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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; Kirsten</title>
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		<title>Coming soon</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Aug 2018 11:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; &#8222;Will man Schweres bewältigen, muss man es sich leicht machen&#8220;, hat Bertolt Brecht gesagt. Und deshalb haben Alf-Tobias Zahn und ich beschlossen, einen richtigen Ratgeber zum Thema &#8222;Grüne Mode&#8220; zu schreiben. Und weil wir in Gesprächen immer wieder das Gefühl hatten, dass viele Menschen vor dem Thema nachhaltiger Kleiderschrank stehen wie vor der Eiger [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_4294.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7507" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_4294-300x200.jpg" alt="IMG_4294" width="464" height="309" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;Will man Schweres bewältigen, muss man es sich leicht machen&#8220;, hat Bertolt Brecht gesagt. Und deshalb haben Alf-Tobias Zahn und ich beschlossen, einen richtigen Ratgeber zum Thema &#8222;Grüne Mode&#8220; zu schreiben. Und weil wir in Gesprächen immer wieder das Gefühl hatten, dass viele Menschen vor dem Thema nachhaltiger Kleiderschrank stehen wie vor der Eiger Nordwand, irgendwie scheint es vielen unbezwingbar. Aber mit unserem Schritt-für-Schritt-Programm geht es. Und nun ist es soweit. <a href="http://www.einfach-anziehend.de">Im Oktober erscheint &#8222;Einfach anziehend&#8220; und wir freuen uns sehr! </a></p>
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		<title>Ausschließlichkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 14:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir müssen alle weniger konsumieren. Und es gibt schon Avantgardisten, die sich vorbildlich verhalten. Und der Kippschalter, wie aus der Vorhut dann eine Massenbewegung wird, die viele inspiriert? &#8222;Krisen&#8220;, sagt Niko Paech, und sieht ganz nett und glücklich aus. Mitten im Vorweihnachtsgetümmel mit Glitzer, Deko und Glühwein, bin ich nach Berlin gefahren, um dem Popstar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir müssen alle weniger konsumieren. Und es gibt schon Avantgardisten, die sich vorbildlich verhalten. Und der Kippschalter, wie aus der Vorhut dann eine Massenbewegung wird, die viele inspiriert? &#8222;Krisen&#8220;, sagt Niko Paech, und sieht ganz nett und glücklich aus.</p>
<p>Mitten im Vorweihnachtsgetümmel mit Glitzer, Deko und Glühwein, bin ich nach Berlin gefahren, um dem Popstar der Verzichtsforscher beim 64. Zeitforum Wissenschaft zuzuhören: dem in Oldenburg lehrenden Ökonom Niko Paech. Ach ja, Sina Trinkwalder von &#8222;Manomama&#8220; ist auch da und dann noch eine Werbefrau, die findet, dass die &#8222;Telekom für das Teilen steht&#8220;  (magischer Adventskalender-Spot!) und nicht satisfaktionsfähig ist.</p>
<p>Das Publikum ist graumeliert, was nicht heißt, dass Verzicht=Reduktion grau ist, sondern nur, dass die einladende Zeit-Stiftung ein bisschen behäbig ist und außerdem stellen diese Zuhörer später Fragen, die zeigen, dass politisches Denken keine Frage des Alters ist.</p>
<p>Paech ist eloquent und sendet gleich am Anfang auf der richtigen Frequenz: &#8222;Reduktion in der Zeit der Reizüberflutung, sei einfach nur klug und Selbstschutz. Wer verzichte, rette sich.&#8220; Und klingt dann überraschend kokett, wenn er sagt, dass er ja sein Leben gar nicht entrümpeln und entschleunigen musste, weil er ja ohnehin nie Smartphone oder Bohrmaschine hatte und bisher eh nur einmal in seinem Leben eine Flugreise gemacht habe. Spätestens jetzt ist mir klar, dass dieser Mann seine Rolle gefunden hat: als unerreichbares Vorbild. Und da findet er es ganz gemütlich. Zu Sina Trinkwalders Geschäftsmodell, eigentlich doch ein Degrowth-fähiges Unternehmen, sagt er nichts. Mokiert sich aber über ihre Kurzstreckenflüge. Sie hat andere Stärken: Mir gefällt gut, wie sie sehr warm für &#8222;Wertschätzung gegenüber der Wertschöpfung&#8220; wirbt und dass niemand mehr wisse, wie hart es ist, ein paar Schuhe herzustellen.</p>
<p>Inmitten des Konsumgetümmels, sagt Paech, brauche es Übungsprogramme und Rettungsinseln, auf denen man trainiere, mit weniger zurecht zu kommen. Und Gleichgesinnte, die sich mit einem bei diesen Projekte des Widerstands &#8211; Urban Gardening, Regio-Geld oder Repair-Cafés &#8211; verbünden. Und weil ich glaube, dass wir nicht genügend Abwehrkräfte gegen die Verlockungen des Konsums haben &#8211; alles ist nur einen Klick entfernt &#8211; gefällt mir sein Vorschlag.</p>
<p>Und seine geschliffenen Sottisen gegen die Fortschrittsglaubwürdigkeit (geschlossene Kreisläufe als großes technisches Versprechen) sind natürlich brilliant. Es ginge nicht um &#8222;Ersatz, sondern ersatzloses Streichen&#8220;.</p>
<p>Aber wie wird das nun von Mini-Klein zu Mächtig-Groß? Wie kommt es zur gesellschaftlichen Umwälzung? Denn der private Verzicht auf eine Flugreise baut ja keinen Druck auf, lieber Niko Paech.</p>
<p>Ärgerlich ist sein Plädoyer für die Kraft von großen Krisen, auf die es zu warten gilt? Mann, die haben wir doch schon. Klimakrise, die Hälfte der Tiere verschwunden, Flüchtlingskrise. Aber es kommt noch dicker und plötzlich ist mir Paech zu unpolitisch, als er erklärt, von der mutlosen Politik sei nichts zu erwarten und auch nichts zu fordern. Sina Trinkwalder obliegt es dann, auf den Einfluss der Lobbyisten hinzuweisen, die etwa eine Kerosin-Steuer verhinderten und nicht &#8222;die Politik&#8220;. Paechs Ausschließlichkeit &#8211; wir Verbraucher müssen die &#8222;Drecksarbeit&#8220; alleine machen &#8211; steht ihm letztendlich im Weg. Und sein trotziges &#8222;Ich bin gerne unpolitisch&#8220; im Gespräch zeigt nur , dass ihm vermutlich alle huldigen (und SORRY &#8211; Oldenburg offenbar ein provinzielles Nest ist, wo aus jedem ausgedienten Kochtopf noch eine Feuerstelle gemacht wird). Politische Gehversuche wie jetzt in Schweden, das Reparieren steuerlich zu begünstigen (sprich billiger zu machen), wischt Paech vom Tisch, aber &#8222;Urban Gardening&#8220; im kleinen Stil nicht? Prof. Paech, das ist widersprüchlich. Und das Publikum spürt das auch und stellt unruhig Fragen: Muss nicht auch von der Politik was kommen?</p>
<p>Ich hätte gerne mit diesen klugen Köpfen noch 20 gute Vorschläge erarbeitet, um das veränderte Verhalten &#8211; die neue Genügsamkeit &#8211; einzuüben? Einen Blog, in dem sich ein Jahr lang jeden Tag jemand von einem Gegenstand trennt, ein Improvisationstheater, um Mode-Liebhaberinnen über ihre peinlichsten Fehlkäufe berichten zu lassen, wie man dann doch Youtube einsetzt, um die Maker-Bewegung größer zu machen? Wie Primark-Mode sprunghaft teurer machen, so dass es weh tut?</p>
<p>Und jetzt wünsche ich euch erholsame Tage und dass das Quietschen und Rollen der Einkaufswagen um uns herum verstummt.</p>
