Dreckige Fakten
Wer wissen möchte, wie es hinter den Kulissen der internationalen Textilindustrie zugeht, erhält diese Woche in den Medien ein klares Bild. Spiegel Online, die Süddeutsche Zeitung und das Verbrauchermagazin des Deutschlandfunks berichten über die Zustände in den Bekleidungsfabriken von Bangladesch. Denn Discounter wie Lidl und Kik können deshalb so billig anbieten, weil sie ihre Näherinnen mit Hungerlöhnen abspeisen. Seit die Reispreise explodiert sind, hat sich die Situation weiter verschärft, denn von 16 Euro Mindestlohn im Monat kann man jetzt noch weniger leben als vorher. Selbst die schweigsame Lidl-Truppe sah sich genötigt, öffentlich Stellung zu nehmen und sich betroffen zu zeigen. Fazit: Wenn man soviel Dreck am Hals hat wie Lidl, muss man sich irgendwann bewegen.

17. Februar 2009 um 15:44
Die Berichte habe ich auch verfolgt. Leider scheint mir, dass das mal wieder nur eine weitere Kerbe auf Lidls Kerbholz ist. Irgendwie scheinen an denen ja alle Skandale und jegliche Rufschädigung abzuprallen. Es gibt eben einfach viel zu wenige Kunden, die sich ihrer Macht bewusst sind und tatsächlich Maßnahmen ergreifen, die die Ketten zu einem Umdenken bewegen könnten. mal sehen, was man in Zukunft noch alles so berichten muss.