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	<title>Grüne Mode - Kirsten Brodde - Blog &#187; A bis Z</title>
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		<title>Good Jeans Guide</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 14:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Mark Starmanns]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5. März 2012 hat die ARD einen 45-minütigen Dokumentarfilm „Der Preis der Blue Jeans“ gezeigt. Die hervorragende Dokumentation zeigt, wer die Kosten der konventionellen Jeansproduktion in China trägt. Wer diesen Film gesehen hat, will keine konventionelle Jeans mehr kaufen. Aber es geht auch anders: Netzwerk Faire Mode stellt im „Good Jeans Guide“ Jeansfirmen vor, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. März 2012 hat die ARD einen 45-minütigen Dokumentarfilm „<a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/bluejeans101.html">Der Preis der Blue Jeans</a>“ gezeigt. Die hervorragende Dokumentation zeigt, wer die Kosten der konventionellen Jeansproduktion in China trägt. Wer diesen Film gesehen hat, will keine konventionelle Jeans mehr kaufen. Aber es geht auch anders: Netzwerk Faire Mode stellt im „Good Jeans Guide“ Jeansfirmen vor, die großen Wert auf Arbeiterrechte und auf Umweltschutz in der Jeansproduktion legen. Anbei ein kurzer Ausschnitt aus dem Film.</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe width="450" height="259" src="https://www.youtube.com/embed/Cwsl6bJpf7s?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span id="more-2086"></span></p>
<h1>Recycling, repair, reuse: King of Indigo &amp; Denim Therapy</h1>
<p>Die niederländische Denim-Brand <a href="https://www.kingsofindigo.com/">Kings of Indigo</a> (K.O.I) wurde von Tony Tonnaer gegründet, der bereits Kuyichi gross gemacht hat (<a href="https://www.kirstenbrodde.de/?p=2029">Grüne Mode berichtete</a>). Bei der Firma stehen drei „R“s im Vordergrund: Recycle: K.O.I nutzt so viel recycelte Baumwolle wie möglich. Weil dies bisher nicht für alle Waschungen und Blautöne möglich ist, wird auch Biobaumwolle genutzt. Repair: K.O.I bietet kostenlose Repair Kits and Repair Events an. Reuse: K.O.I plant Pop-Up-Events, wo die Kunden ihre alte Jeans zurückgeben können und einen Rabatt auf eine neue K.O.I Jeans bekommen. Die Stoffe für die Jeans werden vor allem in Italien, in der Türkei und Japan produziert, genäht werden die Jeans in Tunesien. K.O.I kooperiert seit Anfang an mit der Fair Wear Foundation (FWF) und plant seinen Beitritt in diesem Jahr. Die Hosen kosten zwischen 100 und 240 Euro.</p>
<p>Die schwedische Denim-Brand <a href="https://www.nudiejeans.com/">Nudie Jeans</a> bietet öko-faire Jeans für Männer und Frauen für 100-150 Euro an. Ein Teil der Nudie Jeans sind aus 100% Biobaumwolle (Türkei/Indien) und davon sind bislang 40% GOTS-zertifiziert (Plan ab July 2012: 100% Biobaumwolle oder recycled). Die Hosen werden zu fast 90% in Italien genäht, 10% in Portugal und in der Türkei. Nudie hat verschiedene interessante Projekte, z.B. ein <a href="https://www.nudiejeans.com/empowerment-challenge/">Empowerment Projekt</a>. Ferner engagiert sich die Firma im Recycling / Reparieren: Wie bei K.O.I bekommt man einen Rabatt, wenn man die alte Nudie-Jeans im Laden lässt und eine neue kauft: “<em>Customers will get a discount on new purchases if they leave their old jeans to us. We remake and repair each pair in a personal way and sell them again, tagged with the new </em><em><a href="https://www.geca.org.au/"><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;">Good Environmental Choice</span></span></a></em><em> label</em>.”</p>
