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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; Hamburg</title>
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		<title>Ethical Fashion Show und Green Showroom</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2015 04:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alf-Tobias Zahn]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer Saison Pause war ich wieder auf der Ethical Fashion Show und im Green Showroom unterwegs, die zum zweiten Mal im Postbahnhof am Ostbahnhof stattfanden. Für dieses Review hat sich der liebe Lars noch zwei weitere Labels aus dem Green Showroom angesehen, während ich mich auf die Ethical Fashion Show sowie auf Anna und Jula [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone wp-image-7021" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0835-1024x680.jpg" alt="Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Nach einer Saison Pause war ich wieder auf der <a href="http://ethicalfashionshowberlin.com/" target="_blank"><strong>Ethical Fashion Show</strong></a> und im <strong><a href="http://green-showroom.net/" target="_blank">Green Showroom</a> </strong>unterwegs, die zum zweiten Mal im Postbahnhof am Ostbahnhof stattfanden. Für dieses Review hat sich der liebe Lars noch zwei weitere Labels aus dem Green Showroom angesehen, während ich mich auf die Ethical Fashion Show sowie auf Anna und Jula von Jan &#8218;n June konzentrierte.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7022" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0765_x-1024x680.jpg" alt="Jan 'n June | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/anna-und-jula-von-jan-n-june-im-interview/" target="_blank">Während unseres gemeinsamen Interviews vor einigen Wochen</a> hatte ich Anna und Jula versprochen, während der Messe bei ihnen am Stand vorbeizukommen. Die beiden arbeiteten für Frühjahr/Sommer 2016 in ihrer &#8222;Supergirl&#8220;-Kollektion zum ersten Mal mit recyceltem Polyamid, welches in der Verarbeitung 1A ist und sich zudem auf der Haut extrem gut tragen lässt. Daraus lassen sich vor allem Oberteile mit offenen Kanten sehr gut schneiden – gar nicht mal so einfach mit den herkömmlichen Materialien. Neben dem recycelten Polyamid experimentieren Anna und Jula mit weiteren Stoffen und gönnen ihrem bisherigen modischen Repertoire noch weitere Farbvarianten. Absoluter Favorit der Einkäufer schien am zweiten Tag des Showrooms dafür ein weißes Kleid zu sein, was gleichzeitig auch als längere Bluse durchging.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7023" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0820_x-1024x680.jpg" alt="Aluc | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Zwei weitere Labels waren nur jeweils einen Stand von Anna und Jula entfernt, denen ich ebenfalls einen Besuch abstatten wollte. Zunächst ging es zu meinen Freunden von <a href="https://www.aluc.eu/" target="_blank"><strong>Aluc</strong></a>, die auch für die nächste Saison wieder feinste Upcycling-Hemden im Angebot haben. Der Clou ist natürlich, neben der einwandfreien Verarbeitung und dem Gefühl, mit einem Hemd jetzt auch mal wirklich aus der Masse herausstechen zu können, der abnehmbare Kragen, so dass der Individualität eines an sich schon individuellen Produktes keine Grenzen gesetzt werden. Im Mittelpunkt standen diesmal aber gar nicht so sehr ihre Hemden, sondern ein ganz anderes Projekt des Berliner Labels: <a href="https://www.aluc.eu/?page_id=102" target="_blank"><strong>The Invincible Shirt</strong></a>. Mehr über das schwarze T-Shirt, hergestellt von Überlebenden der Rana Plaza Tragödie, auf der Webseite von Aluc  sowie in Kürze auch bei <strong><a href="https://www.grossvrtig.de" target="_blank">GROSSARTIG</a></strong>.