich sehr schnell vorbeifährt, war exzellent. Die Resonanz besonders auf die Modenschauen einhellig gut (siehe Bild oben von der Innatex). Insofern sind solche Taz-Texte einfach ärgerlich, weil sachlich falsch.</p>
<p><strong>Natürlich mache ich keine Feler.</strong></p>
<p>P.S. Ich sehe euch alle gerne auf der Biofach. Mein Termin mit Karl-Heinz Müller von der Bread&amp;Butter ist übrigens Anfang März.</p>
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		<title>Mehr Substanz, Herr Müller!</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 19:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karl-Heinz Müller, Chef der Bread&#38;Butter, Zentralgestirn im Mode-Himmel und jemand, dem die Branche folgt wie einem Leitwolf, hält nicht viel von Ökomode. Jedenfalls, wenn man seinem Zitat in der &#8222;Textilwirtschaft&#8220; glaubt. &#8222;Ich glaube, dass die Öko-Bewegung keine wirkliche Substanz hat. Qualität, Wertigkeit und Niveau. Das zählt viel mehr.&#8220; Zeit für ein Geständnis. Ich finde Karl-Heinz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.faz.net/m/%7BFA0042AE-2E1B-4E4A-9B01-04EA81CD4C66%7Dg225_4.jpg" alt="https://www.faz.net/m/%7BFA0042AE-2E1B-4E4A-9B01-04EA81CD4C66%7Dg225_4.jpg" width="217" height="325" /> <a href="http://profashionals.posterous.com/standpunkte-3-karl-heinz-muller-halt-nichts-v"></a></p>
<p><a href="http://profashionals.posterous.com/standpunkte-3-karl-heinz-muller-halt-nichts-v">Karl-Heinz Müller</a>, Chef der Bread&amp;Butter, Zentralgestirn im Mode-Himmel und jemand, dem die Branche folgt wie einem Leitwolf, hält nicht viel von Ökomode. Jedenfalls, wenn man seinem Zitat in der &#8222;Textilwirtschaft&#8220; glaubt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich glaube, dass die Öko-Bewegung keine wirkliche Substanz hat. Qualität, Wertigkeit und Niveau. Das zählt viel mehr.&#8220;</p></blockquote>
<p>Zeit für ein Geständnis.<br />
<span id="more-962"></span></p>
<p>Ich finde Karl-Heinz Müller und seine bauchigen  Urteile spannend und sicher ist er jemand, der ein Gespür für Modernität und die Spielarten von Zeitgeist hat. Außerdem dachte ich bisher recht großzügig, wir lägen auf der selben Linie. Zumindest seitdem ich in seinem preisgekrönten Laden <a href="https://www.14oz-berlin.com/cms/">14oz in Berlin</a> stand und dieses Spielen mit Langlebigkeit, Tradition und Qualität ein angenehmes Gegengewicht zur allzu schnell-lebigen Modebranche fand. Das antik anmutende Interieur (angeblich Secondhand aus Paris) war so wenig aufgeregt und so beiläufig oldschool, dass ich kurz dachte, wir seien eigentlich beide müde, was das Hinterherhecheln hinter immer neuen Trends anginge. Irgendwie hatte der Laden was Androgynes, viel Denim, keine Prinzessinnen-Looks.</p>
<p><strong>Theoretisch, so dachte ich, ist der Mann auf dem richtigen Weg. </strong></p>
<p>Offenbar verstehen der Mode-Entertainment-König und ich aber doch etwas extrem Unterschiedliches unter Substanz, Qualität und Niveau. Unter &#8222;meaningful products&#8220;, die ins 21. Jahrhundert passen. Wie kann die fortgesetzte Ausbeutung von natürlichen Ressourcen substantiell sein? Wie die fortgesetzte Ungerechtigkeit gegenüber denen, die die Mode letztendlich zusammen nähen, ein Zeichen von Niveau?</p>
