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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; Jeans</title>
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		<title>Der Zeitgeist trägt schwarz-weiß</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2015 06:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Alf-Tobias Zahn]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei herrlichstem Sonnenschein in der Halle tummeln fällt einem auch nur während der Berliner Modemessen ein. Dabei haben die Organisatoren der <strong><a href="https://www.seekexhibitions.com/" target="_blank">SEEK Berlin</a></strong> in diesem Jahr versucht, alle Besucher zumindest für den kulinarischen Konsum nach außen zu locken. Eine richtige Entscheidung, blieb so innen viel mehr Platz für die Menswear Labels und ihre Spring/Summer 2016 Kollektionen.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-6975" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/11696335_927770040617474_2102486465219292523_o.jpg" alt="SEEK Berlin | Spring/Summer 2016 | Arena Berlin | Foto: SEEK | GRÜNE MODE" width="640" height="427" /></p>
<p>Zu sehen gab es viel Männermode, die den Zeitgeist aus der letzten Saison (AW 2015/2016) fortführte: Viel schwarz, viel weiß, asymetrische Schnitte, luftigere Shirts und skandinavischer Minimalismus prägten aus meiner Sicht die SEEK für den nächsten Sommer. Ich widmete mich wieder vornehmlichen den Grünen Labels, die vor Ort waren, und gut in das Markenumfeld passten. Dabei überraschte mich, dass A Question Of und auch die Unforms for the Dedicated diesmal den Weg zur SEEK nicht gefunden hatten. So blieb mir eine kleinere Auswahl, die ich um so lieber besucht habe.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-6978" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0708-1024x680.jpg" alt="SEEK Berlin | Summer/Spring 2016 | VATTER | Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Frisch in der Halle eingetroffen, traf ich mich gleich mit Thomas und Marcus von <strong><a href="https://www.vatter-fashion.com/" target="_blank">VATTER</a></strong>. Ihr wisst ja, dass ich seit einigen Monaten <em><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/packt-die-liebestoeter-weg-vatter-ist-da/" target="_blank">großer Fan der Unterwäsche bin</a></em>. Umso mehr freute ich mich, dass VATTER zum ersten Mal als Aussteller auf der SEEK vertreten waren. Mit im Gepäck hatten sie ihre aktuelle Männer- und Frauenkollektion sowie einige Bodys für die Allerkleinsten. Vor allem die Männerkollektion schien bei den Händlern gut anzukommen, so mein Eindruck mit dem ein oder anderen aus dieser Zunft etwas später am Tag. In Zukunft, so Thomas im Gespräch am Stand, wird es bei VATTER entweder weitere Modelle für die Damen geben oder noch weitere Farben für Männer und Frauen. Gleichzeitig gibt es auch immer wieder eine starke Nachfrage nach Oberteilen für die Nacht. Ich bin gespannt, wie sich VATTER rund um das sympathische Team in den nächsten Jahren entwickeln wird.</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0730.jpg"><img class="alignnone wp-image-6979" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0730-1024x680.jpg" alt="EEK Berlin | Summer/Spring 2016 | VEJA| Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></a></p>