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7024" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0833-1024x680.jpg" alt="G&amp;A - Organic Underwear | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Durch die Kleiderständer von Aluc erspähte ich dann bereits Andreas. Er war mit <a href="https://georgandreassuhr.wordpress.com/2015/06/19/ga-organic-underwear/" target="_blank"><strong>G&amp;A – Organic Underwear</strong></a> zum ersten Mal auf der Ethical vertreten und holte sich das erste Feedback innerhalb der Branche für seine neue Unterwäschekollektion für Männer ab. Für den Start (Auslieferung ab Herbst 2015) plant er mit vier Modellen in insgesamt 14 Stilen und drei Farben. Die verwendete Baumwolle ist GOTS-zertifiziert und stammt aus Indien. Die gesamte Wertschöpfungskette hat Andreas durch seine langjährige Erfahrung in der Textilindustrie im Auge. Besonders auffällig ist übrigens der breitere Bund (4 statt 3 Zentimetern), den Andreas seinen Buxen verpasst hat. Ob das nun “Calvin Klein in grün” ist (O-Ton eines Messebesuchers), ist mir relativ egal – Andreas hat mich mit seiner Kollektion und seiner akribischen Herangehensweise mehr als überzeugt und ich freue mich bereits sehr auf den Herbst diesen Jahres und eine tolle weiße Boxer Brief von G&amp;A – Organic Underwear.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7025" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0797-1024x680.jpg" alt="Phil &amp; Lui | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Waren mir Philipp und Caroline von <strong><a href="http://phil-and-lui.de/" target="_blank">Phil &amp; Lui</a> </strong>schon virtuell kreuz sympathisch, hielt die Realität dieses Versprechen mit links. Die beiden teilten sich mit anderen Labels eine Fläche und hatten letztlich nur eine Kleiderstange Platz für ihre neuen Teile für Spring/Summer 2016 – aber diese hatten es in sich. Gerade im Vergleich zu den anderen Marken im Umkreis von 2 Metern zauberten die beiden eine sehr schöne und ihrem Stil entsprechende Verkaufsfläche dahin, dass sich einige Marken davon mehr als nur eine Scheibe abschneiden sollten. Im Gespräch waren die beiden nicht nur sympathisch und voller Tatendrang, sondern auch wissbegierig, wenn es um den gemeinsamen Austausch über Grüne Mode ging.</p>
<p>Für die neue Saison präsentierten sie eine große Bandbreite an verschiedenen Unisex-Shirts, -Longsleeves und -Sweatern sowie auch eine kurze Shorts für Frauen, die mit aufwendigen Stickereien versehen war. Für die verschiedensten Teile ihrer Kollektion fanden Philipp und Caroline immer seltener verwendete Nähmaschinen und schaffen so mit vielen kleinen aber feinen Details, aus der Masse der Grünen Mode herauszustechen. Einfach mal so ein Shirt zu produzieren, käme den beiden nicht in die Tüte – und diesen Drang nach Details und dem richtigen Dreh spürt man, wenn man den beiden beim Verkaufen zu sieht und mit den beiden spricht. Meine Empfehlung: Checkt <a href="http://phil-and-lui.de/" target="_blank"><strong>Phil &amp; Lui</strong></a> in den nächsten Wochen und Monaten – ihr werdet es nicht bereuen.