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	<title>Kommentare zu: Lidl muss Werbung zurückziehen</title>
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		<title>Von: Mark</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=727#comment-5708</link>
		<dc:creator><![CDATA[Mark]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 13:52:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Kirsten: Sicher, auch ein Zertifikat gibt nicht 100% Sicherheit (die Debatte wollte ich eigentlich nicht aufrollen). Im Gegensatz zu Zertifikaten sagen Initiativen wie die FWF oder BSCI explizit, dass sie bei weitem nicht perfekt sind, u.a. weil Sie ein Ziel verfolgen und keinen Endzustand zertifizieren. Dies sollte eigentlich im Voraus vor solchen juristischen Klagen schützen. Deshalb wurdert mich etwas, dass Lidl jetzt gar nicht mehr mit dem BSCI Label werben will. 
Aber durchaus spannend: Was tun nun die anderen über 500 BSCI Mitglieder? Man ist doch Mitglied, weil man sich einen Impact erhofft und/oder sich vor Reputationsverlust schützen will. Bisher jedoch fehlt jeder glaubwürdige Nachweis, dass eine Mitgliedschaft die Situation der ArbeiterInnen verbessert. Also bleibt die Reputation. Aber wenn ich werbe, dann kann ich wegen &quot;social washings&quot; verklagt werden. Wenn ich deshalb aber nicht mehr werben will, warum bin ich dann Mitglied? Ein bisschen Catch 22 ...
Ja, C&amp;U ist eigentlich ein Muss für eine kleine Firma, die auf Biomode setzt und in Niedriglohnländern produziert. Viele glauben sicherlich, dass &quot;Grüne&quot; Mode (von den &quot;guten&quot; Kleinen) automatisch auch fair ist. Je nachdem, wo man als Nachwuchs produziert, muss man jedoch aufpassen, dass man durch Bio-/Nachhaltigkeitsslogans nicht plötzlich bei der &quot;irreführenden Werbung&quot; landet (siehe Südwind-Studie 2009). 
C&amp;U ist sicherlich mit mehr Arbeit und Kosten verbunden als auf Biobaumwolle zu switchen (u.a. Koordination zwischen den Mitgliedern), und das kann natürlich abschrecken.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Kirsten: Sicher, auch ein Zertifikat gibt nicht 100% Sicherheit (die Debatte wollte ich eigentlich nicht aufrollen). Im Gegensatz zu Zertifikaten sagen Initiativen wie die FWF oder BSCI explizit, dass sie bei weitem nicht perfekt sind, u.a. weil Sie ein Ziel verfolgen und keinen Endzustand zertifizieren. Dies sollte eigentlich im Voraus vor solchen juristischen Klagen schützen. Deshalb wurdert mich etwas, dass Lidl jetzt gar nicht mehr mit dem BSCI Label werben will.<br />
Aber durchaus spannend: Was tun nun die anderen über 500 BSCI Mitglieder? Man ist doch Mitglied, weil man sich einen Impact erhofft und/oder sich vor Reputationsverlust schützen will. Bisher jedoch fehlt jeder glaubwürdige Nachweis, dass eine Mitgliedschaft die Situation der ArbeiterInnen verbessert. Also bleibt die Reputation. Aber wenn ich werbe, dann kann ich wegen &#8222;social washings&#8220; verklagt werden. Wenn ich deshalb aber nicht mehr werben will, warum bin ich dann Mitglied? Ein bisschen Catch 22 &#8230;<br />
Ja, C&amp;U ist eigentlich ein Muss für eine kleine Firma, die auf Biomode setzt und in Niedriglohnländern produziert. Viele glauben sicherlich, dass &#8222;Grüne&#8220; Mode (von den &#8222;guten&#8220; Kleinen) automatisch auch fair ist. Je nachdem, wo man als Nachwuchs produziert, muss man jedoch aufpassen, dass man durch Bio-/Nachhaltigkeitsslogans nicht plötzlich bei der &#8222;irreführenden Werbung&#8220; landet (siehe Südwind-Studie 2009).<br />
C&amp;U ist sicherlich mit mehr Arbeit und Kosten verbunden als auf Biobaumwolle zu switchen (u.a. Koordination zwischen den Mitgliedern), und das kann natürlich abschrecken.</p>
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		<title>Von: Kirsten</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=727#comment-5704</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 09:27:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Mark: Auch ein Zertifikat gibt keine 150prozentige Sicherheit, gibt aber den Firmen nicht nur auf ihrer Webseite, sondern auch am Produkt Gelegenheit, ihre Leistungen auszuloben und den Kunden eine einfache Entscheidung zu ermöglichen. An dieser Idee hänge ich nach wie vor. 