<p><em>Disclaimer: Bin zu distelig? Ich fliege im Februar nach Indonesien und will mir das schön reden, weil der Niko Paech ja dann gerade mit dem Fahrrad durch Ostfriesland radelt? </em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Einmal ist immer das erste Mal</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 12:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Muss ein Irrtum sein, habe ich gedacht. &#8222;Feuerwear&#8220; &#8211; Taschen-Label aus Köln &#8211; will Rucksäcke machen und dann auch noch welche für Frauen!  2013 klang Firmengründer Martin Klüsener  &#8211; hier im Grüne-Mode-Blog &#8211; noch so: &#8222;Sie sind einfach ein “Männerlabel”, sagt Martin Klüsener und wird auch bei seiner Zielgruppe bleiben und bei Taschen&#38;Accessoires. Das macht [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Feuerwear_Rucksack-Elvis_Einsatzfoto_AP2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7462" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Feuerwear_Rucksack-Elvis_Einsatzfoto_AP2-300x191.jpg" alt="Feuerwear_Rucksack-Elvis_Einsatzfoto_AP2" width="300" height="191" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Feuerwear_Rucksack-Eric_017_Tragekomfort1.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7465" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Feuerwear_Rucksack-Eric_017_Tragekomfort1-300x195.jpg" alt="Feuerwear_Rucksack-Eric_017_Tragekomfort1" width="300" height="196" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Muss ein Irrtum sein, habe ich gedacht. &#8222;Feuerwear&#8220; &#8211; Taschen-Label aus Köln &#8211; will Rucksäcke machen und dann auch noch welche für Frauen!  2013 klang Firmengründer Martin Klüsener  &#8211; <a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=4250">hier im Grüne-Mode-Blog </a>&#8211; noch so:</p>
<blockquote><p>&#8222;Sie sind einfach ein “Männerlabel”, sagt Martin Klüsener und wird auch bei seiner Zielgruppe bleiben und bei Taschen&amp;Accessoires. Das macht übrigens auch vom Material her Sinn. Denn der Feuerwehr-Schlauch ist sehr geradlinig, hart und “eckig” – selbst komplizierte Schnitte, die etwa für Rucksäcke nötig wären, sind schon schwierig.&#8220;</p></blockquote>
<p>&#8222;Man muss Entscheidungen in Frage stellen können&#8220;, erklärt Martin drei Jahre später selbstbewusst &#8211; viele Frauen kauften beim <a href="https://www.feuerwear.de">Kölner Kultlabel </a>und jede Menge echte Feuerwehrfrauen hätten das Modell mega-gut gefunden plus die Ladies, die den kürzeren &#8222;Elvis&#8220; (Bild links) getestet hätten. Die Testerinnen seien nicht nur vom angenehmen Tragekomfort, sondern auch vom praktisch-strengen Design und den Farben Rot, Weiß und Schwarz begeistert gewesen. Der Grundschnitt ist übrigens derselbe wie beim Männer-Pendant &#8222;Eric&#8220; (im Bild oben rechts). Ab 31. August ist &#8222;Elvis&#8220; im Handel zu haben.</p>
<p>Man mag darüber streiten, ob der gebrauchte Feuerwehr-Schlauch nicht ohnehin ein bisschen zu schwer ist für Lasten-Taschen jeder Art, aber sicher ist auch, dass viele Rucksack-Modelle leichter, aber eher unpraktisch-originell sind und deshalb nicht alltagstauglich.</p>
<p>Ich teste also das Frauen-Modell bei einer Reise, denn Rucksäcke gehören zu meiner Dienstuniform als Greenpeace-Aktivistin. Früher hätte ich wohl als Begleiter einen Seesack gehabt. Ich brauche Platz für Laptop und sämtlichen Krimskrams, den man so mit sich rum trägt. Und ich will Fächer, in denen ich Hab und Gut unterbringen kann. Auf der Plus-Seite: Man kann dank etlicher Innentaschen total ordentlich mit dem &#8222;Elvis&#8220; sein und das wird viel zu selten mit Beifall belohnt. Auf der Minus-Seite: Der Stauraum ist mir zu klein &#8211; obwohl sich das Volumen sogar von 7 auf 13 Liter fast verdoppeln lässt. &#8222;Elvis&#8220; hat bereits einen Design-Preis bekommen, aber mir will der Rucksack zuviel. Er hat zwei markante Henkel an der Oberseite, damit er auch als Handtasche getragen werden kann. Mir sind diese beiden Henkel beim Befüllen des Rucksacks ständig im Weg &#8211; ich hätte darauf verzichtet. Kurz und gut: Das Frauenmodell ist keine Sommerliebe, mir gefällt das Männer-Modell &#8222;Eric&#8220; deutlich besser. Das Trageklima ist durch die Lochgewirke auf der Rückseite der Rucksäcke übrigens sehr gut, denn die Luft kann zirkulieren.</p>
<p>Aber gerade das Material des Lochgewirkes bringt mich zu der Frage, was eigentlich neben dem gebrauchten Feuerwehrschlauch (klares Upcycling) an NEUEM Stoff im Rucksack steckt? &#8222;Alles, was grau-anthrazit ist am Rucksack, ist neu&#8220;, sagt Martin Klüsener offen und klar, beispielsweise die Gurtbänder.  Aber sie verwendeten Verschnitte und Reste, die in der Autoindustrie abfallen würden, etwa PVC-Planen, die sie direkt vom Produzenten bekommen. Das umweltschädliche PVC ist eigentlich ein absolutes No-Go für mich, auch wenn es hier &#8222;Pre-Consumer-Waste&#8220; ist und sonst auf dem Müll landete.</p>
<p>Feuerwehrschlauch als einziges Material machte das Produkt tatsächlich zu schwer &#8211; Klüseners Team experimentiert mit Materialien und ist ständig auf der Suche nach Alternativen, etwa aus der Recycling-Material. . &#8222;Wir sind schon viel filigraner geworden&#8220;, ergänzt Martin. Die Nähereien in Polen und Serbien, mit denen sie seit langen Jahren arbeiten, hätten viele neue Lösungen gefunden. Mit seinem Upcycling-Konzept ist Feuerwear seit 1o Jahren am Markt und verarbeitet täglich 100 Meter Schlauch in neue Produkte.</p>
<p>2013 hatte Martin mir von einer möglichen US-Expansion erzählt, aber dann heraus gefunden, dass die amerikanischen Schläuche ganz anders seien und ein Riesen-Problem in der Verarbeitung. &#8222;Wir springen nicht leichtfertig auf Sachen auf&#8220;, sagt Martin. Sie überlegten dreimal, was sie finanzierten. &#8222;Wir sind spießig, was die Finanzplanung angeht&#8220;  und hätten nie einen Kredit aufgenommen, auch um unabhängig zu bleiben. Tatsächlich haben viele Label ihre konsequente ökologische Identität eingebüßt, als die Gründer Geld von außen nahmen, um zu wachsen (etwa Howies oder Kuyichi). Das muss nicht passieren, aber ein &#8222;spießiger&#8220; Umgang mit Geld ist in dieser Hinsicht echt liebenswert.</p>
<p>&#8222;Feuerwear&#8220; lädt im September übrigens zum Blick hinter die Kulissen ein und weil die Mädchen-Produkte jetzt ja im Einsatz sind, warte ich logisch nun auf: KULTURBEUTEL.</p>
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		<title>Die weite Welt entdeckt die Innatex</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 11:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wie ich immer geglaubt hat, dass die Innatex etwas piefig ist und ein Reiseziel für die älteren Semester, der sollte mal hinfahren nach Wallau. Es ist nicht alles toll auf den 11.000 Quadratmetern, aber der Wille zur Erneuerung ist allerorten zu beobachten. Frische Labels sind da, interessiertes Großstadt-Publikum, junge Blogger-Szene und viele der Pioniere. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/27_lanius_fs17_GLO_7193.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7402" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/27_lanius_fs17_GLO_7193-200x300.jpg" alt="27_lanius_fs17_GLO_7193" width="244" height="367" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Innatex-Panel-2.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7404" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Innatex-Panel-2-300x199.jpg" alt="Innatex Panel 2" width="454" height="301" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Innatex-panel-7.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7422" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Innatex-panel-7-300x199.jpg" alt="Innatex panel 7" width="395" height="262" /></a></p>