<p>Die holländische Brand <a href="https://www.kuyichi.com/">Kuyichi</a> wurde im Jahr 2000 von der niederländischen NGO Solidaridad gegründet. Kuyichi bietet modebewusste Jeans in unterschiedlichsten Schnitten und Waschungen für 100 – 165 Euro an. 96% aller insgesamt verwendeter Stoffe für Jeans sind aus Biobaumwolle, beim Rest wird auf Nachhaltigkeit geachtet (siehe <a href="https://www.kuyichi.com/sustainable-concepts/">Sustainable Concept</a>). 80% der Biobaumwoll-Produkte von Kuyichi werden GOTS-zertifiziert weiterverarbeitet und 20% Organic Exchange, weil der Mischfaseranteil zu hoch für GOTS sei. Die Konfektion findet zu 65% in der Türkei und zu 35% in Tunesien statt. 2012 nutzt Kuyichi erstmals auch recycelte Baumwolle für die Jeansproduktion. Wir sind gespannt. Kuyichi ist Mitglied der Organisation <a href="https://www.made-by.org/">Made-By</a>, welche eine Art Nachhaltigkeits- und Sozialbericht in Form einer <em><a href="https://www.made-by.org/partner-brand/64/kuyichi/scorecard"><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;">Scorecard</span></span></a></em><em> </em>veröffentlicht. Die Firma ist Mitglied der stark kritisierten Business Social Compliance Initiative (BSCI), die sich beispielsweise im Gegensatz zur FWF nicht zum Ziel gemacht hat, Existenzlöhne umzusetzen.</p>
<p>Die <a href="http://denimtherapy.com/">Denim Therapy Company</a> aus New York produziert keine Hosen, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, jedes Loch in einer Jeans zu reparieren. Das Prinzip ist einfach: Man schickt die zu reparierende Jeans an Denim Therapy und bekommt eine reparierte Jeans zurück. Die Denim Doctors können die Lebensdauer der alten Lieblingsjeans nochmal deutlich verlängert werden. Mittlerweile hat sich das Konzept als so erfolgreich herausgestellt, dass es sich über Los Angeles bis nach Chicago und Miami ausgebreitet hat. Vielleicht nimmt es ja auch jemand in Europa auf?</p>
<h1>Regionale Produktion: Manomama</h1>
<p><a href="https://www.manomama.de/">Manomama</a> ist eine beeindruckende Alternative, wenn es um Nachhaltigkeit bei Neuwaren geht. Die Firma wurde 2010 von der Werbefrau <a href="https://www.manomama.de/blog/wer-steckt-hinter-manomama/">Sina Trinkwalder</a> als „Social Business“ gegründete. Die 100% öko-sozialen Textilien werden komplett 250 km um Ausgsburg herum gefertigt, nur die Biobaumwolle für die Hosen kommt aus der Türkei. Die Firma ist Mitglied im Internationalen Verband Naturtextil (INV) und die Produktion ist entsprechend zertifiziert.</p>
<p>Die <a href="https://www.manomama.de/content/augschburgdenim-damen">Augschburgdenim</a> für knapp 140 Euro ist eine gerade geschnittene Jeans, die an jedem Hintern gut aussieht und individualisierbar ist (z.B. mit Knopfleiste oder Reissverschluss). In der Jeans werden gezwirnte Stoffe verwendet, die die Hose besonders haltbar machen. Diese Jeans ist weder gebimst, geäzt, stone gewashed oder sonst kaputt gemacht, und die Zutaten sind vollkommen ökologisch. Ein schönes Konzept ist auch der <a href="https://www.manomama.de/content/sei-dein-eigener-designer-0">manomama-Mittmachtreff</a>.</p>
<h1>Hosen für die gesamte Familie: hessnatur</h1>