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7026" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0789-1024x680.jpg" alt="Lovjoi | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Und wenn ich schon einmal im Lobpreisen bin, dann können wir gleich noch über <a href="https://www.lovjoi.com/" target="_blank"><strong>Lovjoi</strong></a> sprechen. Lovjoi ist gerade einmal etwas älter als ein Jahr und wurde von Verena Paul gegründet. Freddy und Eliane komplettieren das 3er Gespann, das laut Textilwirtschaft unter den Top 10 der “Labels to watch in Berlin” ist und von der INNATEX zu den “DesignDiscoveries” zählt. Dem kann ich nur zustimmen. Lovjoi ist bio, fair und tatsächlich Made in Germany. In Berlin zeigten die 3 sowohl Teile aus ihrer Herbst/Winter 2015/2016 Kollektion als auch die neuen Stücke für SS 2016. Darunter unter anderem Steve, ein toller Pullover in schneeweiß mit Wabenstruktur, der einfach unglaublich gut aussieht und toll verarbeitet ist. Das Äquivalent für die Damen ist nicht minder begeisterungswürdig. Lovjoi bietet aber auch Kleider, einen Rock und Shirts für Männer (die aber an sich auch Unisex getragen werden können), gerne im asymmetrischen Schnitt. Lovjoi ist frisch und unbekümmert, mit den richtigen Gedanken zu ihrer eigenen Produktion und dem Designerherz am rechten Fleck.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7027" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0785-1024x680.jpg" alt="Studio Jux | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Bevor ich allerdings all diese Eindrücke sammeln konnte, zog es mich gemeinsam mit Raphael noch zu <a href="https://www.studiojux.com/" target="_blank"><strong>Studio Jux</strong></a> aus Amsterdam. Das Label habe ich bereits seit Jahren auf dem Schirm und finde die Kollektionen Saison für Saison bzw. Jahr für Jahr immer wieder gelungen. Überraschenderweise kann ich immer noch nicht ein Jux mein Eigen nennen, was sich aber in der nächsten Saison sehr sicher ändern wird. “Schuld” daran sind vor allem zwei neue Kreationen für Männer, die einfach klasse sind. Es gibt zum einen ein schmal geschnittenes Sakko (wenn gewünscht auch mit Hose als Anzug) in einem intensiven, dunklen Blauton, welches durch Feinheiten der nepalesischen Verarbeitungskunst besticht. Zum anderen hat Studio Jux nicht nur neues Jersey und Mixed Twill mit in die Saison genommen, sondern auch sommerlichen Strick, der einen auch bei wärmeren Temperaturen nicht im Stich lassen wird. Sehr tragbare und stilsichere Menswear der Marke Studio Jux, die <a href="https://www.grossvrtig.de/fotografie/nepal-earthquake-die-folgen-und-was-wir-unternehmen-koennen/" target="_blank"><em>trotz aller Widrigkeiten durch das Erdbeben in Nepal</em></a> weiterhin vor Ort produziert wird.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-7028" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0779-1024x680.jpg" alt="bleed | Ethical Fashion Show | Green Showroom | SS16 | Postbahnhof am Ostbahnhof | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Meine allererste Begegnung auf der Ethical habe ich mir für das Ende des Reviews aufgehoben. Direkt um kurz vor 11 Uhr lief ich Michael von <a href="https://www.bleed-clothing.com/" target="_blank"><strong>bleed</strong></a> in die Arme. Wir unterhielten uns nicht nur über die <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10153471152801115.1073741852.227052126114&amp;type=3" target="_blank"><strong>wunderbare Innatex Lounge im Fluxbau</strong></a> vom Vorabend, die ich wieder zum Netzwerken genutzt habe, sondern auch über das <a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/es-ist-vollbracht-die-montado-black-edition-kommt/"><em>erfolgreiche Crowdfunding der Montado Black Edition</em></a>. Michael und sein Team hatten auch die Damen-Korkjacke mit am Stand und freuten sich immer noch über die außerordentlich positive Resonanz auf ihr Crowdfunding und die Idee, aus Kork eine Alternative zur Lederjacke zu kreieren. Natürlich hatten sie auch frische Stiles für die nächste Sommersaison dabei. Der Weg von bleed geht in eine gute Richtung namens Streetwear und ich bin gespannt, wie lange sie die Ethical weiterhin als Messe nutzen werden. Der <a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/der-zeitgeist-traegt-schwarz-weiss-seek-berlin-springsummer-2016-im-72hmode-review/"><em>SEEK</em></a> würde bleed ebenfalls gut zu Gesicht stehen, wenn sie die eingeschlagene Richtung beibehalten werden.</p>