<p>Selbstverständlich blieb ich diesmal auch wieder bei meinen Freunden von <strong>VEJA</strong> stehen, die in der letzten Saison <em><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/recycling-new-black-mein-rueckblick-auf-die-seek-autumnwinter-201516-teil/" target="_blank">mit Tilapia alle aus den Sitzen gerissen haben</a></em>. Die schimmernden Schuppen des Buntbarsches gibt es für das nächste Jahr vor allem als kleinere Applikationen. Zudem gibt es viele Farbvariationen der bestehenden Modelle. Geprägt wird das nächste Jahr vor allem aber von insgesamt 4 Kooperationen, die die Franzosen launchen werden. <em>Sad but true</em>: Die sind noch so exklusiv, dass ich sie zwar mit meinen eigenen Augen sehen durfte, aber keine Fotos veröffentlichen darf. Nur so viel: VEJA wird <em><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/vergesst-sneakers-kauft-die-espadrilles-kenyatas-und-cabriles-von-industry-nations/" target="_blank">mit einer meiner liebsten Brands</a></em> einen phänomenal leichten Sneaker auf den Markt bringen und besticht in einer anderen Kollaboration mit für das Label ungewöhnlichen Formen und einem Stil, der nicht nur mir ein sehr anerkennendes Nicken entlockte. Haltet euch also fest, ab November 2015 startet VEJA mit ihren Kollaborationen so richtig durch.</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0746.jpg"><img class="alignnone wp-image-6980" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0746-1024x680.jpg" alt="EEK Berlin | Summer/Spring 2016 | pinqponq| Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></a></p>
<p>Danach besuchte ich ein Label, was mir bis datto noch nicht viel sagte. Unvorstellbar, meinte Lars am Abend während unseres Plausch auf der Innatex Lounge, aber nun einmal wahr. <a href="https://www.pinqponq.com/de/" target="_blank"><strong>pinqponq</strong> </a>machen zeitlose Taschen, die funktional, ästhetisch und nachhaltig produziert werden. Die Rucksäcke und Taschen bestehen aus <strong><a href="https://www.pinqponq.com/de/story" target="_blank">recycelten PET-Flaschen und weiterem Plastik</a></strong>, die in Vietnam bezogen und auch dort weiterverarbeitet werden. Alles zu sozialen und fairen Bedingungen. Der cubiq in den beiden Größen Small und Large hat eine farbliche Auffrischung bekommen, die sich gelohnt hat: Alleine während meines Aufenthalts am Stand haben so viele Besucher den bunten cubiq small angefasst und besprochen, dass ich nur hoffen kann, dass auch einige bestellfreudige Händler dabei waren. Darüber hinaus gibt es nicht nur mehr Farbe, sondern auch mehr Details und einen noch höheren Grad an Multifunktionalität, unter anderem bei den Möglichkeiten, alle wichtigen Sachen in der Tasche zu verstauen und im Anschluss durch die Welt zu tragen. pinqponq hat mich überzeugt und ich werde die weitere Entwicklung der Kölner im Auge behalten.</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0737_x.jpg"><img class="alignnone wp-image-6981" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0737_x-1024x680.jpg" alt="SEEK Berlin | Summer/Spring 2016 | ekn Footwear| Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></a></p>
<p>Noch nicht einmal einen Steinwurf entfernt freute ich mich dann über den Stand von <strong><a href="https://www.ekinfootwear.de/" target="_blank">ekn Footwear</a></strong>. Im Mittelpunkt standen diesmal die verschiedenen Farbvariationen des Bamboo Runners und die sehr stark nachgefragten Sandalen. <em><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/detailverliebt-und-gut-durchdacht-mein-rueckblick-auf-die-seek-autumnwinter-201516-teil-ii/" target="_blank">Noel und Daniel</a></em> gehen konsequent ihren Weg weiter und designen nicht nur klassische Modelle, sondern wagen mit einem Sneaker wie dem Bamboo Runner mehr Kreativität, die automatisch provoziert. Der Bamboo Runner passt wie die Faust aufs Auge der SEEK, in seiner Ausgefallenheit und seinem internationalen Anspruch und es ist kein Wunder, wenn Händler den Sneaker nur allzugerne für ihr Geschäft haben wollen. Neben dem Runner und der Sandale fand ich auch den an VANS erinnernden Slip-On richtig gut. Er erweitert die Produktpalette bei ekn Footwear noch einmal um ein weiteres, hoffentlich erfolgreiches Modell.</p>