<p>Wer wie ich immer geglaubt hat, dass die <a href="https://www.innatex.com">Innatex </a>etwas piefig ist und ein Reiseziel für die älteren Semester, der sollte mal hinfahren nach Wallau. Es ist nicht alles toll auf den 11.000 Quadratmetern, aber der Wille zur Erneuerung ist allerorten zu beobachten. Frische Labels sind da, interessiertes Großstadt-Publikum, junge Blogger-Szene und viele der Pioniere. Außen ist es immer noch ein bisschen &#8222;Fachwerk&#8220;, aber innen ist es modern. Manchmal fragt man sich, wer wohl die Nachfolge bei etlichen etablierten Naturtextil-Labeln antreten wird &#8211; aber wenn die Familie nicht parat steht, gibt es eine ganze Generation von jungen Modedesignerinnen, die vielleicht einsteigt?</p>
<p>Neue Töne gab es durch das Bloggertreffen mit den Gründerinnen und Macherinnen von <a href="https://www.blog.terraveggia.de/">TerraVeggia</a>, <a href="https://www.fashionfika.com">Fashion Fika </a>(schwedisch für &#8222;Pause machen), <a href="https://www.jaeckleundhoesle.de">Jäckle und Hösle</a> oder <a href="https://www.aethic.de">Aethic</a> oder <a href="https://www.farbenfreundin.de">Farbenfreundin</a>, die Bloggen als Business sehen und keine Lust mehr haben, nur mit Goodie Bags, Handcremes und Duschgels honoriert zu werden (&#8222;Meine Wohnung ist ja kein Warenlager&#8220;). Und nicht jeder Blog-Eintrag müsse der &#8222;deepeste Scheiß&#8220; sein, nicht alles Hardcore, es ginge eben auch mal darum, sich beim Lesen berieseln zu lassen. Kann ich verstehen, obwohl ein tragender Gedanke und ein schöner Satz eigentlich trotzdem in jeden Blog-Beitrag gehört. Gerne zugehört habe ich den offenen Schilderungen und praktischen Ratschlägen von Franziska Schmid von <a href="https://www.veggie-love.de">Veggie Love</a> (&#8222;Wo ist eigentlich euer Mega-Schmerzpunkt beim Bloggen?), die beispielsweise beschrieb, wie schwer es nach einer Pause ist, wieder Reichweite zu erzielen. Ihre Rezepte sind für jeden Neu-Einsteiger Gold wert.</p>
<p>Mich plagt ja eher das Gefühl, alles schon gesagt zu haben. Deshalb ist es gut zu sehen, dass Jüngere angefixt sind, über Öko-Mode und das Bekenntnis zu einem anderen Lebensstil zu schreiben. Dass ich zuviel Nettigkeit nichts abgewinnen kann, habe ich auch gesagt. Aber was erwartet ihr von jemanden, der sich dem politischen Aktivismus verschrieben hat? Die Welt ist noch nie im Konsens verändert worden, sondern immer gegen den Widerstand derjenigen, die sich nicht auf neue Verhältnisse einstellen wollten.</p>
<p>Die Bloggerinnen saßen auch in der ersten Reihe bei der Panel-Diskussion, auf welchen Social-Media-Kanälen man eigentlich Eco-Label bekannter machen kann. Mit dabei waren Michael Spitzbarth von &#8222;Bleed&#8220;, Benjamin Itter von &#8222;Lebenskleidung&#8220;, Mimi Sewalski vom &#8222;Avocado-Store&#8220; und ich (Greenpeace Detox-Kampagne). Gut moderiert war der Experten-Talk von Fernsehjournalistin Janine Steeger <a href="https://www.janine-steeger.de/green-janine/">(Green Janine</a>). Der Konsum von Mode hat sich mehr und mehr ins Netz verlagert. Die Deutschen geben Milliarden aus in Online-Shops. Am liebsten bestellen sie Kleidung und Computer. 2015 im Wert von 11,8 Milliarden Euro plus Schuhe im Wert von 3,4 Milliarden Euro &#8211; keine Frage: Shopping ist Entertainment geworden. Dabei sollte eigentlich Handeln cool sein und nicht Haben.</p>
<hr />
<p>Das war jetzt mein schöner Satz.</p>
<hr />
<p>Auf dem Panel klingt das alles viel amüsanter, wenn es darum geht, auf welchen Kanälen &#8211; Twitter, Facebook, Instagram oder Snapchat &#8211; man denn präsent sein soll, um sein eigenes Eco-Label, seinen Laden oder seinen Online-Store bekannt zu machen. Patentrezepte gab es nicht, außer dass es nicht nötig ist, jedes angesagte neue digitale Tool auszuprobieren, sondern es gelte, sich zu überlegen, was man denn eigentlich sagen will und zu wem. Die Innatex wird die Expertenrunde für alle auf Youtube abrufbar machen. Und die Mode?</p>
<p>Als ich mit Bloggerin Hindi Kiflai <a href="https://www.dailyrewind.de">(&#8222;Daily Rewind&#8220;)</a> über die Innatex schlenderte, fiel uns auf, dass etliche Label wirklich unter verkauft sind und trotz guter Produkte nicht wirklich aus dem Quark kommen. Beispiel gefällig?  Das schwedische Schuh-Label<a href="https://www.kavat.com"> &#8222;Kavat&#8220;</a> mit ihren eher derben pflanzlich gegerbten Lederschuhen, die dennoch gut zum Rock passen oder zu einer hochgekrempelten Nudie-Jeans. Hier braucht es aber weniger Twitter-Schnipsel als ein hübsches It-Girl, das die Treter auf einem Musik-Festival trägt, so dass die Schuhe zum &#8222;ganz großen Ding&#8220; werden und als neuer &#8222;Statement-Schuh&#8220; gefeiert.</p>
<p>Mit meinem Hang zum Minimalismus gefiel mir die neue <a href="https://www.lanius-koeln.de">&#8222;Essentials&#8220;-Linie von Lanius. </a>Acht ausgeklügelte Business-Basics, die sich perfekt untereinander kombinieren lassen. Feiner sommerlicher Pikee &#8211; einmal als Slim-Fit-Zigarettenhose, einmal als Marlenehose in Dark Blue werden kombiniert zur Seidenbluse in Weiß oder Pink. Absolutes Lieblingsteil: der Summerwoolcoat im Farbton Creme in kbt &#8211; einfach überwerfen, perfekt für die Übergangszeit. Für mich zu lang, kann man aber einfach unten abschneiden, riet mir Claudia Lanius. Lanius lässt sich übrigens in der &#8222;Kleiderei&#8220; ausleihen &#8211; mein Geheimrezept für einen nachhaltigen Kleiderschrank. Und Schmuck leihe ich dort inzwischen auch. Ansonsten hat mir alles gefallen, was nach Reise aussah und bei mir Fernweh auslöste (floral oder oriental).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Kavat.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7413" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/08/Kavat-300x225.jpg" alt="Kavat" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Abends auf der Party habe ich dann schwarze Pluderhose getragen mit einem etwas bekifft aussehendem Seiden-Oberteil von Mandala. Und dann nichts fotografieren und nichts zitieren. Einfach Zusammensein &#8211; das ist notwendiger denn je. Danke an Sabine Lydia Müller, ihre Team und die Innatex.</p>