Mir hat deshalb gefallen, dass die Fair Wear Foundation einen &quot;jugendlichen&quot; Ableger hat, der Ethical-Fashion-Firmen mit noch niedrigen Umsätzen und &quot;Bonsai-Format&quot; die Möglichkeit gibt, sich zertifizieren zu lassen - mit Zertifikat/Etikett. 
Mich würde interessieren, wie deine Meinung zu &quot;Clean&amp;Unique&quot; ist. Roosmarie Ruigrok hat auf der &quot;TheKey.to&quot; und der &quot;Biofach&quot; ihren Ansatz vorgetragen und ich fand das eine interessante Option, denn die Fear Wear Foundation adressiert doch wohl eher an die großen, &quot;fiesen&quot; Bösen als an den kleinen grünen&amp;fairen Nachwuchs. Sieh dir das mal an unter: www.cleanunique.org]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Mark: Auch ein Zertifikat gibt keine 150prozentige Sicherheit, gibt aber den Firmen nicht nur auf ihrer Webseite, sondern auch am Produkt Gelegenheit, ihre Leistungen auszuloben und den Kunden eine einfache Entscheidung zu ermöglichen. An dieser Idee hänge ich nach wie vor.<br />
Mir hat deshalb gefallen, dass die Fair Wear Foundation einen &#8222;jugendlichen&#8220; Ableger hat, der Ethical-Fashion-Firmen mit noch niedrigen Umsätzen und &#8222;Bonsai-Format&#8220; die Möglichkeit gibt, sich zertifizieren zu lassen &#8211; mit Zertifikat/Etikett.<br />
Mich würde interessieren, wie deine Meinung zu &#8222;Clean&#038;Unique&#8220; ist. Roosmarie Ruigrok hat auf der &#8222;TheKey.to&#8220; und der &#8222;Biofach&#8220; ihren Ansatz vorgetragen und ich fand das eine interessante Option, denn die Fear Wear Foundation adressiert doch wohl eher an die großen, &#8222;fiesen&#8220; Bösen als an den kleinen grünen&#038;fairen Nachwuchs. Sieh dir das mal an unter: <a href="http://www.cleanunique.org" rel="nofollow">http://www.cleanunique.org</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Mark</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=727#comment-5688</link>
		<dc:creator><![CDATA[Mark]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 12:26:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sorry, wenn das jetzt nach Wortklauberei aussieht. Aber die Fair Wear Foundation zertifiziert keine Firmen. Ein Zertifikat würde garantieren, dass es zu keinen Verstössen gegen die gesetzten Standards kommt. Aber das tut (und kann) die FWF nicht. Das heisst: Es ist gut möglich, dass es z.B. bei Produzenten von &quot;Hess Natur&quot; oder &quot;Continental Clothing&quot; zu Verstössen gegen soziale Standards kommt. Aber im Gegensatz zur BSCI macht die FWF u.a. transparent, wie es um jedes Mitglied bzw. seine Produzenten steht, und wie sich die Mitglieder um Verbesserung bemühen. Dies lässt einen Dialog zu. Und das ist gut. Aber es stimmt: Lidl könnte der FWF beitreten, und seine Bemühungen &quot;verifizieren&quot; lassen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, wenn das jetzt nach Wortklauberei aussieht. Aber die Fair Wear Foundation zertifiziert keine Firmen. Ein Zertifikat würde garantieren, dass es zu keinen Verstössen gegen die gesetzten Standards kommt. Aber das tut (und kann) die FWF nicht. Das heisst: Es ist gut möglich, dass es z.B. bei Produzenten von &#8222;Hess Natur&#8220; oder &#8222;Continental Clothing&#8220; zu Verstössen gegen soziale Standards kommt. Aber im Gegensatz zur BSCI macht die FWF u.a. transparent, wie es um jedes Mitglied bzw. seine Produzenten steht, und wie sich die Mitglieder um Verbesserung bemühen. Dies lässt einen Dialog zu. Und das ist gut. Aber es stimmt: Lidl könnte der FWF beitreten, und seine Bemühungen &#8222;verifizieren&#8220; lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: cotton.de</title>
		<link>https://www.kirstenbrodde.de/?p=727#comment-5591</link>
		<dc:creator><![CDATA[cotton.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 08:57:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gratulation an die CCC und die Verbraucherzentrale. Lidl hat ja die Möglichkeit wenn es ihnen wirklich um faire Arbeitsbedingungen ginge, was zu bezweifeln ist, sich zertifizieren zu lassen, z.b. von der  Fair Wear Foundation.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gratulation an die CCC und die Verbraucherzentrale. Lidl hat ja die Möglichkeit wenn es ihnen wirklich um faire Arbeitsbedingungen ginge, was zu bezweifeln ist, sich zertifizieren zu lassen, z.b. von der  Fair Wear Foundation.</p>
]]></content:encoded>
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