<p>Danke Alf, ich (Lars) übernehme. In eine andere Richtung, aber auch sehr erforlgreich entwickelt sich das Kölner Label Lanius, dass sich diesmal in der Aussenhalle präsentierte. Neben luftigem Strukturstrick haben es mir (Lars) vor allem die neuen Tencel- und Modalqualitäten angetan. Lockere Blusenshirts, Kleider und Röcke mit edlem seidigem Glanz in sommerlich frischen Farben. Natürlich gibt es auch wieder schöne Musterkleider, aber insgesamt wirkt die Kollektion cleaner und das gefällt mir sehr gut. Zusammen mit den neuen Stoffen und der gewohnt hervorragende Verarbeitung wird Lanius damit sicher noch stärker auch ein jüngeres Publikum für sich gewinnen können.<br />
<a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/IMG_1714.jpg"><img class="alignnone wp-image-7036" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/IMG_1714.jpg" alt="IMG_1714" width="650" height="433" /></a></p>
<p>Auch bei PeopleTree gab es frische Sommerfarben und mehr einfarbige Styles als viele das vielleicht von den Briten gewohnt sind. Linda Mohrmann, die mit ihrer agentur für fair fashion PeopleTree in Norddeutschland vertreibt, konnte mir zudem berichten, dass nun auch Handwebstoffe in Bio-Qualität umgesetzt werden konnten. Das ist eine super Neuigkeit. Die handgewebten Stoffe sind seit Jahren fester Bestandteil der Kollektionen und kommen oft für die stärksten Blusen und Kleider zu Einsatz.</p>
<p>Die Pioniere moderner fairer und grüner Mode entwickeln sich allesamt sehr gut und mit Lovjoi und Jan &#8218;n June gibt es endlich mal wieder 2 vielversprechende Neulinge. Dank der <a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/endlich-mal-in-ruhe-quatschen-die-innatex-lounge-im-fluxbau/">Innatex-X-Lounge &#8211; diesmal mit Spreeblick im FluxBau!</a> &#8211; habe ich zudem wieder viele großartige Menschen aus der grünen Modebranche kennen gelernt und wiedergetroffen, was sonst beim 3-Tägigen Messehopping nicht möglich wäre. So haben auch Alf und ich uns wenigstens noch ein bisschen austauschen können. An dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an Alf für die tolle Berichterstattung hier und auf seinem eigenen Blog <a href="https://www.grossvrtig.de">www.grossvrtig.de</a>. Bis bald Berlin.</p>
<div></div>
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		<title>Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2015 11:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Sara Westerhaus]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit dem 20. März läuft die Ausstellung Fast Fashion: Die Schattenseite der Mode im Museum für Kunst und Gewerbe . Vorweg: Man fühlt sich schlecht nach dem Besuch der Ausstellung. Nicht nur, weil man mit den Folger der globalen Textilindustrie konfrontiert wird – sondern vor allem, weil einem bewusst wird, dass man selbst ein Teil [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 20. März läuft die <a title="Zum Museum für Kunst und Gewerbe" href="https://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell/fast-fashion.html" target="_blank">Ausstellung Fast Fashion: Die Schattenseite der Mode</a> im Museum für Kunst und Gewerbe .</p>
