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	<title>Kommentare zu: Vegan oder natürlich tierisch? Gedanken zur Panel-Diskussion auf der Innatex</title>
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		<title>Von: Lars Wittenbrink</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=7221#comment-63924</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lars Wittenbrink]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 10:58:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo Gina Maria,

vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

Ich habe hier eigentlich nicht ein Ideal hochhalten, sondern aufzeigen wollen, dass es derzeit noch Zielkonflikte gibt, die in der Kommunikation mancher Labels jedoch negiert werden. Damit soll überhaupt nicht die individuelle Entscheidung für den Verzicht auf jegliche tierischen Produkte in Frage gestellt werden. Die finde ich super, auch wenn ich sie selbst nur phasenweise umgesetzt habe. In Frage stellen möchte ich eine auch im Lebensmittelbereich häufig zu findene Vermarktungsform, die tierfreie Produkte automatisch als nachhaltig erklärt.
Wieso nicht einfach dazu stehen, dass es bisher häufig nicht möglich ist mehrere ethische Ziele gleichberechtigt zu vereinbaren und somit eine Zielpräferenz unumgänglich ist? 

Solange ein veganes Produkt nicht nachhaltig erzeugt ist, ist es eben auch &quot;nur&quot; ein veganes Produkt und nicht gleich ein grünes. Andersherum sind viele grüne Produkte nicht zugleich vegan,
Ein Kunstlederschuh aus bisher leider immer noch meist frischem Erdöl ist genauso wenig nachhaltig, wie ein vegetabil gegerbter Echtlederschuh vegan sein kann. 

Hinsichtlich der Haltbarkeit lassen sich denke ich schon wirklich tendenzielle Aussagen machen. Veganes &quot;Rauleder&quot; besteht aus einem beflockten Mikrofasermaterial. Diese Beflockung stößt sich mit der Zeit ab, verliert ihre Farbitensität und sammelt Staub und Schmutz. Ein echtes Rauleder ist dann einfach mit entsprechenden Mitteln nachzufärben. Das Kunstmaterial nimmt die Farbe nicht ordentlich an.

Veganes Glattleder besteht im günstigsten Fall wiederum aus einem Mikrofasermaterial, diesmal jedoch mit einer Farbbeschichtung. Auch hier kommt es zu Material- und damit Farbabrieb, der nicht wirklich korrigierbar ist. Ich hatte da auch selbst schon einige Versuche.
Wesentlich länger schön bleiben durchgefärbte Weichkunststoffe, wie sie Matt&amp;Natt deshalb auch für seine sehr schönen Taschen einsetzt. Das ist dann aber PVC, enthält also jede Menge üble Weichmacher und ist mit normalen ökologischen Kunststoffproblemen nicht mehr vergleichbar. Bei PVC ist wirklich jedes neue Produkt eines zuviel, wenn mensch versuchen will ökologisch zu konsumieren.

Es gibt sicherlich auch schlechte Echtlederqualitäten, aber selbst die lassen sich entsprechend pflegen, denn das liegt in den grundlegenenden Materialeigenschaften von Leder begründet. Bisher habe ich auch noch nicht von vegetabil gegerbten Ledern mit Haltbarkeitsmängeln gehört und wir haben inzwischen eine ganze Reihe Hersteller am Markt.

Auch bei der Wolle ging es mir nur darum, dass sie für warme Oberteile sicherlich gerade die nachhaltigste Faser auf dem Markt ist, soweit sie aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammt und chlorfrei verarbeitet wurde. Ein Pulli mit frischen Polyester-Anteilen kann vegan sein, aber ein nachhaltiges Produkt ist er deshalb nicht. Das gilt auch für die Nutzungsphase, denn bei Wolle genügt eben wirklich ein Auslüften. Bei Polyester und Baumwolle reicht das bei auf der Haut oder über einem T-Shirt getragenen Oberteilen bei sehr vielen Menschen schon nach wenigen Tagen nicht mehr.