<p>Das 1976 gegründete Unternehmen <a href="http://ch.hessnatur.com/shop/productdetail.action?modelCode=34784&amp;pos=2&amp;advertiser=N48%7CP41%7CP40%7CN49%7CPRL%7CX01%7CN45%7CN47">hessnatur</a> ist eines der Pionierunternehmen für Naturtextilien. Alle hessnatur-Jeans (40-100 Euro) werden entsprechend dem firmeneigenen hessnatur-Standard produziert, der höchste ökologische und soziale Aspekte umfasst. Die Baumwolle stammt aus Biobaumwollprojekten in Burkina Faso und der Türkei. Konfektioniert werden die Jeans zu 90% in der Türkei, wobei die Stoff-Verarbeitung in verschiedenen Ländern erfolgt: EU (56%), Türkei (11%) und Peru (8%). hessnatur ist Mitglied im Internationalen Verband für Naturtextilien (IVN) und bei der Fairwear Foundation.</p>
<h1>Nur für Frauen: Pearls of Laja, SEY</h1>
<p><a href="https://www.pearlsoflaja.com/">Pearls of Laja</a> ist ein deutsches Denim-Brand speziell für Frauen. Motto: „Wundervolle Kurven in jeder Größe“. Verwendet wird ausschließlich Biobaumwolle aus der Türkei, die in GOTS-zertifizieren Produktionsstätten in der Türkei und in Polen weiterverarbeitet und dort werden die Hosen auch konfektioniert. Die Jeans kosten zwischen 150 und 200€.</p>
<p>Für <a href="https://www.sey-fashion.com/">SEY</a> Premium Organic Cotton Jeans (130 bis 170 Euro) werden 100% GOTS-zertifizierte Stoffe aus Biobaumwolle verwendet. Die Weiterverarbeitung und Konfektion erfolgen in der Türkei – wobei ab April 2012 in Deutschland konfektioniert werden soll. Wie jede verantwortungsvolle Jeansmarke verzichtet SEY explizit auf die gefährliche Sandstrahltechnik. Die Firma ist Mitglied von <a href="https://www.made-by.org/">Made-By</a>; im Laufe des Jahres soll erstmals für SEY eine <em><a href="https://www.made-by.org/partner-brand/36/sey/scorecard"><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;">Scorecard</span></span></a></em><em> </em>veröffentlicht werden.</p>
<h1>Maßjeans: Gebrüder Stitch</h1>
<p>Wiener mit einem Hang zum Individuellen sollten mal die <a href="https://www.gebruederstitch.at/">Gebrüder Stitch</a> aufsuchen, die Manufaktur für lokal gefertigte Maß-Jeans. Gegründet wurde die Firma von „zwei ehemaligen Marketing-Fuzzies, die 2010 beschlossen haben, dass sie von ihren Jobs die Schnauze voll haben und statt dessen ‚in Jeans‘ machen wollen“. Die maßgeschneiderten Jeans werden ab der Meterware in Wien produziert und <a href="https://www.gebruederstitch.at/massjeans/">kosten</a> zwischen 240 und 500 Euro. Termine und Anfragen zum Beratungsgespräch im <a href="https://www.gebruederstitch.at/hosenlabo/">Hosenlabor</a> können per Email gestellt werden<em>. </em>Die Gebrüder Stich Radljeans gibt es in Standardgrößen auch <a href="https://www.storefront.gebruederstitch.com/">online</a>.</p>
<h1>Good Jeans im Überblick</h1>
<p>Hier als PDF: <a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/03/GOOD-Jeans-Guide03-2012.pdf">GOOD Jeans Guide03-2012</a></p>
<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/03/good-jeans-guide.png"><img class="alignnone  wp-image-2120" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2012/03/good-jeans-guide-1024x649.png" alt="" width="717" height="454" /></a></p>
<p>In Planung …</p>
<p>… ist der Good Jeans Guide Teil 2 mit weiteren rund 10 Firmen. Wir freuen uns über Hinweise auf nachhaltig produzierende Jeansfirmen: ms(at)netzwerkfairemode.com.</p>