<p>Vorweg: Man fühlt sich schlecht nach dem Besuch der <a title="Zur Ausstellung" href="https://www.fastfashion-dieausstellung.de/de/" target="_blank">Ausstellung</a>. Nicht nur, weil man mit den Folger der globalen Textilindustrie konfrontiert wird – sondern vor allem, weil einem bewusst wird, dass man selbst ein Teil davon ist und (Mit-)Verantwortung dafür trägt, wie sehr Menschen unter unwürdigen Arbeitsbedingungen unsere Kleidung herstellen und wie sehr die Natur für billige Massenware zerstört wird. Aber – und deswegen sollte man unbedingt hingehen: Gerade dieses Bewusstsein schafft den Drang, den Kreislauf aus kaufen – kurz tragen – wegwerfen – neu kaufen zu durchbrechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6792" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Ausstellungsansicht_3.jpg"><img class="size-medium wp-image-6792" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Ausstellungsansicht_3-300x194.jpg" alt="Ausstellungsansicht" width="300" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Annika Lampe/Friederike Palm</p></div>
<p>Fast Fashion ist die erste Ausstellung, die sich kritisch mit dem System der Bekleidungsindustrie und den sozioökonomischen und ökologischen Folgen auseinandersetzt. Der Begriff Fast Fashion steht für massenproduzierte Modewaren, die weltweit zu Niedrigpreisen verkauft werden. Zara, H&amp;M, Primark, Mango oder Vero Moda sind nur einige bekannte Beispiele für Modefirmen, die diesen neuen Typus des schnellen Modekonsumenten hervorgebracht haben.</p>
<div id="attachment_6793" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Taslima_Akhter_The_Life___Struggle_of_Garment_Workers3.jpg"><img class="size-medium wp-image-6793" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Taslima_Akhter_The_Life___Struggle_of_Garment_Workers3-300x199.jpg" alt="Bedrohte Arbeiter in Bangladesh, 2008,  © Taslima Akhter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Bedrohte Arbeiter in Bangladesh, 2008,<br />© Taslima Akhter</p></div>
<p>Fast Fashion bedeutet vor allem Beschleunigung. Zwischen Entwurf und Auslieferung des Produkts liegen oft gerade mal zwei Wochen. Das steigert den Kaufanreiz doppelt: Wer nicht weiß, ob das Shirt auch morgen noch im Laden hängt, nimmt es eben heute mit. Und schaut in ein paar Tagen wieder vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt. Die Fast Fashion ist auf diesem Wege zu einem ökonomischen Erfolgsmodell geworden. Doch das geht zu Lasten der ökologischen und sozialen Systeme. Die Fast Fashion-Industrie besitzt eine denkbar schlechte Umweltbilanz und gehört zu den Branchen mit teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen und Löhnen weit unterhalb des Existenzminimums.</p>
<h2>Wer sind die eigentlichen Fashion Victims?</h2>
<p>Was bedeutet es für Menschen am unteren Ende der Produktionskette und für die Umwelt, dass wir viermal so viele Klamotten besitzen wie 1980? Dass wir viele Kleidungsstücke im Durchschnitt nur 1,7mal tragen und bis zu 20 Kleidungsstücke völlig ungetragen im Schrank hängen haben? Für 1 Kilogramm Textilien werden bis zu 1 Kilogramm Chemikalien und 300 Liter Trinkwasser benötigt. Die Herstellung von Bekleidung geht also mit einem enormen Ressourcenverbrauch einher. Beim Baumwollanbau kommen Pestizide zum Einsatz. Im Produktions- und Verarbeitungsprozess werden noch einmal etwa 7.000 unterschiedliche Chemikalien eingesetzt.</p>
<div id="attachment_6795" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Friedel_beyondfashion_III.jpg"><img class="size-medium wp-image-6795" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Friedel_beyondfashion_III-300x240.jpg" alt="Foto: © Susanne A. Friedel" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: © Susanne A. Friedel</p></div>