<p>Ach herrje, Karl-Heinz Müller. Können Sie und die Branche wirklich nach wie vor so wenig mit dem Thema Ökologie und Ethik anfangen? Wie können Sie Qualität ohne ökologische und ethische Qualität verstehen? Überlagert ihre Obsession für Mode jede Vernunft, jeden Sinn für die wirklichen Fragen der Zukunft?</p>
<p>Dabei hätte ich so gerne Köpfe wie Sie an meiner Seite. Oder zumindest das Gefühl, das es möglich ist, unsere unterschiedlichen Zeitgefühle ins Gleichgewicht zu bringen.</p>
<p>Für einen emotionalen Menschen wie Müller scheint die Ökomode immer noch die falschen Vibes zu versprühen. Nichts davon scheint ihn wirklich gestalterisch und ökonomisch zu überzeugen. Und &#8211; zugegeben &#8211; ich spüre diese Kluft gelegentlich auch. Zwischen dem gewaltigen Öko-Versprechen und dem, wie die Mode sich tatsächlich praktisch zeigt.</p>
<p>Dann weiß ich wie heute morgen beim Auspacken eines verspäteteten Geschenk-Paketes kaum, was ich mit dieser misslungenen Mischung aus Schal, Stola und Sesselüberzug eigentlich machen soll? Will ich mir das anziehen?  Wie lange muss ich eigentlich noch täglich solche Kröten schlucken?</p>
<p>Aber umgekehrt sehe ich dann, was Karl-Heinz Müller mir auf der Bread&amp;Butter anbietet. Was ja wohl Substanz, Wertigkeit und Niveau haben soll. Doch das Gros, das ich dort sehe, sind nur negative Ausschläge der Entwicklungskurve. Suchen wir andere Lösungen, Karl-Heinz Müller. Und ja, meinetwegen auch andere Vibes.</p>
<p>Wie wäre es zunächst mal mit einem Doppelinterview in der Textilwirtschaft?</p>
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		<title>Hey, dich gebe ich weiter!</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 09:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Catharina vom Wirtschaftsmagazin &#8222;Enorm&#8220; hat mir ein Stöckchen zugeworfen und bittet, dass ich wie sie und andere zum Thema Recycling blogge. &#8222;Was machst du mit Sachen, die du nicht mehr brauchst?&#8220; hat die Tauschplattform Netcycler anfangs gefragt. Nun, ich habe Freundinnen. Meine Berliner Freundin Alexandra ist meine lebende Recyclingmaschine. Sie hat drei kleine Kinder und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.karmakonsum.de/wp-content/uploads/2010/11/stuff.jpg" alt="https://www.karmakonsum.de/wp-content/uploads/2010/11/stuff.jpg" /></p>
<p><a href="http://blog.enorm-magazin.de/2010/11/25/netcycle-stockchenwurf-was-machst-du-mit-sachen-die-du-nicht-mehr-brauchst/">Catharina vom Wirtschaftsmagazin &#8222;Enorm&#8220;</a> hat mir ein Stöckchen zugeworfen und bittet, dass ich wie sie und andere zum Thema Recycling blogge. &#8222;Was machst du mit Sachen, die du nicht mehr brauchst?&#8220; hat die <a href="http://blog.netcycler.de/">Tauschplattform Netcycler</a> anfangs gefragt.</p>
<p>Nun, ich habe Freundinnen. Meine <a href="https://www.zentralgarten.de">Berliner Freundin Alexandra</a> ist meine lebende Recyclingmaschine. Sie hat drei kleine Kinder und meine sind quasi erwachsen. Also plündere ich hemmungslos meinen Fundus und gebe Ausgedientes an sie weiter. Gelegentlich versuchen meine Kinder ihre Lieblingssachen vor mir zu retten. Dafür gibt es im Keller die &#8222;Erinnerungskiste&#8220;, die so groß ist wie eine alte Seemmannstruhe und alles beherbergt, was Leo und Paulina wirklich ganz sicher behalten wollen. Ihr erstes Stickerheft, den letzten Schnuller und natürlich die Sammlung von Pokemon-Karten, die sicher ein Vermögen wert ist. Früher gehörte Bettwäsche in die Aussteuerkiste, meine Tochter zieht irgendwann mit einer illustren Fülle an Plastik-Tieren der Marke Schleich aus.<span id="more-951"></span></p>