<p>Und jetzt gehe ich in Urlaub.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Männer in Arbeit</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 08:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich treffe Uli Ott am einem Freitagabend, kurz bevor wir uns beide den Dokumentarfilm „The True Cost“ ansehen. Wir plaudern darüber, ob Männer beständiger sind in ihrem Stil und ihren Look nicht so oft ändern wollen. Und wie viel starke Öko-Kollektionen es für Herren eigentlich gibt? Uli und Manfred Ott werden im März den bundesweit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/02/Marlowe.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7284" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/02/Marlowe-300x225.jpg" alt="Marlowe" width="300" height="225" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/01/Solstice_SEEK.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7184" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2016/01/Solstice_SEEK-300x225.jpg" alt="Solstice_SEEK" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Ich treffe Uli Ott am einem Freitagabend, kurz bevor wir uns beide den Dokumentarfilm „The True Cost“ ansehen. Wir plaudern darüber, ob Männer beständiger sind in ihrem Stil und ihren Look nicht so oft ändern wollen. Und wie viel starke Öko-Kollektionen es für Herren eigentlich gibt? Uli und Manfred Ott werden im März den bundesweit einzigen Ökomode-Laden nur für Männer eröffnen – schräg gegenüber von <a href="https://www.marlowe-nature.de/laden/">„Marlowe nature“</a>, ihrem Frauen-Mode-Laden im Hamburger Grindelviertel. Unter Hochdruck renovieren sie gerade den Laden &#8211; momentan gilt: &#8222;Men at work&#8220;.</p>
<p><strong>Ist es schwieriger, Mode für Männer zu verkaufen als für Frauen?</strong></p>
<p>Uli: Wir waren früher einfach limitierter. Wir hatten Männermode – gleich ganz am Anfang. Aber  Mitte bis Ende der 90er Jahre gab es noch keine wirklich coolen Marken und das brachte keinen Spaß. Also haben wir die Männerecke wieder abgeschafft. Manfred hat noch einen Tweed-Anzug der ersten Stunde im Schrank. Aber in den vergangenen drei Jahren kam immer mehr Männer in den Laden – Jungs und Herren – und fragten, ob es auch für sie was zum Anziehen gäbe. Und dann haben wir in unserem minikleinen Laden in Ottensen wieder eine Männerecke eingerichtet mit Bleed, Hempage, Good Society. Und plötzlich hört unsere Nachbarin am Schlump mit ihrem Blumenladen auf und es findet sich kein Nachfolger. Da habe ich Manfred angerufen und er sagte spontan: Und jetzt möchtest du, dass wir da einen Männermode-Laden aufmachen. Ich war völlig aus dem Häuschen. Und jetzt haben wir 70 Quadratmeter mit Terrazzo-Boden und großem Schaufenster und bauen behutsam um.</p>
<p><strong>Aber wie füllt ihr den Laden? Die Orderzeit ist doch längst vorbei.</strong></p>
<p>Gottseidank haben wir zu vielen Labeln lange Beziehungen und die haben ihr Lager für uns geöffnet. Wir haben durchdachte und urbane Kollektionen von Knowledge Cotton,  Armedangels, Recolution, aber auch T-Shirts und Rucksäcke vom jungen Label Mela Wear aus Lüneburg. Übrigens sind wir jetzt auf unserer Ecke ein richtiges „Kompetenzzentrum“ mit vier Läden – Maas, Paletti, Marlowe für Frauen und Marlowe für Männer. Da lohnt es sich auch schon mal von weiter her zu kommen.</p>
<p><strong>Die Zeit ist also reif für einen Männer-Laden?</strong></p>
<p>Ich denke schon. Das liegt vor allem an der Mode, die sich entwickelt hat im Jeans-Bereich und auch im Sportbereich. Es gibt genügend starke Label mit grünem Hintergrund. Und deshalb muss auch die Zahl der Einzelhändler wachsen, um Sichtbarkeit für diese Label zu schaffen. Gerade weil immer noch so viele Menschen sagen, sie wüssten nicht, wo die alternative Mode zu finden ist, es sieht nicht aus oder sie sei ihnen zu teuer. Im Gespräch lässt sich das meistens entkräften.</p>
<p><strong>Unterscheiden sich nicht Männer und Frauen beim Modekauf extrem? Was bedeutet das für eure Boutique?</strong></p>
<p>Männer gelten als beständiger in ihrem Stil. Wenn ihnen ein T-Shirt gefällt, dann kaufen sie gleich fünf davon. Aber wir leben im Jahr 2016 und auch Männer kaufen mehr als früher und wollen mal ein ausdrucksstärkeres Teil. Also brauchen wir neben einer breiten Auswahl an Basics auch in unserer Boutique Abwechslung. Männer beißen sich aber eher an einer Marke fest ist meine Erfahrung. Zur Eröffnung kommt aber tatsächlich ein Hamburger Schauspieler, der geschlechtsspezifisches Einkaufsverhalten auf die Schippe nimmt. Wir proben ja auch gerade – mit unserem Laden und sind gespannt, wie es laufen wird.</p>
<p><strong>Das Team von Grüne Mode drückt euch ganz doll die Daumen!</strong></p>
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		<title>Mikroplastik &#8211; reloaded</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2015 07:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es etwas Interessantes zu Fasern gibt, werde ich dazu schreiben, habe ich gesagt. Und Mikroplastik ist neben Recycling-Fasern sicher das Forschungsthema, wo momentan die Dynamik am größten ist. Wo steckt überall Mikroplastik drin? Je mehr man sucht, desto mehr findet sich. Außer den bekannten Microbeads in Peelingscremes etc enthalten Kosmetika (z.B,. Shampoos, Make-Up, Sonnencreme) offenbar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/thumb_IMG_0735_1024.jpg"><img class="alignnone wp-image-7117" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/12/thumb_IMG_0735_1024-300x200.jpg" alt="thumb_IMG_0735_1024" width="650" height="434" /></a></p>
<p>Wenn es etwas Interessantes zu Fasern gibt, werde ich dazu schreiben, habe ich gesagt. Und Mikroplastik ist neben Recycling-Fasern sicher das Forschungsthema, wo momentan die Dynamik am größten ist.</p>
<p><strong>Wo steckt überall Mikroplastik drin?</strong> Je mehr man sucht, desto mehr findet sich. Außer den bekannten Microbeads in Peelingscremes etc enthalten Kosmetika (z.B,. Shampoos, Make-Up, Sonnencreme) offenbar noch etliche andere Polymere, die von der Industrie aber nicht als Mikroplastik angesehen werden. Zum Teil handelt es sich wohl um wesentlich kleinere (Nano-)Partikel. Um welche Mengen es geht und wie gefährlich diese Polymere sind, ist weit gehend unklar. Jenseits der Kosmetikindustrie, die ja zumindest ihre Zutaten deklarieren muss, wird die Lage noch unübersichtlicher. Viele Reinigungsmittel und Farben enthalten ebenfalls Mikroplastik, die Industrie hält sich aber mit Informationen zurück. Da kommt noch einiges auf uns zu.</p>
<p>Es herrscht Einigkeit, dass sich Plastikpartikel in Kosmetika (Microbeads) leicht ersetzen lassen und daher umgehend eliminiert werden sollten. In einigen US-Bundesstaaten (etwa Kalifornien) gilt sogar bereits ein Verbot. Auf Druck von Organisationen wie Plastic Soup und BUND haben etliche Hersteller die Absicht verkündet, Microbeads aus ihren Produkten zu entfernen. Einkaufsführer und Apps zu diesem Thema sind der Renner. Das Problem dürfte sich in absehbarer Zeit also erledigt haben. Aber möglicherweise sind die Microbeads ja nur die Spitze des Eisbergs – siehe Shampoos, Make-Up, Sonnencreme, Scheuermilch, Farben&#8230;..</p>
<p><strong>Und wie war das jetzt mit dem Abrieb von Fasern?</strong></p>
<p>Was die Fasern angeht, könnten die Emissionsmengen wesentlich größer sein als bislang angenommen. Bei der Studie mit den berühmten 1900 Fasern pro Waschgang wurde nur mit klarem Wasser gewaschen, doch bei Zusatz von Waschmitteln lösen sich anscheinend mehr Fasern. Die Plastic Soup Foundation, die sich bislang erfolgreich auf Mikroplastik in Kosmetik konzentriert hat, hat nun auch das Thema Fasern aufgegriffen. Sie haben in Kooperation mit Wissenschaftlern ein Projekt namens Mermaids (<a href="https://www.life-mermaids.eu/">www.life-mermaids.eu</a>) ins Leben gerufen, das Lösungswege aufzeigen soll.<span style="text-decoration: underline;"> Woher die ihre horrenden Zahlen haben, ist mir allerdings schleierhaft. Ich würde die jedenfalls niemals für eine Kampagne verwenden. </span></p>