<p>Das alles ist nicht nur eine unglaubliche Umweltbelastung, sondern hat auch katastrophale Folgen für die Menschen, die mit diesen Giften in Berührung kommen. Viele Textilarbeiter sterben an diesen Folgen. Und auch das ist nur ein kleiner Bruchteil der unglaublichen Bedingungen, unter denen die Arbeiterinnen und Arbeiter täglich zu leiden haben. Dunkel erinnern wir uns vielleicht noch an den Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Dhaka in Bangladesh im Jahr 2013.</p>
<p>Die Ausstellung zeigt das Schicksal dieser Menschen in beklemmenden Bildern. Wer in der Textilindustrie arbeitet, kämpft zudem gegen sexuelle Belästigung, Druck, fehlende Pausen und geht am Ende des Tages mit einem Lohn nach Hause, der zum Leben nicht reicht. Die Textilarbeiter in den asiatischen Produktionsländern und in Osteuropa erhalten meistens nur den Mindestlohn, der weit unter dem Existenzminimum liegt. Diese Lohnkosten entsprechen nur maximal ein bis zwei Prozent des Endpreises. Nicht nur für Produkte der Fast Fashion, sondern auch für Bekleidung im mittleren Preissegment gilt dieses riesige Missverhältnis.</p>
<h2>Die Entdeckung der Langsamkeit</h2>
<p>Als Gegenmodell zur Fast Fashion gewinnt die Slow Fashion-Bewegung zunehmend an Bedeutung. Sie fordert Produzenten und Konsumenten zu mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Mensch, Umwelt und Produkten heraus. Die zentralen Ziele der Slow Fashion sind Entschleunigung, die umweltschonende Herstellung und Auswahl der Rohstoffe, fairer Handel, eine nachhaltige Produktion und hochwertige Verarbeitung.</p>
<div id="attachment_6796" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Ausstellungsansicht_6.jpg"><img class="size-medium wp-image-6796" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/04/MKG_Fast_Fashion_Ausstellungsansicht_6-300x200.jpg" alt="Materialien der Slow Fashion Foto: Annika Lampe/Friederike Palm" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Materialien der Slow Fashion Foto: Annika Lampe/Friederike Palm</p></div>
<p>In der Ausstellung Fast Fashion werden alternative Materialien wie Brennnessel, Lachshaut, Seealgen oder Milchfasern, umweltschonenden Technologien wie das Bleichen von Jeans mit Ozon und Lasertechnik oder das Gerben von Leder mit Rhabarber und Oliven vorgestellt. Besucherinnen und Besucher lernen verschiedene <a title="Textilsiegel" href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=6662=" target="_blank">Textilsiegel</a> sowie Organisationen wie die Clean Clothes Campaign, die Fair Wear Foundation oder Greenpeace kennen, die auf Missstände in der Bekleidungsproduktion aufmerksam machen und sich für mehr Transparenz und die Einhaltung verschiedener Umwelt- und Sozialstandards einsetzen.</p>
<p>Aber – und das ist das einzige Manko an der Ausstellung – der Teil der Slow Fashion wird sehr technisch präsentiert und zeigt längst nicht, wie unglaublich vielseitig, modern und tragbar Eco Fashion mittlerweile geworden ist. So bleibt vielen Besucherinnen und Besuchern zwar der schale Geschmack des schlechten Gewissens, aber zu wenig Wissen um echte Alternativen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Cycling is not a sport&#8220; &#8211; Mathias Ahrberg im Interview über grüne Fahrradmode</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2014 12:56:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trotz Nieselregen und Graupelschauer sind viele von ihnen in Berlin täglich unterwegs: die Fahrradfahrer. Unermüdlich, trotz schlechter Witterungsbedingungen. Sowohl für diese Radfahrer als auch für alle, die lieber den Drahtesel nehmen als den Öffentlichen Nahverkehr oder das Auto gibt es die neue Kollektion von AHRBERG &#8211; einem kleinen feinen Fahrradsportlabel aus Hamburg. Aus der Taufe gehoben [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Trotz Nieselregen und Graupelschauer sind viele von ihnen in Berlin täglich unterwegs: die Fahrradfahrer. Unermüdlich, trotz schlechter Witterungsbedingungen. Sowohl für diese Radfahrer als auch für alle, die lieber den Drahtesel nehmen als den Öffentlichen Nahverkehr oder das Auto gibt es die neue Kollektion von <a href="http://ahrberg.cc/">AHRBERG</a> &#8211; einem kleinen feinen Fahrradsportlabel aus Hamburg. Aus der Taufe gehoben wurde dies vom Namensgeber Mathias Ahrberg, den ich zum Interview bieten durfte.</em></p>