<p><img class="alignnone wp-image-6982" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/DSC_0755-1024x680.jpg" alt="SEEK Berlin | Summer/Spring 2016 | Nudie| Foto: Alf-Tobias Zahn | GRÜNE MODE" width="640" height="425" /></p>
<p>Meinen Messerundgang wollte ich dann unbedingt bei <a href="http://nudiejeans.com/" target="_blank"><strong>Nudie</strong> </a>abschließen – nicht nur, aber auch auf Grund des äußerst bekömmlichen Gin Tonics. Muss ich noch viele Worte über Nudie verlieren? Eigentlich nicht, verkaufen die Schweden doch schon seit Jahren äußerst hochwertige Denims aus zertifizierten und nachhaltig angebauten Materialien in allen erdenklichen Modellen und Stilen. Doch Nudie ist <em>more then denim</em>! Für Frühjahr/Sommer 2016 gibt es deutlich mehr Tiefe im Sortiment, vor allem bei Shirts, Sweater und Hemden. Eines der Highlights ist die pflanzlich gegerbte Lederjacke, die in Indien hergestellt wird (<em><a href="https://www.grossvrtig.de/gruene-mode/es-ist-vollbracht-die-montado-black-edition-kommt/" target="_blank">wer kein Leder tragen möchte, kennt ja seit wenigen Wochen die passende Alternative</a></em>). Für mich ebenfalls neu: Die recycelten Lederpatches, die dank einer Kooperation mit Kavat seit einigen Jahren bereits auf den Jeans ein zweites Leben feiern dürfen. Richtig gute Idee von den Jungs und Mädels aus Göteborg.</p>
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		<title>Ozon- und Laser-Hosen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 07:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Chahboune]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer dreijährigen „Non-Denim“-Phase sind die Jeans nun zurück. Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch farbenfrohe Chinos und Flats haben einen starken Einfluss auf die kommenden Jeanstrends: Es wird bunt. Farben, Prints (gerne auch All-over) und glänzende Metallic-Beschichtungen. Auch der Destroyed- und Used-Look bleibt uns weiter erhalten und nimmt einstweilen extreme Formen an. Mehr [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2013/06/jeansveredelung.jpg"><img class="alignnone  wp-image-4031" alt="jeansveredelung" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2013/06/jeansveredelung.jpg" width="468" height="349" /></a></p>
<p>Nach einer dreijährigen „Non-Denim“-Phase sind die Jeans nun zurück. Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch farbenfrohe Chinos und Flats haben einen starken Einfluss auf die kommenden Jeanstrends: Es wird bunt. Farben, Prints (gerne auch All-over) und glänzende Metallic-Beschichtungen. Auch der Destroyed- und Used-Look bleibt uns weiter erhalten und nimmt einstweilen extreme Formen an.<br />
Mehr als 100 Mio. Paar Jeans kaufen die Deutschen im Jahr, das macht 12,3% des Marktvolumens im Bekleidungssegment. Über 68% der hier verkauften Jeans gehen für weniger als 30€ über die Theke und der Durchschnittspreis für Importware – überwiegend aus China, Bangladesch, der Türkei, den Niederlanden und Italien – liegt bei 8,98€. Schwierig sich vorzustellen, dass es bei den Preisen noch umweltfreundlich bei der Produktion zugeht, beziehungsweise zugehen kann, auch wenn die Denimbranche sich „Nachhaltigkeit“ als Topthema auf die Fahne geschrieben hat.<span id="more-4026"></span><br />
Die ernüchternden Ergebnisse der aktuellen <a href="https://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=101964&amp;bernr=07">Prüfung von Öko-Test bei Kinderjeans</a> auf Schadstoffgehalt und Materialeigenschaften bekräftigen diesen Eindruck. Die Bestbewertung bei 20 getesteten Hosen ist gerade mal &#8222;befriedigend&#8220; &#8211; mehr als die Hälfte der Jeans fällt mit einem &#8222;ungenügend&#8220; durch.</p>