<p>Und sorry, jetzt kommt es: Auch Schuhsohlen produzieren Abrieb &#8211; eine weitere potenziell bedeutsame Quelle, da wir fast alle auf Gummisohlen rumlaufen.</p>
<p><strong>Und was uns am meisten interessiert&#8230;.. Lösung bei den Fasern?</strong></p>
<p>Und obwohl hier Daten, Fakten, Info-Style herrscht, gestattet mir jetzt pure Ironie. Wenn man Textilforscher nach einer Lösung fragt, kommen die mit mehr Textilveredelung&#8230;.. <span style="text-decoration: underline;">Und um die Krabben dieser Welt, sollte man jetzt sofort anfangen, sich Sorgen zu machen!</span></p>
<p>Denn in Köln waren Referenten des italienischen Forschungsrats (die mit der Plastic Soup Foundation im Mermaids-Projekt kooperieren). Sie sehen die Lösung in verbesserter Veredelung der Kunstfasern. Gute Ergebnisse zeige etwa die Behandlung mit Chitosan, einer modifizierten Form des Chitins, das aus <strong>Krabbenabfällen</strong> gewonnen wird (mit denen man aber vermutlich nicht weit kommt&#8230;Krabben, lauft!)</p>
<p>Die Abwässer von Waschmaschinen mit Filtern zu reinigen, halten sie für sehr schwierig. Die von ihnen verwendeten Filter setzten sich schnell zu und seien nicht regenerierbar. Sie haben aber von haushaltstauglichen Filtern gehört, die in Kanada erhältlich sind (das müssen die hier sein: <a href="https://www.environmentalenhancements.com/">https://www.environmentalenhancements.com/</a>). Laut einer Vertreterin des spanischen Instituts LEITAT (die ebenfalls bei Mermaids beteiligt sind) ist das bei den in Europa üblichen Waschmaschinen aber alles viel komplizierter. Und stellt euch vor, sorry Klischee, die ordentliche Hausfrau nimmt den vollen Filter voll mit Mikrofasern aus der Maschine und kippt ihn ins Waschbecken&#8230;.</p>
<p>Kurz und gut: Bei Kosmetika ist die Lage einfacher als bei Textilien &#8211; da kann man einfach tabula rasa machen. Spannend, wie die Entwicklung der Forschung weiter geht. Ich werde trotzdem mal ein paar Gespräche mit großen Waschmaschinen-Herstellern führen.</p>
<p><strong>An dieser Stelle erstmals fröhliche Weihnachten euch allen und ein gutes Neues Jahr!</strong></p>
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		<title>&#8222;Stummer Frühling&#8220; unter Wasser</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2015 02:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Was mich umtreibt? Der Verdauungstrakt von Fischen, der mit Mikroplastik gefüllt ist, darunter viele Fasern. Lecker, oder? Studien zeigen, dass Mikroplastik von vielen Meeresbewohnern in erheblichen Mengen gefressen wird, weil sie es mit Plankton verwechseln. Wie größere Plastikteile den Magen von Seevögeln oder Meeresschildkröten verstopfen, so blockiert Mikroplastik den Verdauungstrakt kleinerer Meerestiere. Mikroplastik &#8211; da [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/11/Jellyfish.jpg"><img class="alignnone wp-image-7093" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/11/Jellyfish-300x225.jpg" alt="Jellyfish" width="650" height="488" /></a></p>
<p>Was mich umtreibt? Der Verdauungstrakt von Fischen, der mit Mikroplastik gefüllt ist, darunter viele Fasern. Lecker, oder? Studien zeigen, dass Mikroplastik von vielen Meeresbewohnern in erheblichen Mengen gefressen wird, weil sie es mit Plankton verwechseln. Wie größere Plastikteile den Magen von Seevögeln oder Meeresschildkröten verstopfen, so blockiert Mikroplastik den Verdauungstrakt kleinerer Meerestiere. Mikroplastik &#8211; da ist die Wissenschaft einig &#8211; bedroht die Nahrungsketten der Ozeane essentiell. Mikroplastik sind Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern. Es kann sich sowohl um Bruchstücke größerer Plastikteile wie Flaschen oder Tüten handeln, als auch um Partikel, die gezielt hergestellt wurden, zum Beispiel als Bestandteil von Peeling-Cremes. Die Menge von Mikroplastik im Ozean nimmt ständig zu.</p>
<p>Mikroplastik &#8211; das ist ein Problem mit potentiell apokalyptischen Ausmaßen. Es ist Zeit, Alarm zu schlagen, denn Mikroplastik ist nicht rückholbar. Die Bedrohung der Meere ist in etwa so groß wie damals die Umweltbedrohung durch Pestizide, die Rachel Carson 1962 in ihrem Buch &#8222;Der stumme Frühling&#8220; beschrieb. Mikroplastik ist der &#8222;stumme Frühling&#8220; unter Wasser.  Schätzungen zufolge landen sechs bis zehn Prozent des weltweit hergestellten Kunststoffs in den Ozeanen. Das sind jährlich bis zu 30 Millionen Tonnen. Und aus Makroplastik wird Mikroplastik.</p>
<p>Warum das bei einer Textilexpertin für Albträume sorgt? Weil meine Kollegen aus dem Meeresbereich bei Greenpeace gefragt haben, wie ich den Mikroplastik-Eintrag durch Kunstfasern beurteile und ich zu recherchieren begonnen habe. Erstes Ergebnis: Grundsätzlich gelangen bei jedem Waschgang Fasern ins Abwasser. Das gilt auch für Textilien aus Naturfasern, die jedoch im Gegensatz zu Kunstfasern biologisch abbaubar sind. Nach Angaben des Umweltbundesamtes tragen synthetische Textilien in Deutschland mit bis zu 400 Tonnen jährlich zur Verschmutzung der Umwelt mit Mikroplastik bei. Das ist um Größenordnungen weniger als etwa die Zersetzung größerer Plastikabfälle, entspricht aber der Partikelbelastung durch Kosmetikprodukte (kleine Plastikkügelchen etwa in Peelingcremes).  Die Freisetzung von Synthetikfasern beim Waschen ist also von der Menge her vernachlässigbar, aber was einmal da ist, bleibt und ist durch diese Langlebigkeit eben doch ein Problem und schlägt bei Kunstfasern negativ zu Buche.</p>
<p>Interessant ist, dass nicht alle Kleidungsstücke gleich viel Fasern in der Waschmaschine verlieren. Besonders problematisch ist das Sammelgrab Fleece (viele Fasern), die bei Versuchen doppelt so viel Fasern freisetzten wie Hemden aus Polyester. Ein Fleece-Pullover kann bei einer einzigen Wäsche<a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=1845"> bis zu 1900 Fasern ins Abwasser </a>abgeben. In Nordamerika sind bereits Filter auf dem Markt, mit denen sich Waschmaschinen nachrüsten lassen. Noch zeigen die großen Waschmaschinen-Hersteller allerdings wenig Interesse an einer solchen Technik. Und ob sich die Kunstfasern generell anders produzieren lassen, so dass es nicht zu Abrieb kommt, dazu habe ich keine Informationen gefunden bislang. Ich weiß also noch nicht, ob Kunstfaser-Textilhersteller etwas verändern können.</p>
<p>Soll man Kunstfasern also lieber meiden? Kunstfasern verbrauchen in der Herstellung weniger Wasser als Baumwolle. Zudem lassen sie sich stofflich besser recyceln. Auf der Minus-Seite schlagen die verheerenden Umweltauswirkungen bei der Förderung des Rohstoffes Erdöl zu Buche und eben die Faser-Emissionen. Machen wir uns nur klar, dass Kunstfasern fast 60 Prozent der weltweiten Textilproduktion ausmachen. Diese Menge durch Biobaumwolle&amp;Co. zu ersetzen, erscheint momentan schlichtweg unmöglich. Für Sportsachen jedenfalls steige ich jetzt auf <a href="https://www.engel-sports.com/de/index.html">Engel Sports um und ihre GOTS zertifizierte Kollektion aus Merinowolle und Seide.</a></p>