<p><img class="alignnone wp-image-6318" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2014/12/140618_RZX6104-1024x682-300x199.jpg" alt="Ahrberg | Interview | Fahrradmode | EcoFashion | Foto: René Zieger | GRÜNE MODE" width="462" height="308" /></p>
<p>Alf / Mathias, du hast bis 2012 mit Wiebke zusammen <a href="https://www.designmob.de/2012/08/05/fairliebt-ist-faster-than-a-fax-machine-und-sagt-bis-dannimanski/">fairliebt</a> gemacht. Auf der Abschiedsfeier in Hamburg wusstest du aber noch nicht, dass es für dich mit AHRBERG weitergehen sollte. Wie kamst du auf die Idee, Fahrradbekleidung zu machen?<span id="more-6316"></span></p>
<p>Mathias / Das hat sich langsam so entwickelt. Kurz nachdem wir mit fairliebt aufgehört haben, saß ich mit meinem guten Freund Christian, mit dem ich versuche einmal im Jahr in Österreich Mountainbike zu fahren, abends auf dem Balkon, wir tranken ein Bier und Christian sagte: &#8222;Und jetzt gründest du ein Fahrradsportlabel!&#8220; Ich lachte und sagte: &#8222;Auf gar keinen Fall!&#8220; Eineinhalb Jahre später waren wir wieder Radfahren, diesmal im Allgäu, haben Bier getrunken und ich meinte zu ihm: &#8222;Rate mal, was ich jetzt mache? Ein Fahrradsportlabel!“</p>
<p>A / Was ist in den eineinhalb Jahren passiert und warum hast du dich für Fahrradmode entschieden?</p>
<p>M / Ich hatte doch wieder Lust, etwas Eigenes zu machen. Bei der Fahrradmode hat mich vieles gestört: Die Materialien, der Look, der ganze Ansatz. Mit AHRBERG geht es mir darum, dem Radfahren eine Wertigkeit zu geben. Die Fahrradfahrer sind noch eine sehr heterogene Masse. Es gibt kein „Wir sind Radfahrer“, wobei sich das seit Jahren bessert. Radfahren ist aber nicht nur Sport, sondern eben auch praktisch. Das Fahrrad ist das praktischere Fortbewegungsmittel. Und dafür mache ich mit AHRBERG auch praktische Fahrradmode.</p>
<p>A / Neben den &#8222;<a href="http://ahrberg.cc/tour/freunde-am-fahren/" target="_blank">Freunde am Fahren</a>&#8222;-Touren sind die Messen für dich wichtig, um AHRBERG bekannter zu machen. Du hast 2014 auf der <a href="https://www.veloberlin.com/">Velo</a> und der <a href="https://www.berlinerfahrradschau.de/">Berliner Fahrradschau</a> tolles Feedback für deine Kollektion bekommen. Manche waren begeistert, da dein Loop »wirklich so gut ist wie du gesagt hast« &#8211; ein tolles Lob für deine Arbeit und deine Produkte.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-6322" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2014/12/not-a-sport-rolled-300x201.png" alt="Ahrberg | Interview | Fahrradmode | EcoFashion | Foto: Ahrberg.cc | GRÜNE MODE" width="220" height="147" /> <img class="alignnone wp-image-6324" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2014/12/gelegt-300x200.png" alt="Ahrberg | Interview | Fahrradmode | EcoFashion | Foto: Ahrberg.cc | GRÜNE MODE" width="220" height="147" /></p>