<p><em><strong>Text: Sophia Opperskalski &amp; Mark Starmanns (<a href="https://www.netzwerkfairemode.com/">Netzwerk Faire Mode</a>)</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mehr Substanz, Herr Müller!</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 19:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Karl-Heinz Müller, Chef der Bread&#38;Butter, Zentralgestirn im Mode-Himmel und jemand, dem die Branche folgt wie einem Leitwolf, hält nicht viel von Ökomode. Jedenfalls, wenn man seinem Zitat in der &#8222;Textilwirtschaft&#8220; glaubt. &#8222;Ich glaube, dass die Öko-Bewegung keine wirkliche Substanz hat. Qualität, Wertigkeit und Niveau. Das zählt viel mehr.&#8220; Zeit für ein Geständnis. Ich finde Karl-Heinz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.faz.net/m/%7BFA0042AE-2E1B-4E4A-9B01-04EA81CD4C66%7Dg225_4.jpg" alt="https://www.faz.net/m/%7BFA0042AE-2E1B-4E4A-9B01-04EA81CD4C66%7Dg225_4.jpg" width="217" height="325" /> <a href="http://profashionals.posterous.com/standpunkte-3-karl-heinz-muller-halt-nichts-v"></a></p>
<p><a href="http://profashionals.posterous.com/standpunkte-3-karl-heinz-muller-halt-nichts-v">Karl-Heinz Müller</a>, Chef der Bread&amp;Butter, Zentralgestirn im Mode-Himmel und jemand, dem die Branche folgt wie einem Leitwolf, hält nicht viel von Ökomode. Jedenfalls, wenn man seinem Zitat in der &#8222;Textilwirtschaft&#8220; glaubt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich glaube, dass die Öko-Bewegung keine wirkliche Substanz hat. Qualität, Wertigkeit und Niveau. Das zählt viel mehr.&#8220;</p></blockquote>
<p>Zeit für ein Geständnis.<br />
<span id="more-962"></span></p>
<p>Ich finde Karl-Heinz Müller und seine bauchigen  Urteile spannend und sicher ist er jemand, der ein Gespür für Modernität und die Spielarten von Zeitgeist hat. Außerdem dachte ich bisher recht großzügig, wir lägen auf der selben Linie. Zumindest seitdem ich in seinem preisgekrönten Laden <a href="https://www.14oz-berlin.com/cms/">14oz in Berlin</a> stand und dieses Spielen mit Langlebigkeit, Tradition und Qualität ein angenehmes Gegengewicht zur allzu schnell-lebigen Modebranche fand. Das antik anmutende Interieur (angeblich Secondhand aus Paris) war so wenig aufgeregt und so beiläufig oldschool, dass ich kurz dachte, wir seien eigentlich beide müde, was das Hinterherhecheln hinter immer neuen Trends anginge. Irgendwie hatte der Laden was Androgynes, viel Denim, keine Prinzessinnen-Looks.</p>
<p><strong>Theoretisch, so dachte ich, ist der Mann auf dem richtigen Weg. </strong></p>
<p>Offenbar verstehen der Mode-Entertainment-König und ich aber doch etwas extrem Unterschiedliches unter Substanz, Qualität und Niveau. Unter &#8222;meaningful products&#8220;, die ins 21. Jahrhundert passen. Wie kann die fortgesetzte Ausbeutung von natürlichen Ressourcen substantiell sein? Wie die fortgesetzte Ungerechtigkeit gegenüber denen, die die Mode letztendlich zusammen nähen, ein Zeichen von Niveau?</p>
<p>Ach herrje, Karl-Heinz Müller. Können Sie und die Branche wirklich nach wie vor so wenig mit dem Thema Ökologie und Ethik anfangen? Wie können Sie Qualität ohne ökologische und ethische Qualität verstehen? Überlagert ihre Obsession für Mode jede Vernunft, jeden Sinn für die wirklichen Fragen der Zukunft?</p>
<p>Dabei hätte ich so gerne Köpfe wie Sie an meiner Seite. Oder zumindest das Gefühl, das es möglich ist, unsere unterschiedlichen Zeitgefühle ins Gleichgewicht zu bringen.</p>
<p>Für einen emotionalen Menschen wie Müller scheint die Ökomode immer noch die falschen Vibes zu versprühen. Nichts davon scheint ihn wirklich gestalterisch und ökonomisch zu überzeugen. Und &#8211; zugegeben &#8211; ich spüre diese Kluft gelegentlich auch. Zwischen dem gewaltigen Öko-Versprechen und dem, wie die Mode sich tatsächlich praktisch zeigt.</p>