<p>Was bleibt uns sonst? Auf unnötiges Waschen von Textilien zu verzichten, zählt sicher dazu. Und eben generell weniger Kleidung zu kaufen und die Teile länger zu tragen. Ende November gibt es DIE Mikroplastik-<a href="http://microplastic-conference.eu/">Konferenz in Köln</a>. Die Forschung setzt eigentlich jetzt erst richtig ein. Mir ist einfach angesichts der Dimensionen des Problems erstmal die Spucke weggeblieben. Und an dem Faser-Thema bleibe ich dran. Wenn es in Köln was interessantes Neues gibt, werde ich hier darüber schreiben.</p>
<p>Aus Taiwan vom Jahrestreffen der Greenpeace-Detox-Kampagne, grüßt euch Kirsten!</p>
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		<title>Sonne für alle: Bikinis&amp;Badeanzüge</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 18:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso grüne Schwimmsachen? Na ja! Wenn in diesen Wochen zwischen Wasser, Gras, Sand, Luft und unserer Haut ziemlich oft nur ein kleines bisschen Stoff liegt, dann wäre es gut&#8230;.. wenn dieser Stoff möglichst giftfrei und fair produziert wurde. Im Folgenden kommen zehn Labels, die die Frage nach grüner Bademode auf zehn unterschiedliche Arten beantworten. Rein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/MYMARINI_faire-Bikinis_Editorial-faire-Schwimmsachen_2.jpg"><img class=" wp-image-7003" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/MYMARINI_faire-Bikinis_Editorial-faire-Schwimmsachen_2-300x200.jpg" alt="SONY DSC" width="368" height="245" /></a></p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/easeawear_Berlin_faire-Bikinis_Editorial-fair-produzierte-Schwimmsachen.jpg"><img class="alignnone  wp-image-7005" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/easeawear_Berlin_faire-Bikinis_Editorial-fair-produzierte-Schwimmsachen-300x224.jpg" alt="easeawear_Berlin_faire Bikinis_Editorial fair produzierte Schwimmsachen" width="366" height="273" /></a></p>
<p>Wieso grüne Schwimmsachen? Na ja! Wenn in diesen Wochen zwischen Wasser, Gras, Sand, Luft und unserer Haut ziemlich oft nur ein kleines bisschen Stoff liegt, dann wäre es gut&#8230;.. wenn dieser Stoff möglichst giftfrei und fair produziert wurde. Im Folgenden kommen zehn Labels, die die Frage nach grüner Bademode auf zehn unterschiedliche Arten beantworten. Rein ins Wasser!</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Frija-Omina_Berlin_faire-Bikinis_Editorial-fair-produzierte-Schwimmsachen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7008" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Frija-Omina_Berlin_faire-Bikinis_Editorial-fair-produzierte-Schwimmsachen-200x300.jpg" alt="Frija Omina_Berlin_faire Bikinis_Editorial fair produzierte Schwimmsachen" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Der Triangel-Bikini</strong></p>
<p>Frija Omina (aus Berlin/Deutschland) ist gemeinsam mit Patagonia und Underprotection weit und breit das günstigste Label für fair produzierte Bikinis (79,90 Euro) und bald auch Badeanzüge. Sie werden in einer Manufaktur in Berlin Kreuzberg genäht. Die bunt bedruckten Stoffe sind aus Biobaumwolle und GOTS-zertifiziert. Baumwolle? Ja, die braucht wirklich einen Tick länger zum Trocknen, kann aber mit schönen Bändeln nachgestellt werden, damit alles wirklich immer sitzt. Frijas erste Bikinis waren aus recyceltem Polyester, aber das &#8222;Hautgefühl war dann wichtiger&#8220; und deswegen ist es Baumwolle geworden. Zu beziehen unter anderm über <a href="http://de.dawanda.com/shop/Frija/2894211-Swimwear">Dawanda</a> und <a href="http://sexyandfair.de/damen/bademode">Sexyandfair.</a></p>
<p><strong>Der Häkelbikini</strong></p>
<p>Häkeln ist Omasache? Stimmt. Die Bikinioberteile (siehe Bild oben) werden von einer Handvoll älterer Damen gehäkelt, und die Panties und die Slips in einem Familienbetrieb in Apolda gestrickt. High-Tech ist dagegen das Material: Ursprünglich haarfeines Polyester, das extra auf eine Dicke gezwirnt wird, mit der man es von Hand verarbeiten kann. Das Material trocknet sehr viel schneller als Polyamid, das gewöhnlich für Bademode verwendet wird. Und es gibt noch eine herrliche Geschichte von einem Häkelbikini der Mutter von einer der Gründerinnen von <a href="https://www.ea-seawear.de/">e.a.seawear,</a> wegen dem die ganze Geschichte begann.<a href="https://www.ea-seawear.de/das-projekt/"> Lest selbst. </a>Die Bikinis kosten ab 126 Euro.</p>
<p><strong>Die Sportlichen</strong></p>
<p>Der nächste Punkt sind die Sportlichen: Badanzüge, Bikinis und Badeshorts.<a href="http://odinasurf.com/"> Odina </a>(Bikinis ab 100 Euro), <a href="http://koruswimwear.com/">Koru Swimwear </a>(Bikinis ab ca. 140 Euro) und das bekannte Label <a href="https://www.patagonia.com/eu/deDE/shop/surfing?k=31">Patagonia</a> (Männershorts ab 45 Euro, Bikinis ab 75 Euro) machen Bademode, mit der man von Surfen bis Yoga am Strand alles mögliche anstellen kann. Hergestellt werden sie in Florida und Kalifornien, Wind und Wellen stecken auch in den Materialien: recycelte PET-Flaschen, recyceltes Nylon und Polyester und sogar entsorgte Fischernetze.</p>
<p><strong>Die Badeanzüge</strong></p>
<p>sind ein Lieblingsthema von mir, und als Mareen von <a href="http://mymarini.com/">Mymarini </a>aus Hamburg mir erzählt hat, dass sie gerade groß in Mode kommen (siehe die schönen Rückenansichten oben, ab 190 Euro), hat mich das nicht gewundert. Badeanzüge schützen halt am besten vor der Sonne. Die Stoffe kommen aus Italien, werden dort umweltschonend gefärbt und in Süddeutschland zu Badeanzügen und Bikinis genäht. Etwas Besonderes bei Mymarini ist, dass die Stücke aus einem Guss gefertigt werden &#8211; ohne Schnallen, Häkchen, Bügel. Und vor allem, dass jedes Modell zwei Seiten und Farben hat, die jede für sich getragen werden können. Interessant auch <a href="http://1-9-7-9.com/">1-9-7-9, </a>ein Label, das auf Haiwai gegründet wurde. Die ersten Bikinis wurden aus Hemden mit traditionellen Hawaiimustern upgecycelt. Die gibt es zwar nicht mehr, aber das Label ist bekannt für Swimwear im Stil der 50er-Jahre. Genäht in Thüringen mit Spandex aus Italien (ab 160 Euro).</p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Curlee-Bikini_Editorial-faire-Bikinis_Faire-Schwimmsachen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7016" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Curlee-Bikini_Editorial-faire-Bikinis_Faire-Schwimmsachen-300x199.jpg" alt="Curlee Bikini_Editorial faire Bikinis_Faire Schwimmsachen" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="https://www.curleebikini.com/">Curlee Bikini</a> stellt aus recycelten und nachhaltigen Materialien Bandeanzüge und Bikinis her, die auch gerne mal etwas experimenteller sind (siehe Bild). Mit Abstand die teuerste Marke &#8211; wirklich &#8222;sustainable luxury&#8220;. Ab ca. 250 Euro. <a href="http://laislabrand.com/shop/la-isla-not-so-basic/">La Isla </a>produziert in Medellin, Kolumbien, und führt in der 2015-Kollektion zwei Bikinis aus recyceltem PET (ab ca. 120 Euro). Und Finale grande: <a href="https://www.underprotection.dk/collection/70-swimwear/">Underprotection</a> ist primär ein Wäschelabel, das aber auch eine Handvoll Bademode im Repertoire hat &#8211; drei Bikinis und einen Badeanzug, alle schwarz und schlicht, aber raffiniert (ab 70 Euro). Sie werden in Neu Delhi, Indien, genäht, sind Fair Wear Foundation zertifiziert und aus recyceltem Polyester. Das dänische Label hat sich 2010 in Kopenhagen gegründet und ist inzwischen auch in Deutschland in vielen Geschäften zu finden: wo genau, <a href="https://www.underprotection.dk/where-to-buy/">seht ihr hier!</a></p>