Bei Wolle ist der Zielkonflikt generell weniger stark ausgeprägt. Nachhaltigkeitsorientierte vegan lebende Menschen kommen in unseren Breiten wirklich oft ohne Wolle und zugleich ohne Polyester aus, im Zweifel mit mehr Schichten. Und tierrechtsorientierte Wollträger können auf die Herkunft der Wolle achten. Die Haltung und das Scheren von Schafen nach den Regeln der kontrolliert biologischen Tierhaltung kann ich letztlich aus tierrechtlicher Sicht auch nicht wirklich schlechter bewerten als die Haustierhaltung von Hunden oder Katzen. Letztere ist auch für viele vegan lebende Menschen akzeptabel. Bio-Schafe laufen viel mehr und viel freier als die meisten Haustiere draußen herum und das in Kampagnen oft angeprangerte Mulesing ist bei kbT verboten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Gina Maria,</p>
<p>vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.</p>
<p>Ich habe hier eigentlich nicht ein Ideal hochhalten, sondern aufzeigen wollen, dass es derzeit noch Zielkonflikte gibt, die in der Kommunikation mancher Labels jedoch negiert werden. Damit soll überhaupt nicht die individuelle Entscheidung für den Verzicht auf jegliche tierischen Produkte in Frage gestellt werden. Die finde ich super, auch wenn ich sie selbst nur phasenweise umgesetzt habe. In Frage stellen möchte ich eine auch im Lebensmittelbereich häufig zu findene Vermarktungsform, die tierfreie Produkte automatisch als nachhaltig erklärt.<br />
Wieso nicht einfach dazu stehen, dass es bisher häufig nicht möglich ist mehrere ethische Ziele gleichberechtigt zu vereinbaren und somit eine Zielpräferenz unumgänglich ist? </p>
<p>Solange ein veganes Produkt nicht nachhaltig erzeugt ist, ist es eben auch &#8222;nur&#8220; ein veganes Produkt und nicht gleich ein grünes. Andersherum sind viele grüne Produkte nicht zugleich vegan,<br />
Ein Kunstlederschuh aus bisher leider immer noch meist frischem Erdöl ist genauso wenig nachhaltig, wie ein vegetabil gegerbter Echtlederschuh vegan sein kann. </p>
<p>Hinsichtlich der Haltbarkeit lassen sich denke ich schon wirklich tendenzielle Aussagen machen. Veganes &#8222;Rauleder&#8220; besteht aus einem beflockten Mikrofasermaterial. Diese Beflockung stößt sich mit der Zeit ab, verliert ihre Farbitensität und sammelt Staub und Schmutz. Ein echtes Rauleder ist dann einfach mit entsprechenden Mitteln nachzufärben. Das Kunstmaterial nimmt die Farbe nicht ordentlich an.</p>
<p>Veganes Glattleder besteht im günstigsten Fall wiederum aus einem Mikrofasermaterial, diesmal jedoch mit einer Farbbeschichtung. Auch hier kommt es zu Material- und damit Farbabrieb, der nicht wirklich korrigierbar ist. Ich hatte da auch selbst schon einige Versuche.<br />
Wesentlich länger schön bleiben durchgefärbte Weichkunststoffe, wie sie Matt&#038;Natt deshalb auch für seine sehr schönen Taschen einsetzt. Das ist dann aber PVC, enthält also jede Menge üble Weichmacher und ist mit normalen ökologischen Kunststoffproblemen nicht mehr vergleichbar. Bei PVC ist wirklich jedes neue Produkt eines zuviel, wenn mensch versuchen will ökologisch zu konsumieren.</p>
<p>Es gibt sicherlich auch schlechte Echtlederqualitäten, aber selbst die lassen sich entsprechend pflegen, denn das liegt in den grundlegenenden Materialeigenschaften von Leder begründet. Bisher habe ich auch noch nicht von vegetabil gegerbten Ledern mit Haltbarkeitsmängeln gehört und wir haben inzwischen eine ganze Reihe Hersteller am Markt.</p>
<p>Auch bei der Wolle ging es mir nur darum, dass sie für warme Oberteile sicherlich gerade die nachhaltigste Faser auf dem Markt ist, soweit sie aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammt und chlorfrei verarbeitet wurde. Ein Pulli mit frischen Polyester-Anteilen kann vegan sein, aber ein nachhaltiges Produkt ist er deshalb nicht. Das gilt auch für die Nutzungsphase, denn bei Wolle genügt eben wirklich ein Auslüften. Bei Polyester und Baumwolle reicht das bei auf der Haut oder über einem T-Shirt getragenen Oberteilen bei sehr vielen Menschen schon nach wenigen Tagen nicht mehr.</p>
<p>Bei Wolle ist der Zielkonflikt generell weniger stark ausgeprägt. Nachhaltigkeitsorientierte vegan lebende Menschen kommen in unseren Breiten wirklich oft ohne Wolle und zugleich ohne Polyester aus, im Zweifel mit mehr Schichten. Und tierrechtsorientierte Wollträger können auf die Herkunft der Wolle achten. Die Haltung und das Scheren von Schafen nach den Regeln der kontrolliert biologischen Tierhaltung kann ich letztlich aus tierrechtlicher Sicht auch nicht wirklich schlechter bewerten als die Haustierhaltung von Hunden oder Katzen. Letztere ist auch für viele vegan lebende Menschen akzeptabel. Bio-Schafe laufen viel mehr und viel freier als die meisten Haustiere draußen herum und das in Kampagnen oft angeprangerte Mulesing ist bei kbT verboten.</p>
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		<title>Von: fairlockend</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=7221#comment-63923</link>
		<dc:creator><![CDATA[fairlockend]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2016 21:13:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe mir die Diskussion noch nicht angeschaut, werde das aber nachholen. Trotzdem möchte ich als Veganerin, die darauf auch bei der Mode achtet, einen Kommentar zu den Ausführungen abgeben. :)
Auch wenn die angesprochenen Punkte faktisch sicher alle richtig sind, so empfinde ich es als etwas willkürlich, genau hier mit beispielsweise der Plastikvermeidung anzufangen und das Idealbild des vegetabil gegerbten und beinahe jahrzehntelang tragbaren Lederschuhs hochzuhalten.