<p>Dann weiß ich wie heute morgen beim Auspacken eines verspäteteten Geschenk-Paketes kaum, was ich mit dieser misslungenen Mischung aus Schal, Stola und Sesselüberzug eigentlich machen soll? Will ich mir das anziehen?  Wie lange muss ich eigentlich noch täglich solche Kröten schlucken?</p>
<p>Aber umgekehrt sehe ich dann, was Karl-Heinz Müller mir auf der Bread&amp;Butter anbietet. Was ja wohl Substanz, Wertigkeit und Niveau haben soll. Doch das Gros, das ich dort sehe, sind nur negative Ausschläge der Entwicklungskurve. Suchen wir andere Lösungen, Karl-Heinz Müller. Und ja, meinetwegen auch andere Vibes.</p>
<p>Wie wäre es zunächst mal mit einem Doppelinterview in der Textilwirtschaft?</p>
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		<title>Billiges hat einen Preis</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 16:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bleiben wir bei den Kratzbürsten. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat erneut eine Rundreise von Näherinnen durch Deutschland organisiert, die über ihre notorisch schlecht bezahlte Arbeit bei Discountern reden. In Hamburg bin besonders auf die Debatte mit dem Vertreter von BSCI gespannt, bei denen auch Lidl und etlich andere Branchengrößen organisiert sind. Dass jemand kommt, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bleiben wir bei den Kratzbürsten. Die <a href="https://www.saubere-kleidung.de">Kampagne für Saubere Kleidung</a> hat erneut eine Rundreise von Näherinnen durch Deutschland organisiert, die über ihre notorisch schlecht bezahlte Arbeit bei Discountern reden. In Hamburg bin besonders auf die Debatte mit dem Vertreter von BSCI gespannt, bei denen auch Lidl und etlich andere Branchengrößen organisiert sind. Dass jemand kommt, finde ich ehrenwert. Gisela Burckhardt wird sicher ein guter Gegenpart sein. Ich besuche die Veranstaltung mit Mark Starmanns, dessen englischsprachigen <a href="https://www.starmanns.de">Spezialblog</a> zum Thema ich ja bereits empfohlen habe.</p>
<p>Hier die Details zum Programm: <a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2010/11/2010-11-11_hamburg_rundreise1.pdf">2010-11-11_hamburg_rundreise1</a></p>
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		<title>Seid ihr dabei?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 13:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2010/09/grunelesung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-861" title="grunelesung" src="https://www.kirstenbrodde.de/wp-content/uploads/2010/09/grunelesung.jpg" alt="" width="500" height="707" /></a></p>
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		<title>Das A bis Z der Ökomode: G</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 16:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[A bis Z]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicher habt ihr euch schon den ganzen Tag gefragt, ob in eurer Kleidung auch Gentechnik steckt. Jetzt, wo Verbraucherministerin Ilse Aigner den Anbau von Genmais in Deutschland verboten hat, weil die Sorte eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Zeit für Teil eins des kleinen A bis Z der Ökomode. Es gibt ja eine Menge neuer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.iprt.iastate.edu/assets/images/shirts_ingeo_4151.jpg" alt="https://www.iprt.iastate.edu/assets/images/shirts_ingeo_4151.jpg" /></p>
<p>Sicher habt ihr euch schon den ganzen Tag gefragt, ob in eurer Kleidung auch <strong>Gentechnik</strong> steckt. Jetzt, wo Verbraucherministerin Ilse Aigner den Anbau von Genmais in Deutschland verboten hat, weil die Sorte eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Zeit für Teil eins des kleinen A bis Z der Ökomode.<span id="more-382"></span></p>
