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	<title>Kommentare zu: Schutzschirm</title>
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		<title>Von: Kirsten</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=349#comment-1018</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 09:44:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Brandaktuell und aus berufenem Munde. Das sagt Dirk Saam, Bangladesch-Experte bei NETZ zu den Reisständen in Bangladesch. Tenor: Als Brücke erstmal hilfreich, langfristig muss es daraum gehen, den Textilarbeiterinnen existenzsichernde Löhne zu zahlen, damit sie für solche Krisen gewappnet sind.

&quot;Es handelt sich hierbei um Open Market Sales (OMS), von der Regierung 
eingeführte Verkaufsstände (siehe unten). Bedürftige können hier zu 
subventionierten Preisen Güter der Grundbedürfnisbefriedigung (dazu 
gehört natürlich auch Reis) kaufen. Diese Stände wurden verstärkt 
während des akuten Anstiegs für Nahrungsmittel im letzen Jahr 
eingeführt.
&gt;
Mittlerweile sind die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seit 
ihrem Höchsstand Mitte 2008 zwar um etwa 50% gefallen sind. Sie liegen 
aber immer nochum 28% höher als 2006. In Bangladesch ist der Rückgang zudem noch nicht so stark zu merken. Daher auch jetzt noch die mal OMS. Und da sie speziell für Textilarbeiterinnen und TeepflückerInnen eingeführt werden, zeigt wie sehr diese Gruppen trotz Fulltime-Jobs auf den Verkauf dieser subventionierten Güten angewiesen sind.
&gt;
Als Mittel der sozialen Grundsicherung übergangsmäßig sicherlich zu 
begrüßen. Mittel- und langfristig sollte es aber darum gehen 
Strukturen zu schaffen, die Existenz sicherende Löhne gewährleisten, 
damit Arbeiterinnen für solche Krisen besser gewappnet sind und eben 
nicht auf Transferleistungen angewiesen sind.
&gt;
Überdies stellt sich die Frage, wie die hohen Preise zustande kommen. 
Denn die steigenden Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise auf dem 
Weltmarkt sind nicht allein verantwortlich. Vielmehr sind es mafiöse 
Strukturen in Bangladesch, durch die Preise in die Höhe getrieben 
werden. Insofern darf OMS auch kein Feigenblatt sein, sondern die neue 
Regierung muss auch dafür sorgen, dass korrupte Händler, die durch 
Spekulation und Horten von Reis die Preise künstlich in die Höhe 
treiben, zur Verantwortung gezogen werden.&quot;
&gt;
Siehe dazu ausführlicher die NETZ-Ausgabe 3/2008 &quot;Nahrungsmittelkrise 
in Bangaldesch&quot;, Interview mit dem Ökonomen Prof. Abul Barkat, unter: &lt;a href=&quot;https://www.bangladesch.org&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;https://www.bangladesch.org&lt;/a&gt;

Vielen Dank, lieber Dirk Saam.
Kirsten]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Brandaktuell und aus berufenem Munde. Das sagt Dirk Saam, Bangladesch-Experte bei NETZ zu den Reisständen in Bangladesch. Tenor: Als Brücke erstmal hilfreich, langfristig muss es daraum gehen, den Textilarbeiterinnen existenzsichernde Löhne zu zahlen, damit sie für solche Krisen gewappnet sind.</p>
<p>&#8222;Es handelt sich hierbei um Open Market Sales (OMS), von der Regierung<br />
eingeführte Verkaufsstände (siehe unten). Bedürftige können hier zu<br />
subventionierten Preisen Güter der Grundbedürfnisbefriedigung (dazu<br />
gehört natürlich auch Reis) kaufen. Diese Stände wurden verstärkt<br />
während des akuten Anstiegs für Nahrungsmittel im letzen Jahr<br />
eingeführt.<br />
><br />
Mittlerweile sind die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel seit<br />
ihrem Höchsstand Mitte 2008 zwar um etwa 50% gefallen sind. Sie liegen<br />
aber immer nochum 28% höher als 2006. In Bangladesch ist der Rückgang zudem noch nicht so stark zu merken. Daher auch jetzt noch die mal OMS. Und da sie speziell für Textilarbeiterinnen und TeepflückerInnen eingeführt werden, zeigt wie sehr diese Gruppen trotz Fulltime-Jobs auf den Verkauf dieser subventionierten Güten angewiesen sind.<br />
><br />
Als Mittel der sozialen Grundsicherung übergangsmäßig sicherlich zu<br />
begrüßen. Mittel- und langfristig sollte es aber darum gehen<br />
Strukturen zu schaffen, die Existenz sicherende Löhne gewährleisten,<br />
damit Arbeiterinnen für solche Krisen besser gewappnet sind und eben<br />
nicht auf Transferleistungen angewiesen sind.<br />
><br />
Überdies stellt sich die Frage, wie die hohen Preise zustande kommen.<br />
Denn die steigenden Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise auf dem<br />
Weltmarkt sind nicht allein verantwortlich. Vielmehr sind es mafiöse<br />
Strukturen in Bangladesch, durch die Preise in die Höhe getrieben<br />
werden. Insofern darf OMS auch kein Feigenblatt sein, sondern die neue<br />
Regierung muss auch dafür sorgen, dass korrupte Händler, die durch<br />
Spekulation und Horten von Reis die Preise künstlich in die Höhe<br />
treiben, zur Verantwortung gezogen werden.&#8220;<br />
><br />
Siehe dazu ausführlicher die NETZ-Ausgabe 3/2008 &#8222;Nahrungsmittelkrise<br />
in Bangaldesch&#8220;, Interview mit dem Ökonomen Prof. Abul Barkat, unter: <a href="https://www.bangladesch.org" rel="nofollow">https://www.bangladesch.org</a></p>
<p>Vielen Dank, lieber Dirk Saam.<br />
Kirsten</p>
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