<p>Alles, was nicht in der Erinnerungskiste landet, landet bei Dora, Irene und Elias in Berlin. Natürlich kläre ich vorher mit Alexandra in einem ellenlangen Gespräch, ob die drei tatsächlich alle alten TKKG-Kinderkassetten übernehmen dürfen. Und da zeigt sich der doppelte Nutzen des Recyclings. Meistens plaudern wir en passant über andere wichtige und hochaktuelle Dinge wie die kernigen Rambos, die jetzt an jedem Geländer lehnen in Berlin wegen der Terrorgefahr. Oder über unsere derzeitige Sehnsucht nach Fernreisen und exotischen Früchten, die vor allem saftig teuer sind. So ist Recycling einfach am schönsten.</p>
<p>Was Wiederverwertung angeht, bin ich übrigens hemmungslos. Ich habe just eine alte Geschichte recycelt. Eigentlich sollte diese Episode mal das erste Kapitel eines Romans werden. Weil die viel beschäfigte Autorin bisher nicht dazu gekommen ist, habe ich sie wieder belebt und an Christoph Dahn in Freiburg gespendet &#8211; leicht modifiziert. Daraus wird <a href="http://goodtruebeautiful.typepad.com/">ab kommende Woche Mittwoch eine neue unendliche Geschichte,</a> die andere weiter schreiben können. Und was zu gewinnen gibt es auch noch.</p>
<p>Woran man sehen kann, dass Journalisten auch gelegentlich ihre alten Gedanken einfach recyceln. Schadet nichts, finde ich. Manches hat einfach einen zweiten Blick verdient.</p>
<p><strong>Stöckchen-Weiterwurf: Liebe Sonja Wöhrenschimmel alias Fr. Jonason. Möchtest du in Österreich weiter zum Thema bloggen? Ich würde mich freuen!</strong></p>
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		<title>Näher, bitte!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 13:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Berliner Ökomode-Messe &#8222;TheKey.to&#8220; rückt nun auch die Ethical Fashion Show näher an etablierte und populäre Messen heran. In Paris wechselt nicht nur den Ort, sondern auch den Termin. Ab 2011 findet die Messe Anfang September statt und parallel zur &#8222;Who´s next&#8220; und &#8222;Prêt-a-porter&#8220; Paris. Ganz nah dran bin ich persönlich am Textilkongress der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.ecotextile.com/images/stories/2010news/November2010/ecofriendly.jpg" alt="https://www.ecotextile.com/images/stories/2010news/November2010/ecofriendly.jpg" /></p>
<p>Nach der Berliner Ökomode-Messe &#8222;TheKey.to&#8220; rückt nun auch die  Ethical Fashion Show näher an etablierte und populäre Messen heran. In  Paris wechselt nicht nur den Ort, sondern auch den Termin. Ab 2011 findet die Messe Anfang September statt und parallel zur &#8222;Who´s next&#8220; und &#8222;Prêt-a-porter&#8220; Paris.</p>
<p>Ganz nah dran bin ich persönlich am <a href="https://www.biofach.de">Textilkongress der Biofach 2011</a>, dessen <a href="https://www.biofach.de/de/die-biofach-auf-einen-blick/kongress/congressplaner/missingslash.ashx?dissertationsearch=1&amp;pagehitamount=-1&amp;pagenumber=true&amp;sortmode=date&amp;subject=12">Programm jetzt veröffentlicht ist.</a> Wie schon 2010 läuft der Kongress parallel zur Messe im Februar und wird von Bernd Hausmann und mir geplant und gemanagt. Stargast gleich zur Eröffnung am Mittwoch ist Phil Chamberlain, der Einkaufsdirektor von  C&amp;A, dem größten Einkäufer von Biobaumwolle weltweit.  Auf dem ersten Forum werden alle aktuellen Zahlen, die wir zur Ökomode-Branche haben,  präsentiert werden. Sprache ist Englisch.</p>