<p>Es gibt ja eine Menge neuer grüner Starlets, die plötzlich in unsere Kleiderschränke wollen. Die grüne Flagge hisst etwa etwa die Firma NatureWorks &#8211; eine Fusion des US-Agrarmultis Cargill und des japanischen Kunstfaserspezialisten Tejin. Ihr Darling heißt <strong>Ingeo</strong> (Ingredients of the earth). Hinter dem fantasievollen Markennamen verbirgt sich langweiliger Mais. Aus der Maisstärke wird in einem industriellen Prozess ein Biopolymer gewonnen, welches sich wie eine Kunstfaser zu einem Endlosfaden spinnen lässt &#8211; aber eben nicht auf Erdöl beruht, sondern auf einem nachwachsenden Rohstoff. So weit so gut.</p>
<p>Ökologisches Manko ist, dass dieser Mais in gewaltigen Monokulturen in den USA angebaut wird und das Produkt fast 100prozentig sicher zu einem hohen Prozentsatz <strong>Genmais </strong>enthält, der in den USA mengenmäßig dominiert. Da die Ernten nicht getrennt werden, kann niemand sagen, welcher Mais für Ingeo verarbeitet wird. Die Firma hüllt sich in vornehmes Schweigen.</p>
<p>Trotz intensivem Labelchecking habe ich hierzulande allerdings noch nichts aus Ingeo entdeckt und warte auf eure Meldungen!</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Wer also auf genetisch veränderte Lebensmittel verzichtet, ist auch bei Kleidung aus Ingeo nicht gut aufgehobenh. Der Gentechnik-Vorbehalt gilt übrigens auch für Sojafasern, die schon weitaus häufiger in Kleidungsstücken landen, seit viele Hersteller meinen, sie müssten jetzt einmal quer durchs Obst- und Gemüsebeet. Der größte Teil der <strong>Soja </strong>weltweit ist gentechnisch verändert.</p>
<p>Kummer bereitet Umweltschützern aber vor allem der Siegeszug der gentechnisch veränderten Baumwolle. Die sogenannte <strong>Bt-Baumwolle</strong> wird von Monsanto gepriesen, denn sie verspricht den Verzicht auf teure Spritzmittel. Im Kern ist das richtig: Gentechnisch veränderte Baumwolle enthält einen eingebauten Insektenschutz. Doch die Wunderpflanze rechnet sich trotzdem nicht für die Bauern, sondern nur für die Hersteller. Denn das gentechnisch veränderte Saatgut ist etwa viermal teurer als konventionelles. Das lohnt nur, wenn die Ernten üppiger ausfallen und nicht gespritzt werden muss. Doch die Erfahrungen in Indien oder China zeigen, dass dieser Vorteil nur vorübergehender Natur ist. Über die Jahre tauchten andere Schädlinge auf, sodass der Chemiebedarf und damit die Kosten wieder anstiegen. Bei Studien, die die Vorteile von Bt-Baumwolle belegen, lohnt sich also immer, nachzusehen, welchen Zeitraum sie untersucht haben! Im Kampf gegen Hunger und Armut ist transgene Baumwolle keine Lösung &#8211; das beschied der 2008 vorgestellte Weltagrarbericht der UN. Ungeachtet dessen melden Monsanto&amp;Co weiter den Siegeszug ihrer Genbaumwolle &#8211; etwa in den afrikanischen Staaten Burkina Faso und Mali.</p>
<p>Die Hälfte unserer Kleidung ist aus Baumwolle &#8211; es ist also sicher damit zu rechnen, dass auch in mancher unserer Jeans Gentechnik steckt. Deklariert werden muss das nicht. Und umgekehrt gibt es auch keine Kleidung, die ein Siegel &#8222;Ohne Gentechnik&#8220; trägt, wie jetzt etwa bei einigen Lebensmitteln üblich.</p>
<p>Eigentlich ist das auch nicht nötig, denn Biobaumwolle garantiert auch Gentechnikfreiheit. Wer also eine vernünftige Entscheidung trifft und auf Biobaumwolle umsteigt, geht damit auch bei Gentechnik auf Nummer Sicher.</p>
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