Einerseits muss man doch, wenn man die Lebensdauer von Schuhen miteinander vergleicht, auch die Anzahl Tage und die Art der Belastung betrachten. So halten Anzugschuhe naturgemäss länger als täglich getragene Halbschuhe, mit denen man ohne Zögern auch durch den Dreck watscht usw. Und solche Modelle (oder auch sehr elegante Damenschuhe) gibt es auch im veganen Bereich in super Qualität, sodass ein Paar theoretisch für lange Zeit ausreicht.
Ich kann mich zudem erinnern, dass in meiner Jugend Halbschuhe aus Leder immer eher nur eine Saison (also von März bis November vielleicht) richtig mitgemacht haben, spätestens nach der zweiten zwang mich meine Mutter, mir neue auszusuchen. Und das lag alles nicht daran, dass wir billige Schuhe gekauft hätten. Natürlich kann das Pech gewesen sein, aber es waren stets verschiedene Marken.
Und auf der anderen Seite habe ich ebenfalls damals (billigste) Kunstleder-Winterstiefel gekauft, die ich in den vier Wintermonaten täglich getragen habe und die jahrelang hielten. Bei (bewusst eingekauften) veganen Schuhen habe ich jetzt auch schon völlig verschiedene Erfahrungen gemacht, manche wirkten schon bald abgeranzt, andere sind von super Qualität und halten etwas aus. (Jahrzehntelang besitze ich aber zugegebenermassen noch keine veganen Schuhe, weil ich es erst seit drei Jahren bin.)
Es ist also grundsätzlich nicht immer einfach, an Schuhe zu geraten, die 1A-Qualität haben, und wahrscheinlich macht man als Laie auch als Omni einige Fehlkäufe, die nicht jahrelang tragbar sind. Daher ist der Vergleich langlebige Lederschuhe vs. qualitativ unterlegene vegane Schuhe in der Realität meiner Meinung nach nicht so eindeutig.

Und andererseits leben wahrscheinlich die meisten Menschen, auch wenn sie in der Mode nachhaltig einkaufen, (noch) nicht wirklich nach dem Prinzip Zero Waste und tatsächlich nachhaltig, sondern verbrauchen durchaus auch im Alltag viel Plastik, fahren Auto, fliegen vielleicht sogar gelegentlich usw. Und ohne die verschiedenen Umweltprobleme jetzt gegeneinander aufwiegen zu wollen, fragt sich schon, warum dann ausgerechnet der eine vegane Schuh oder Gürtel im Jahr die Sache sein soll, die man unbedingt einsparen/ändern muss. Bei dem Müll und Umweltschaden, den auch vermeintlich umweltbewusste Menschen wie ich zum Beispiel täglich verursachen, gibt es meines Erachtens grössere Baustellen, die man zuerst angehen sollte, bevor man den Tod von Tieren in Kauf nimmt.

Punkto Wolle bzw. der Mikroplastikproblematik finde ich, dass man da in aller Regel in Deutschland als Veganer nicht auf Fleece angewiesen ist. (Von der Winterjacke einmal abgesehen, aber da reicht doch Auslüften völlig? Ich habe meine Jacken teilweise seit Jahren nicht in der Waschmaschine gewaschen und bin bei Flecken kurz mit dem Lappen drüber..) Natürlich heizen wir heute im Durchschnitt zu hoch - da geben sich glaub ich Veganer und Omnis aber nicht viel, denn selbst bei 18 Grad friert man auch in einem warmen Baumwollpulli theoretisch überhaupt nicht. Das kann also nicht der Grund sein für einen erhöhten Ressourcenverbrauch.
Wer in Lappland wohnt oder auch wegen seines Berufes den ganzen Winter draussen verbringt, bei dem sieht es natürlich anders aus - aber daraus kann man doch keine Rechte für die Durchschnittsbevölkerung ableiten. Und bei wirklich arschkalten Temperaturen kenne ich auch niemanden, der noch in Wolle rumläuft. Da greifen eh alle zu synthetischem Zeugs.