<p>C&amp;A ist insofern doppelt spannend, als  dass der Textilkonzern hinter den Kulissen gemeinsam mit anderen großen  Marken wie Nike&amp;Co. an einem eigenen Zeichen für Ökotextilien bastelt,  der dem <a href="https://www.global-standard.org/">GOTS</a>, aber eigentlich allen anderen Spezialsiegeln Konkurrenz  machen wird. Wir werden sehen, wer dann zum Schattenlabel verkümmert und  wer sich international durchsetzt.  Mit einer Labelflut wie momentan organisieren wir <strong>meiner Meinung nach vorsätzliche Verbraucherdesinformation</strong>, das ist keine Frage. <span id="more-919"></span>Sollte 2011 tatsächlich ein Krieg der Standards beginnen, dann wird es am Ende Sieger und Verlierer geben. Optimistisch betrachtet mündet es aber in eine Harmonisierung von Ansätzen. Dass dabei Wischi-Waschi herauskommen wird, ist noch nicht ausgemacht. Es hängt entscheidend davon ab, welche Spieler mit welchem Gewicht nächstes Jahr ins Feld ziehen. Wer jetzt in Deckung geht und die Augen verschließt, der hat allerdings sicher verloren.</p>
<p>Das hört sich noch sehr geheimnisvoll ist und ein bisschen gespenstisch, aber solche Phasen gab es in anderen Öko-Branchen auch. Es ist letztlich ein Zeichen für Professionalisierung und damit gut.  <strong></strong></p>
<p><strong>Mein heißester Tipp für die Biofach 2011: Trendforscherin <a href="https://www.ytrends.com">Nicoline van Enter von YTrends </a>aus den Niederlanden über die Ökoschuhe von morgen und was sich heute schon abzeichnet. </strong></p>
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		<title>Sass Browns neue Kleider</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 13:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im September erscheint ein neues &#8211; englischsprachiges &#8211; Buch über Eco Fashion, das auch von einem Blog begleitet wird. Die Autorin Sass Brown ist Professorin am Fashion Institute of Technology in New York und dirigiert deren Auslandsprogramm von Florenz aus, wo sie wohnt. Luxus, nicht wahr? Ihr Schwerpunkt sind starke internationale Label, die sie auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://static.ecofashiontalk.com/wp-content/uploads/2010/08/GeoffreyB.SmallP_E09byPGayte4BWEBtest.jpg" alt="http://static.ecofashiontalk.com/wp-content/uploads/2010/08/GeoffreyB.SmallP_E09byPGayte4BWEBtest.jpg" width="367" height="549" /></p>
<p>Im September erscheint ein neues &#8211; englischsprachiges &#8211; Buch über Eco Fashion, <a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-admin/www.ecofashiontalk.com">das auch von einem Blog begleitet wird</a>. Die Autorin Sass Brown ist Professorin am Fashion Institute of Technology in New York und dirigiert deren Auslandsprogramm von Florenz aus, wo sie wohnt. Luxus, nicht wahr?</p>
<p>Ihr Schwerpunkt sind starke internationale Label, die sie auf über 280 Seiten bildreich zeigt. Zu sehen sind aber auch die Designs von Magdalena Schaffrin, Jana Keller (Royal Blush), Sense Organics oder Newcomer Frau Wagner. Meine Hypothese ist ja zur Zeit, dass technisch inzwischen sehr viel mehr geht als früher, aber es am Design tatsächlich dann und wann noch hapert. Ästhetische Abstriche will Sass Brown nicht machen, bin gespannt, welche Label nach ihrer Beobachtung diese Hürde übersprungen haben.</p>
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