<p>M / Danke und »Ja«, das Material, welches wir verwenden, ist wirklich gut. Für das Shirt haben wir TENCEL verwendet. Der Stoff wird in Österreich produziert und in einer polnischen Näherei weiterverarbeitet. Der Loop besteht aus 60 Prozent <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyocell">TENCEL</a> und 37 Prozent <a href="https://www.textileweb.com/doc/meryl-nexten-0001">Meryl Nexten</a>, einer klassischen Funktionsfaser. Das ist aus grünem Gesichtspunkt nicht ganz korrekt, da es eine Neufaser ist, die eingearbeitet wird. Das Problem ist: Wir kriegen in Europa keine recycelten Fasern, da wir als Label viel zu klein sind. An diesem Punkt wägen wir ab und haben uns für ein <a href="https://www.bluesign.com/">Bluesign®</a>-zertifiziertes Produkt entschieden, welches zudem vegan ist.</p>
<p>A / (<em>Überrascht</em>) Ist vegane Radkleidung ein Thema?</p>
<p>M / Ja, nicht nur in meinem Freundeskreis. Für Radkleidung wird häufig Merino-Wolle, meist aus Neuseeland, verwendet. Alles, was schlicht und schön ist, ist auch aus Merino-Wolle. Gerade der Prozess der Gewinnung der Wolle ist fragwürdig. Um darauf nicht zurückgreifen zu müssen, haben wir beim Shirt auf 93 Prozent TENCEL und 7 Prozent Elasthan gesetzt – und haben damit ein noch besseres Produkt erhalten.</p>
<p>A / Mit TENCEL bist du der einzige Anbieter im Fahrradbereich, wenn ich das richtig im Kopf habe.</p>
<p>M / Ja, und ich bin verwundert, dass so wenige Labels TENCEL für Bekleidung verwenden. TENCEL ist gegenüber der Baumwolle die effizientere Faser, gerade in Bezug auf die Anbaufläche und den Wasserverbrauch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignnone wp-image-6333" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2014/12/loop-rose-300x200.png" alt="Ahrberg | Interview | Fahrradmode | EcoFashion | Foto: Ahrberg.cc | GRÜNE MODE" width="462" height="308" /></p>
<p>A / Was mich wundert ist: TENCEL wird kaum verwendet, obwohl es eine bessere Haptik hat und eine höhere Qualität in der Verarbeitung garantiert …</p>
<p>M / … aber teurer ist. Das ist der Knackpunkt, das Ausschlaggebende. Du bist mit TENCEL gleich im höherpreisigen Segment. Bei einem T-Shirt liegst du eben bei 65 Euro. Im Lifestyle-Bereich ist das viel, im Sport- und Funktionsbereich aber noch in Ordnung. Ich bin weiterhin optimistisch, auch wenn das Material das Dreifache von einer sehr guten Baumwolle kostet.</p>
<p>A / Nach dem Loop, den Cycling Caps, dem Shirt und deinem Baselayer – wie geht es mit AHRBERG modisch weiter?</p>
<p>M / Perspektivisch wollen wir Richtung Streetwear gehen. Aber wir nehmen uns immer viel Zeit für die einzelnen Produkte, da wir alles selbst entwickeln. Wir schlagen nicht einfach den Katalog auf und drucken irgendwo unser Label drauf. Ich hätte zum Beispiel total Bock auf eine Hose, aber das ist eben ein immenser Aufwand. Gerade bei einer Jeans, die bei 140 Euro liegen würde. Ein Loop ist da einfacher, ein Teil zum Mitnehmen, für 40 Euro.</p>
<p>A / Nicht nur für die Rennfahrer?</p>
<p>M / Nein, für alle Radfahrer. Auf unserem Shirt zum Beispiel findest du keinen Reflektorstreifen oder ähnliches. Es ist einfach ein tolles Shirt, das dich auf dem Rad gut gekleidet und funktional auf die Arbeit bringt. So einfach ist es, nach dem Motto »Cycling is not a sport«.</p>
<p>Fotos: <a style="color: #c5bd99;" href="https://www.renezieger.de/main.php" target="_blank">René Zieger</a> (Ahrberg Cycle Cap) sowie Ahrberg.cc (Produktfotos) als auch <a href="https://www.bjoernlexius.de/" target="_blank">Björn Lexius</a> (Kampagnenmotiv)</p>
<p><em>Ihr wollt noch mehr über Ahrberg wissen? Dann lest am besten <a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/cycling-is-not-a-sport-mathias-ahrberg-im-interview/" target="_blank">hier</a> das ausführliche Interview von Alf mit Mathias &#8211; mit weiteren Infos, Anekdoten und einigen philosophischen Gedanken.</em></p>
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