<p><strong>Dies ist ein Gastbeitrag von Magda Kotek. Die freie Journalistin erzählt auf <a href="https://www.anderskleiden.de">anderskleiden.de</a> Stories zu fair fashion und schreibt für verschiedene Magazine (u.a. ENORM).<br />
</strong></p>
<pre></pre>
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		<title>Läuft gut</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2015 07:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Fangen wir doch mit dem Finale an. Die Modenschauen sind ja immer so etwas wie das Sahnehäubchen auf den Messen. Im Postbahnhof auf der &#8222;Ethical&#8220; gab es diesmal neben der High-Fashion-Show mit 26 Designern und 73 Looks auch die erste Schau für Eco Streetwear zu sehen. 16 Designer zeigten 54 Looks für Frühling/Sommer 2016. Keine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Berlin.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6985" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Berlin-300x200.jpg" alt="Berlin" width="300" height="200" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Berlin-II.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6986" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/07/Berlin-II-300x200.jpg" alt="Berlin II" width="300" height="200" /></a></p>
<p><img class="" src="https://gallery.mailchimp.com/d294cbbdc63bbb9b710bcc8ef/images/0635b0be-5076-4273-8739-dc9969ac069f.png" alt="" width="507" height="770" /></p>
<p>Fangen wir doch mit dem Finale an. Die Modenschauen sind ja immer so etwas wie das Sahnehäubchen auf den Messen. Im Postbahnhof auf der &#8222;Ethical&#8220; gab es diesmal neben der High-Fashion-Show mit 26 Designern und 73 Looks auch die erste Schau für Eco Streetwear zu sehen. 16 Designer zeigten 54 Looks für Frühling/Sommer 2016. Keine fantastische Show, aber ein Debüt in schroffer Fabrikhallen-Atmosphäre, das sich sehen lassen konnte.</p>
<p>Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Streetwear-Schau ist die bedeutendere Schau, die High-Fashion-Salonshow ist die coolere. Persönlich könnte ich damit leben, wenn nicht die gesamte Luxus-Mode und alle Gucci-Looks ökologisch und fair wären, mich interessiert deutlich mehr die gewaltige Menge an konventioneller Alltagsmode zu verdrängen, einfach weil dort die Massen produziert werden. Und hier zeigt sich Fortschritt: Es stellen immer mehr Label aus und die kleinen Label, die schon lange am Start sind, zeigen mehr tragbare und gut verkäufliche Entwürfe, die ein &#8222;alternatives H&amp;M&#8220; locker füllen könnten. Soll heißen, es gibt genügend Sachen, die einen Großteil der Bevölkerung erreichen können.</p>
<p>Natürlich zeigten sich nicht alle auf der &#8222;Ethical Fashion on stage&#8220;, aber zu sehen waren etwa Studio Jux, Mud Jeans, Hempage, Alma&amp;Lovis oder Lana. Tragbar und verkäuflich, aber trotzdem nicht zu sehr nach Philosophie-Vorlesung aussehend, dass präsentierte beispielsweise Studio Jux&#8220; mit einem Jumpsuit präsentierten oder Kleid und Trench mit Farbverlauf (siehe Bild oben) die so aussahen, als hätte man sie am unteren Ende in einen Farbbottich getaucht. Das sind sicher Hingucker, die Basic-Kollektionen prima ergänzen. Amüsiert habe ich mich, dass Ökomode für viele Labels offenbar heißt, gleich mal ein Ökosystem wie den Amazonas drauf zu drucken (oder zumindest einen Teil wie Palmen).</p>
<p>Ein &#8222;Öko-H&amp;M&#8220; der Zukunft hätte vermutlich auch eine Secondhand-Abteilung, einen Reparatur-Service und eine Upcycling-Möglichkeit. Vorstellen kann ich mir auch eine Art Bio-Company, wo auf einem weiteren Stockwerk Öko-Mode verkauft wird &#8211; einfachere Basics wie Schlafanzüge, Sportsachen oder Socken plus wechselnde Kollektionen mit hipperen Teilen wie etwa Kleidern von People Tree. Im Öko-Supermarkt gibt es ja auch Milch und Butter und daneben aufwändigeres wie eingelegte Oliven.</p>
<p>Das Angebot auf Eco Streetwear-Show lässt ahnen, dass das möglich ist und bald gemacht wird. Ein Indiz gefällig? Vielleicht belegt ausgerechnet der Einstieg von Kosmetik-Riese &#8222;Weleda&#8220; als Partner der &#8222;Ethical&#8220;, dass inzwischen solche großen Player denken, mit Ökomode könne man OFFENSIV werben. Und gut ist auch, dass &#8222;Manufactum &#8220; sehr viele Kollektionen eingekauft hat, um das Angebot an nützlichen Gartenscheren&amp;Co. aufzupeppen.</p>
<p>Und die Salonshow? Luxus-Fashion  will nicht die Durchschnittsfrau anziehen. Sie wendet sich an eine modische Elite oder Frauen, die einen erwachsenen und weltläufigen Auftritt brauchen. Da kommt dann deutlich mehr Wagnis auf den Laufsteg. Gut gewählt war deshalb der Start mit <a href="http://johannariplinger.com/">&#8222;Johanna Riplinger&#8220;,</a> dessen elfenhafter Entwurf mit Zitronen-Gelb sofort jede Müdigkeit im Publikum vertrieb. Gegen die Invasion der flachen Schuhe wehrt sich tapfer &#8222;Nine to Five&#8220; mit High-Heels (Taschen und Gürteln) aus vegetabil gegerbtem Kalbs- und Lachsleder. Ein Höhepunkt auch grüne Couture von <a href="http://puregreenapparel.com/">&#8222;Pure Green apparel&#8220;,</a> die für edle Shirts und Kleider, Seide, Hanf und Biobaumwolle kombinierten. Mit meinem Faible für Klassisches gefällt mir zu sehen, wie Claudia Lanius Sommer 2016 interpretiert: Zum hellen Waffelpiqué-Rock gibt es ein hanseatisch blaues oder schwarzes transparenteres Oberteil, unter das ein passendes Bandeau getragen werden kann. Und wer im Sommer einen leichten Strickmantel sucht, wird ebenfalls hier fündig. Lanius ist treffsicher und Kundinnen folgen ihr. Oben im Bild sind von Lanius ihre Entwürfe in Orange und Leuchtendblau zu sehen.  Bei anderen Luxus-Teilen auf der Show fürchte ich, dass es schwer wird, dafür Boutiquen zu finden. Versuchen sollte man es trotzdem.</p>
<p>Was soll ich sagen? Die Shows waren großartige Unterhaltung und wurden zu Recht mit Traum-Besucherquoten belohnt. Well done.</p>