Das waren jetzt so meine hauptsächlichen Gedanken dazu. :)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir die Diskussion noch nicht angeschaut, werde das aber nachholen. Trotzdem möchte ich als Veganerin, die darauf auch bei der Mode achtet, einen Kommentar zu den Ausführungen abgeben. <img src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />
Auch wenn die angesprochenen Punkte faktisch sicher alle richtig sind, so empfinde ich es als etwas willkürlich, genau hier mit beispielsweise der Plastikvermeidung anzufangen und das Idealbild des vegetabil gegerbten und beinahe jahrzehntelang tragbaren Lederschuhs hochzuhalten.</p>
<p>Einerseits muss man doch, wenn man die Lebensdauer von Schuhen miteinander vergleicht, auch die Anzahl Tage und die Art der Belastung betrachten. So halten Anzugschuhe naturgemäss länger als täglich getragene Halbschuhe, mit denen man ohne Zögern auch durch den Dreck watscht usw. Und solche Modelle (oder auch sehr elegante Damenschuhe) gibt es auch im veganen Bereich in super Qualität, sodass ein Paar theoretisch für lange Zeit ausreicht.<br />
Ich kann mich zudem erinnern, dass in meiner Jugend Halbschuhe aus Leder immer eher nur eine Saison (also von März bis November vielleicht) richtig mitgemacht haben, spätestens nach der zweiten zwang mich meine Mutter, mir neue auszusuchen. Und das lag alles nicht daran, dass wir billige Schuhe gekauft hätten. Natürlich kann das Pech gewesen sein, aber es waren stets verschiedene Marken.<br />
Und auf der anderen Seite habe ich ebenfalls damals (billigste) Kunstleder-Winterstiefel gekauft, die ich in den vier Wintermonaten täglich getragen habe und die jahrelang hielten. Bei (bewusst eingekauften) veganen Schuhen habe ich jetzt auch schon völlig verschiedene Erfahrungen gemacht, manche wirkten schon bald abgeranzt, andere sind von super Qualität und halten etwas aus. (Jahrzehntelang besitze ich aber zugegebenermassen noch keine veganen Schuhe, weil ich es erst seit drei Jahren bin.)<br />
Es ist also grundsätzlich nicht immer einfach, an Schuhe zu geraten, die 1A-Qualität haben, und wahrscheinlich macht man als Laie auch als Omni einige Fehlkäufe, die nicht jahrelang tragbar sind. Daher ist der Vergleich langlebige Lederschuhe vs. qualitativ unterlegene vegane Schuhe in der Realität meiner Meinung nach nicht so eindeutig.</p>
<p>Und andererseits leben wahrscheinlich die meisten Menschen, auch wenn sie in der Mode nachhaltig einkaufen, (noch) nicht wirklich nach dem Prinzip Zero Waste und tatsächlich nachhaltig, sondern verbrauchen durchaus auch im Alltag viel Plastik, fahren Auto, fliegen vielleicht sogar gelegentlich usw. Und ohne die verschiedenen Umweltprobleme jetzt gegeneinander aufwiegen zu wollen, fragt sich schon, warum dann ausgerechnet der eine vegane Schuh oder Gürtel im Jahr die Sache sein soll, die man unbedingt einsparen/ändern muss. Bei dem Müll und Umweltschaden, den auch vermeintlich umweltbewusste Menschen wie ich zum Beispiel täglich verursachen, gibt es meines Erachtens grössere Baustellen, die man zuerst angehen sollte, bevor man den Tod von Tieren in Kauf nimmt.</p>
<p>Punkto Wolle bzw. der Mikroplastikproblematik finde ich, dass man da in aller Regel in Deutschland als Veganer nicht auf Fleece angewiesen ist. (Von der Winterjacke einmal abgesehen, aber da reicht doch Auslüften völlig? Ich habe meine Jacken teilweise seit Jahren nicht in der Waschmaschine gewaschen und bin bei Flecken kurz mit dem Lappen drüber..) Natürlich heizen wir heute im Durchschnitt zu hoch &#8211; da geben sich glaub ich Veganer und Omnis aber nicht viel, denn selbst bei 18 Grad friert man auch in einem warmen Baumwollpulli theoretisch überhaupt nicht. Das kann also nicht der Grund sein für einen erhöhten Ressourcenverbrauch.<br />
Wer in Lappland wohnt oder auch wegen seines Berufes den ganzen Winter draussen verbringt, bei dem sieht es natürlich anders aus &#8211; aber daraus kann man doch keine Rechte für die Durchschnittsbevölkerung ableiten. Und bei wirklich arschkalten Temperaturen kenne ich auch niemanden, der noch in Wolle rumläuft. Da greifen eh alle zu synthetischem Zeugs.</p>
<p>Das waren jetzt so meine hauptsächlichen Gedanken dazu. <img src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-includes/images/smilies/simple-smile.png" alt=":)" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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