<p>Dass die Jeansproduktion problematisch ist, was umwelt- und humantoxikologische Aspekte angeht, ist ein offenes Geheimnis. Besonderes beim Färben und beim Finish werden unzählige Chemikalien eingesetzt und enorme Mengen an Wasser verbraucht.<br />
Die Jeansindustrie weiß um diese Missstände und arbeitet auf Hochtouren an neuen Technologien und Alternativen zu den kommerziellen Herstellungsverfahren. Viele dieser Innovationen befinden sich noch in der Testphase oder sind in der Anschaffung so teuer, dass sie es wohl nicht zu einem flächendeckenden Einsatz schaffen werden. Andere wiederum haben definitiv Potenzial etwas zu ändern: Wie die Ozonbleiche und die Lasertechnologie.</p>
<p>Beide Verfahren werden bei der finalen Veredlung eingesetzt, um der Jeans den gewünschten Used-Look zu verleihen. Um diese künstliche Alterung zu erreichen, muss der Farbstoff in mehreren Stufen wieder ausgewaschen werden. Dazu werden chemische Bleichmittel wie Natriumhypochlorit verwendet. Meist sind noch zusätzliche Schritte nötig, wie beispielsweise das Aufsprühen von Kaliumpermanganat, manueller Abrieb mit Schmirgelpapier oder das Waschen mit Bimssteinen (Stonewash).</p>
<p>Das Bleichen mit Ozon – oft auch als Sauerstoffbleiche bezeichnet &#8211; ist eine gute ökologische Alternative. Ozonmaschinen sehen aus wie riesige Waschmaschinen und werden per Computer gesteuert. Erst einmal gestartet, wird reiner Sauerstoff eingeleitet, der in Ozon umgewandelt wird. Indigo wird oxidativ zu gelbem Isatin gespalten und bleibt als gelblicher Belag auf der Hose zurück, der in der anschließenden Nachwäsche verschwindet. Der Bleichprozess selbst dauert so lange, bis die Jeans die gewünschte Helligkeit erreicht haben. Das Ozon zerfällt dabei wieder zu Sauerstoff. Die Maschine ist hermetisch abgeriegelt und lässt sich erst öffnen, wenn kein Restozon mehr vorhanden ist. So wird sichergestellt, dass die Arbeiter nicht mit dem Gas in Berührung kommen.<br />
Der spanische Maschinenhersteller Jeanologia hat für sein Modell „G2“ errechnet, dass bei einer Ladung mit 100kg Füllmenge pro Hose 62% Energie, 67% Wasser und 85% Chemikalien eingespart werden.<br />
Ozon kommt übrigens schon lange in der Textilindustrie zum Einsatz, nämlich zum Entfärben von Abwasser.<br />
Kleiner Tipp für alle die dieses Verfahren einmal live sehen wollen: Der deutsche Textilhersteller Joker Jeans lädt an zwei Samstagen im Monat zur <a href="http://joker-jeans.de/herstellung.html">Showwäsche in seinem Fabrikverkauf in Ilsfeld</a>, ein seltenes Beispiel für transparente Jeansveredelung.</p>
<p>Immer mehr Firmen bewerben ihre Jeanskollektionen mit „water less“ und greifen dafür zum Laserverfahren. Diese Technologie bietet vielfältige Möglichkeiten – vom authentischen Used-Look über All-over Motive bis hin zu fotorealistischen Abbildungen. In Sekundenschnelle werden die gewünschten Optiken in den Denim gelasert und sind 1:1 reproduzierbar. Wasser wird nur zur Nachwäsche benötigt. Diese Methode ist besonders gut für Qualitäten aus reiner Baumwolle, bei höherem Elastikanteil ist davon abzuraten, da die Fasern sonst zu stark zerstört werden.<br />
Auch ist die Einhaltung von Arbeitsschutz besonders wichtig: Der Laser sollte abgeschirmt sein, damit Arbeiter keine Verletzungen erleiden können und damit der Feinstaub abgesaugt werden kann.</p>
<p>Letzte Woche traf sich das Who`s who der Denimbranche in Paris auf der <a href="https://www.denimbypremierevision.com/">Denim by Première Vision</a>. Nur wenige der Aussteller präsentierten ihre nachhaltigen Innovationen und Technologien. Warum? Die Nachfrage sei nicht da, wurde mir gesagt. Schade.<br />
Ich hoffe sehr, dass wir alle zusammen das für die Zukunft ändern können: Indem wir nachfragen.</p>
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