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		<title>Bunt und beweglich wie ein Kaleidoskop</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2015 18:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als alle da sind am Abend des Experten-Talks zur Zukunft der Mode bei Greenpeace, ergibt das im Atrium des Gebäudes ein sehr hübsches Bild. Auf rauen Paletten sitzen coole Instagram-Mädchen neben Mode-Professoren, hockt der Cradle-to-Cradle-Gründer neben einem Kindermode-Macher, zeigen sich abgefahrene Looks neben Allwetter-Kluft: Greenpeace meets Glamour.  In der ersten Reihen schreiben Mädchen erste Bemerkungen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8625.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6643" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8625-300x199.jpg" alt="DSC_8625" width="300" height="199" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8779.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6644" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8779-300x200.jpg" alt="DSC_8779" width="300" height="200" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8664.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6642" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8664-300x209.jpg" alt="DSC_8664" width="300" height="209" /></a><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8598.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6641" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2015/03/DSC_8598-300x199.jpg" alt="DSC_8598" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Als alle da sind am Abend des Experten-Talks zur Zukunft der Mode bei Greenpeace, ergibt das im Atrium des Gebäudes ein sehr hübsches Bild. Auf rauen Paletten sitzen coole Instagram-Mädchen neben Mode-Professoren, hockt der Cradle-to-Cradle-Gründer neben einem Kindermode-Macher, zeigen sich abgefahrene Looks neben Allwetter-Kluft: Greenpeace meets Glamour.<span id="more-6548"></span>  In der ersten Reihen schreiben Mädchen erste Bemerkungen in ihre Notizbücher, hinten schießen Fotografen erste Bilder. Es fühlte sich großartig an und sehr gegenwärtig, obwohl wir doch über die Kleiderschränke von morgen reden wollten. Moderiert von Yvonne Weiß, Chefreporterin des &#8222;Hamburger Abendblatts&#8220; unterhalten sich hier die Berliner Mode-Professorin Friederike von Wedel-Parlow, Thekla Wilkening von der  Hamburg <a href="https://kleiderei.com/">Mode-Bibliothek &#8222;Kleiderei&#8220;</a> und ich als Detox-Campaignerin über unsere Überzeugungen und Haltungen zur Mode. Parallel zu den Modeschauen in London, Mailand und Paris, wo gerade die originellsten Outfits bejubelt werden, beglücken wir hier die Besucher mit ein paar originellen Ideen und zelebrieren auch ein paar Gegensätze.</p>
<p>Wir reden über Ökomode-Labels als &#8222;revolutionäre Zellen&#8220; und Vorhut des größeren Wandels, den wir gerade in der Mode-Industrie sehen, welche Rolle das Leihen spielen kann als Alternative zum Neukaufen und wie wichtig eigentlich der stete Wandel ist. Aus dem Publikum kommen kluge Fragen und wunderbare Anregungen, wir sollten doch nicht mehr &#8222;Kunden&#8220; sagen, sondern &#8222;Wertschätzer&#8220;, denn um diese Wieder-Entdeckung ginge es doch schließlich a la long. Absolut! Und weil ins Atrium des Greenpeace-Gebäudes in der Hafen-City nur 100 Leute passen und wir deshalb einen Live-Stream ins Internet organisiert hatten,<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4PIRj_f5MAc"> könnt ihr alles nochmal hier angucken.</a>  Es kam mir an diesem Abend so vor, als würde ich in ein Kaleidoskop gucken, so bunt und beweglich war die Veranstaltung.</p>
<p>Und gab es Dissens? Vielleicht an diesem Punkt. Obwohl mich Mode über die Jahre ständig mehr fasziniert und ich den Wunsch nach Veränderung verstehe,  halte ich den Rahmen, in dem diese angebliche Veränderung stattfindet, für eng. Sicher habe ich das etwas angespitzt formuliert und süffisant erklärt, letztendlich ginge es doch jeden Morgen um die Auswahl einer Hose und eines Oberteils und nicht mehr, dadurch werde man eben nicht an einem Tag zum Gruftie und am anderen Tag zum Punk. Trotz Mode seien wir alle mehr oder weniger uniformiert. Zur steilen These inspiriert hat mich die Arbeit eines Fotografen, der 20 Jahre Leute fotografiert hat &#8211; <a href="https://www.thisiscolossal.com/2014/12/photographer-spends-20-years-documenting-how-we-all-dress-exactly-alike/">die alle ziemlich gleich angezogen sind.  Seht selbst. </a></p>
<p>Aber es mag so angekommen sein, dass ich Leute, die sich gerne über Mode ausdrücken, für oberflächlich halte. Jedenfalls lese ich das so aus <a href="https://kleiderei.com/posts/11-mode-nachhaltigkeit">Theklas Blogeintrag </a>über die Veranstaltung und das tut mir leid. Denn letztendlich haben Thekla und Pola mit dem Ausleihen von Alltagskleidung etwas gestartet, was Umweltschutz und Leidenschaft für Mode vereint und dem hemmungslosen Konsum etwas entgegen setzt. Diese Idee des &#8222;never ending&#8220; &#8211; des unerschöpflichen &#8211; Kleiderschrankes ist inzwischen in viele <a href="http://popupcity.net/utrechts-wardrobe-library/">andere Städte geschwappt.</a>  Ich war so hin und weg, dass ich am nächsten Tag mein erstes Kleiderpaket geordert habe &#8211; vier Teile pro Monat für 30 Euro (inkl. Reinigung und Retour-Schicken). Minimum ist ein Drei-Monatsabo &#8211; danach lässt sich jederzeit kündigen. Rein ökonomisch argumentiert ist das für jede Fashionista etwas, der sonst in drei Monaten 90 Euro für NEUE Klamotten ausgeben würde &#8211; nicht abwegig, oder? Jedenfalls sind es ein knallbunter Kimono (Eco), eine blaue Wickelbluse, ein weißes Shirt mit Eidechsen-Print (Eco/Fair) und ein Häkel-Pulli angekommen und vervollständigen meine Garderobe. Ich habe übrigens die Girls auswählen lassen, weil sie so sichtbar Stil haben. Ich hätte aber auch selber meine Wahl auf der Kleiderei-Webseite treffen können &#8211; nächstes Mal nehme ich &#8222;Wertschätzerin&#8220; einen dieser kurzen Jumpsuits!</p>
<p>Friederike von Wedel wiederum &#8211; ebenfalls auf dem Podium &#8211; bildet den Nachwuchs von morgen in anderer Hinsicht aus &#8211; sie entwickelte an der ESMOD in Berlin das Master-Programmes &#8222;Sustainability in Fashion&#8220;und unterrichtet dort auch. Vor kurzem lud sie zu einem Experten-Workshop zu kreislauffähiger Mode. Eines der großen Zukunftsthemen, die immer so ein bisschen wie eine Prophezeiung aus dem Märchenland klingen. International wird <a href="https://www.theguardian.com/sustainable-business/sustainable-fashion-blog/2015/jan/14/10-things-learned-zero-waste-fashion-industry">&#8222;zero waste fashion&#8220; </a>aber immer breiter diskutiert und die Ideen werden vielfältiger und ausgereifter &#8211; das zeigte auch dieser Workshop überzeugend. Die Projekte der Studierenden, die wir dort diskutierten, werden hoffentlich Realität &#8211; das Potential haben sie. Und wie es sich gehört für &#8222;fashion in cycle&#8220; saßen wir im Kreis wie die Ritter der Tafelrunde.</p>
<p>Gefreut hat mich, eine der großen Persönlichkeiten der ersten Stunde persönlich kennen zu lernen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Britta_Steilmann">Britta Steilmann, </a>die Anfang der Neunziger mit Mitte zwanzig ihre erste Öko-Kollektion auf den Markt brachte und &#8211; sie sagte das selber &#8211; grandios scheiterte. Sie war womöglich einfach zu früh &#8211; ihr Mut, etwas mit voller Kraft voran zu treiben und auszuprobieren, inspirieren den Mode-Nachwuchs aber bis heute.</p>
<p>Apropos Pioniere: Christoph Dahn aus Freiburg hat den <a href="https://www.greenblut.com/de/podcast-2/">Podcast Greenblut FM </a>gestartet, der hörenswert ist und begann mit Katharine Hamnett und Safia Minney (People Tree). Erscheint alle zwei Wochen am Freitag. Demnächst stehe ich dort zur Detox-Kampagne Rede und Antwort.</p>
<p>Euch allen eine schöne Woche.</p>
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